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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Hoher Druck, kein Vertrauen und ein autoritärer Führungstil der auf Druck und Einschüchterung setzt.

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Flyingteachers gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorheben möchte ich den Zusammenhalt in Teilen des Teams sowie die fachlich sinnvollen Aufgaben im Kontakt mit Kunden und Lehrpersonen. Auch mit meinem Gehalt war ich persönlich zufrieden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die negativ ausgerichtete Arbeitskultur und der stark kontrollierende Führungsstil, der vor allem auf Druck und Einschüchterung basiert. Dass von Vorgesetzten sehr häufig Kritik geäussert wird, aber kein Lob, selbst wenn herorragende Arbeit geleistet wird. Zudem erzeugt die nicht vorhandene Fehlerkultur Stress in der Belegschaft und es wird von Mitarbeitern viel Zeit darauf verwendet Fehler zu vertuschen oder diese Kollegen anzuhängen. Hinzu kommt die mangelnde Transparenz und Kommunikation zwischen Führung und den Teams, wie mit den Lehrpersonen umgegangen wird, das unstrukturierte Onboarding, die extreme Arbeitslast, die Anspruchshaltung auf Arbeit ausserhalb der Arbeitszeiten und am Wochenende und dies ohne Kompensation, sowie das Verhalten einzelner Kollegen im Team und der Führungspersonen den Teams gegenüber.

Verbesserungsvorschläge

Es bräuchte einen grundlegenden Wandel in der Unternehmenskultur, weg von Kontrolle, Druck und Misstrauen hin zu Respekt, Transparenz und echter Zusammenarbeit. Besonders wichtig wären aus meiner Sicht ein professionellerer Führungsstil, klare Kommunikationswege und ein konstruktiverer Umgang mit Feedback und Fehlern. Kritische Rückmeldungen und formelle Beschwerden aus dem Team sollten ernst genommen und in konkrete Verbesserungen übersetzt werden, statt defensiv abgewehrt und ignoriert zu werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war stark von Misstrauen, Kontrolle und Druck geprägt. Der Führungsstil war kontrollierend. Anstatt Vertrauen unter Kollegen oder zwischen Geschäftsleitung und Belegschaft herrschte ein grosses Misstrauen und Angst im Team. Fehler wurden von Leitung und Mitarbeitern nicht lösungsorientiert aufgearbeitet, sondern als Mittel zur Diskreditierung von Kollegen verwendet. Selbst kleinere Punkte wurden dafür teils bis zur Geschäftsführung eskaliert. Dadurch gab es keine offene Fehlerkultur. Es herrschte eine Kultur der Einschüchterung und des Drucks. Im Arbeitsalltag galt eine faktische Null-Fehler-Toleranz, die zu Unsicherheit bei den Mitarbeitern und Angst vor Fehlern führte. Deswegen wurde ein nicht geringer Teil der Arbeitszeit im Team darauf verwendet, Fehler zu vertuschen oder diese anderen Kollegen anzuhängen. Konflikte wurden zumeist nicht direkt zwischen den Beteiligten geklärt, sondern direkt über die Vorgesetzten bis hin zur Geschäftsführung eskaliert, was die Zusammenarbeit zusätzlich belastet hat.

Image

Im Kollegenkreis wurde häufig kritisch über Arbeitsbedingungen und Führungsverhalten gesprochen. Das öffentliche Bild des Unternehmens weicht deutlich vom erlebten Arbeitsalltag ab. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Aussenwirkung einen hohen Stellenwert hatte, während grundlegende interne Probleme nicht angegangen wurden.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war praktisch nicht vorhanden. Es gab eine hohe personelle Fluktuation, die im Alltag zu spürbarer Unterbesetzung und Überbelastung der Mitarbeitenden führte. Die Geschäftsleitung und Teamleiter kommunizierten die Erwartung, dass die durch Unterbesetzung verursachte Mehrbelastung über zusätzliche Arbeitszeit auszugleichen sei. Gleichzeitig wurde aber das Leisten von Überstunden untersagt. Auch ausserhalb der regulären Arbeitszeiten und am Wochenende bestand ein spürbarer Erwartungsdruck zur Erreichbarkeit und Arbeitsbereitschaft. Dies ging sogar so weit, dass Wochenendarbeit ohne jegliche Kompensation angewiesen wurde.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren sehr begrenzt. Weiterbildungen wurden nicht strukturiert unterstützt; Initiative, Zeit und Finanzierung lagen weitgehend bei den Mitarbeitenden selbst. Zugleich liess die hohe Auslastung im Alltag wenig Spielraum für zusätzliche Weiterbildungen.

Gehalt/Benefits

Mit meinem eigenen Gehalt war ich persönlich zufrieden. Die Vergütung vieler anderer Mitarbeitenden und freiberuflicher Lehrpersonen ist jedoch nicht konkurrenzfähig. Die Sozialleistungen deckten lediglich das gesetzliche Minimum ab

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Sozialbewusstsein war praktisch nicht vorhanden. Nach aussen vermittelte Werte wurden im Alltag nicht gelebt und dienten vor allem der Aufwertung des Firmenimages. Hinweise aus dem Team auf offensichtliche und extreme Missstände bei Energieverschwendung führten zu keinen Verbesserungen.

Kollegenzusammenhalt

Es herrschte ein deutliches Lagerdenken im gesamten Unternehmen. Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung gab es nur innerhalb kleiner Gruppen. Insgesamt war die Zusammenarbeit spürbar von Misstrauen und teils sogar Feindschaft geprägt. Auch zwischen den zwei Standorten und ihren Teams war das Miteinander eher angespannt als kollegial. Man musste sehr genau abwägen, welche Informationen man mit wem teilt, um nicht in das Fadenkreuz von Kollegen zu geraten oder zusätzlichem Druck ausgesetzt zu werden.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Mitarbeitende wurden tendenziell etwas respektvoller behandelt als jüngere. Insgesamt blieb der Umgangston jedoch auch dann hinter einem professionellen Standard zurück.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten einzelner Vorgesetzter gegenüber Mitarbeitenden war entwertend, einschüchternd und insgesamt unprofessionell. Kritik wurde nicht konstruktiv angewandt, sondern um Mitarbeiter vorzuführen und zu diskreditieren. Widersprüchliche und unwahre Aussagen der Vorgesetzten und der Umgang mit Rückmeldungen haben gezeigt, dass die Sichtweisen und das konstruktive Feedback von Mitarbeitenden nicht ernst genommen wurden. Schriftliche Beschwerden über problematisches Führungsverhalten führten zu keiner Reaktion der Geschäftsführung oder Verbesserungen dieses Verhaltens.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung war veraltet im Arbeitsalltag hinderlich. Für alltägliche Büroaufgaben war sie nicht zeitgemäss. Auch die technische Infrastruktur für dezentrales Arbeiten war störanfällig. Leistungseinbrüche und komplette Ausfälle zentraler Tools kamen mehrfach die Woche vor und erschwerten die tägliche Arbeit spürbar. Die Ursachen waren der Geschäftsleitung und der IT bekannt, wurden aber nicht behoben.

Kommunikation

Die interne Kommunikation war stark gesteuert, autoritär und in wichtigen Punkten intransparent. Personelle Veränderungen oder längere Abwesenheiten von Kollegen wurden dem Team gar nicht oder erst sehr spät kommuniziert, was die Zusammenarbeit erschwerte und Spekulationen förderte. Nachfragen nach dem Verbleib der Kollegen wurden nicht beantwortet und mit Misstrauen erwidert. Solange der Arbeitsalltag reibungslos lief, war der Ton meist höflich. In stressigen Phasen wurde die Kommunikation jedoch deutlich schärfer, autoritärer und teils herabsetzend, und diese Phasen waren fast durchgehend.

Gleichberechtigung

Die Frauen im Team wurden einerseits bevorzugt behandelt, sofern sie jung und attraktiv waren. Älteren Kolleginnen gegenüber waren Führungspersonen weitaus unnachgiebiger und generell unfreundlicher. Andererseits gab es formelle Beschwerden von betroffenen Frauen wegen missbräuchlichen Verhaltens und Mobbings durch Vorgesetzte. Diese Beschwerden wurden von der Geschäftsführung ignoriert.

Interessante Aufgaben

Die Betreuung der Kunden und Lehrpersonen fand ich interessant und motivierend. Diese Aufgaben waren fachlich sinnvoll und abwechslungsreich. Positives Feedback erhielt ich in diesem Bereich vor allem von Kundinnen und Lehrpersonen selbst. Allerdings wurde mir die Umsetzung zentraler Aufgaben von Vorgesetzten verunmöglicht, was die Arbeit insgesamt weniger interessant machte und sie zudem erschwerte.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.