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FINNOFLEET 
Schweiz 
AG
Bewertung

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Mehrfachbewertung

hohes Potential, aktuell schwierige Lage, Fremdsteuerung aus Deutschland

3,7
Empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei FINNOFLEET Schweiz AG in Zürich gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gehalt- und Sozialleistungen, Flexibilität, Work-Life-Balance, guter Zusammenhalt, spannend für Menschen mit Freude am Kreditgeschäft, viele kultige Events.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Einfluss aus Deutschland schon spürbar und intern nicht unumstritten, Strategie der Muttergesellschaft aktuell nicht spürbar, Kommunikation der Deutschen Kollegen verbesserungswürdig.
Weiterempfehlung nur an Leute, die eine Herausforderung im Private Equity Umfeld suchen. Die Firma FFCH dürfte sich mittel- bis langfristig in eine reine Business Unit von FF entwickeln mit zunehmend abnehmendem Einfluss auf Gruppenentscheide.

Verbesserungsvorschläge

Stärker den Schweizer Weg suchen und sich innerhalb der Gruppe über die hohe Expertise beweisen. Wir haben riesiges Potential, müssen es aber auch entfalten können. Wir sind aktuell zu stark mit uns selbst beschäftigt.

Arbeitsatmosphäre

Die Firma ist aktuell im Umbruch. Es mussten einige Mitarbeitende entlassen werden. Es besteht eine gewisse Verunsicherung. Die Stimmung war schon besser.

Image

Die Vorgängerfirmen K&W Software AG (ausgezeichneter Ruf, auf dieser basieren auch alle Bewertungen hier vor Oktober 2025) und Base-Net Informatik AG (eher schlechter Ruf) geniessen eine hohe Expertise im Kreditgeschäft. Als FINNOFLEET Schweiz erst seit einem Jahr am Markt mit hohem Markenversprechen, welches erst noch bewiesen werden muss. Gesteuert wird das Unternehmen aus einer deutschen Konzerngesellschaft, was teilweise stark spürbar ist.

Work-Life-Balance

Perfekt. Hohe Flexibilität bezüglich Ort und Zeit der Arbeitsleistung.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden gefördert. Karriere ist bedingt möglich. Jüngst wurden einige Personen befördert, jedoch war der Prozess dazu nicht sehr transparent. Das kann sicher besser werden.

Gehalt/Benefits

Angemessene Lohn- und Sozialleistungen. Es besteht jedoch ein grosser Gap zwischen den beiden Vorgängerfirmen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ist nicht dediziert erkennbar, sonst wären bspw. Parkplätze in Sursee kostenpflichtig. Bisherige Personalentscheide trafen teilweise Menschen, die ich im Hinblick auf soziales Fingerspitzengefühl nicht entlassen hätte.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt untereinander ist sehr gut. Aktuell befindet sich die Firma im Wandel, was gewisse Instabilitäten reinbringt.

Umgang mit älteren Kollegen

Eine Mitarbeitende kurz vor Pensionierung musste die Firma leider verlassen. Viele ältere Kollegen gibt es jetzt nicht mehr.

Vorgesetztenverhalten

Führungscrew geniesst aktuell nicht viel Vertrauen und wirkt an vielen Stellen ratlos, weil doch deutliche Spannungen zur deutschen Mutter erkennbar sind. Man ist bemüht, eine wertschätzende und kooperative Führungskultur zu etablieren. Teilweise sind die C*O auch noch zu stark im Tagesgeschäft beschäftigt. Verwaltungsrat hat m.E. zu wenig Kompetenzen in unserem Kerngeschäft, was ich aber wichtig fände. Strategie kommt top down aus Deutschland. Eigenständigkeit der CH-Einheit nimmt laufend ab.

Arbeitsbedingungen

Helle, moderne Büros mit Snacks, Getränken etc.
Alle Standorte sind gut erreichbar.
Moderne Infrastruktur. In Sursee aber eher knapp.

Kommunikation

Es wird regelmässig und transparent kommuniziert. Die Kommunikation der Schweizer Einheit ist sehr gut. Die Kommunikation der Deutschen Muttergesellschaft hat viel Luft nach oben.

Gleichberechtigung

Für eine IT-Firma typisch männerlastig, aber es hat einige Frauen. Jedoch gibt es nicht eine weibliche Führungskraft, was ich nicht gut finde. 5 Sterne gibt es hier nur für 1-2 weibliche Führungskräfte oder ein weibliches GL-Mitglied.

Interessante Aufgaben

Es stehen fachlich interessante Projekte an. Das Themengebiet ist jedoch eingeschränkt. Die Produktpalette ist vor allem vertikal. Teilweise werden Produkte von Partnerfirmen in der ganzen Gruppe eingekauft, was strategisch Sinn macht, aber gemäss Branchenexperten nicht zum Schweizer Qualitätsanspruch passt. Das passt nicht zum hohen Markenversprechen eines "Schweizer Kreditpowerhouses".

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Arbeitgeber-Kommentar

Anita Marazzi, Communications & Employer Branding
Anita MarazziCommunications & Employer Branding

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen mit uns zu teilen. Jede Rückmeldung ist für uns wertvoll und wird aufmerksam gelesen, weil sie uns hilft, uns weiterzuentwickeln und als Team zu wachsen.

Wir freuen uns sehr, dass du Themen wie Gehalt, Sozialleistungen, Flexibilität und den Zusammenhalt positiv hervorhebst. Gleichzeitig nehmen wir deine Kritikpunkte ernst, besonders zu den Einflüssen aus Deutschland und zur aktuellen Stimmung im Unternehmen. Uns ist bewusst, dass die Integration in eine internationale Gruppe für viele spürbare Veränderungen mit sich bringt. Wir verstehen auch, dass dies Unsicherheiten auslösen kann und arbeiten intensiv daran, die Zusammenarbeit mit unseren deutschen Kolleginnen und Kollegen weiterzuentwickeln, dabei aber stets die Schweizer Perspektive klar einzubringen. Es ist zudem unser Anspruch, unsere Eigenständigkeit zu stärken und gleichzeitig von der internationalen Zusammenarbeit zu profitieren.

Was deinen Hinweis zur Transparenz von Beförderungen betrifft, können wir dir sagen, dass wir durch den Zusammenschluss derzeit an klaren Kriterien und nachvollziehbaren Prozessen arbeiten, damit Entwicklungsmöglichkeiten sichtbarer werden und Fairness gewährleistet ist. Beim Thema Gleichberechtigung sehen wir, wie du, noch Potenzial. Der aktuelle Zustand hängt teilweise auch mit der geringen Anzahl von Frauen in der IT-Branche zusammen. Dennoch ist es uns ein Anliegen, mehr Frauen in verantwortungsvolle Rollen zu bringen und die Vielfalt im Unternehmen weiter zu fördern.

Uns ist bewusst, dass Führung in Zeiten des Wandels besonders gefordert ist. Weil wir uns noch in einer Transformationsphase befinden, übernehmen die Mitglieder des Management-Teams aktuell sowohl strategische als auch operative Aufgaben. Diese Doppelrolle ist temporär notwendig, um die Organisation zu stabilisieren und die Integration der Unternehmen, regional und international, erfolgreich abzuschliessen. Dass dies den Eindruck einer eingeschränkten Führungspräsenz erzeugen kann, ist nachvollziehbar. Tatsächlich arbeiten wir intensiv an den Rahmenbedingungen, damit das Führungsteam sich wieder stärker auf Leadership-Aufgaben konzentrieren kann.

Wir sind überzeugt, dass im Unternehmen viel Potenzial steckt, das wir gemeinsam entfalten können.

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