Stress, Mobbing und mangelnde Unterstützung durch Vorgesetzte
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt ist überdurchschnittlich und wird pünktlich ausbezahlt. Auch die Sozialleistungen sind sehr gut insbesondere im Bereich Krankentaggeldversicherung, Unfallversicherung und Pensionskasse. In diesem Punkt hebt sich das Unternehmen klar von vielen anderen ab.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das toxische Arbeitsumfeld, der fehlende Rückhalt durch Vorgesetzte und die mangelnde Empathie im Umgang mit Mitarbeitenden. Es herrscht ein starker Konkurrenzdruck, Teamarbeit wird kaum gefördert und Mobbing wird ignoriert. Versprochene Entwicklungsmöglichkeiten bleiben aus, Kommunikation ist intransparent, und wer Missstände anspricht, wird schnell zum Problem gemacht. Menschlichkeit und Respekt fehlen das Wohlbefinden der Mitarbeitenden spielt keine Rolle.
Verbesserungsvorschläge
– Aufbau einer echten Feedback und Fehlerkultur, in der Mitarbeitende ernst genommen werden
– Konsequentes Vorgehen gegen Mobbing und unprofessionelles Verhalten von Vorgesetzten
– Förderung von echter Teamarbeit statt Konkurrenzdenken
– Transparente Kommunikation auf allen Ebenen
– Unterstützung bei Weiterbildungen nicht nur versprechen, sondern aktiv anbieten
– Mehr Menschlichkeit und Respekt im Umgang nicht nur Zahlen zählen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war von hohem Leistungsdruck und wenig zwischenmenschlicher Wärme geprägt. Kollegialität gab es in einigen Teams, jedoch war das Verhalten vieler Vorgesetzten distanziert und wenig unterstützend. Offene Kommunikation wurde zwar nach aussen propagiert, war intern aber kaum spürbar. Mobbing durch Vorgesetzte wurde nicht ernst genommen, was das Arbeitsklima zusätzlich belastete.
Image
Das Image von Glencore ist sowohl extern als auch intern negativ geprägt. In der Öffentlichkeit steht das Unternehmen immer wieder wegen ethisch fragwürdiger Geschäftspraktiken in der Kritik. Intern herrscht ein belastendes Arbeitsklima, das durch fehlende Führung, Mobbing und mangelnden Respekt geprägt ist. Viele Mitarbeitende sprechen hinter vorgehaltener Hand offen über ihre Unzufriedenheit.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance war kaum vorhanden. Die Erwartungen an die Erreichbarkeit waren hoch, auch ausserhalb der regulären Arbeitszeiten. Überstunden wurden als selbstverständlich angesehen und selten anerkannt oder kompensiert. Es herrschte ein unausgesprochenes Gefühl von Druck, immer „mehr“ leisten zu müssen, was auf Dauer sehr belastend war. Pausen oder Auszeiten wurden zwar offiziell toleriert, aber in der Praxis eher kritisch beäugt. Eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben war in diesem Umfeld schwer möglich.
Karriere/Weiterbildung
Es werden viele Chancen versprochen Weiterbildungen, Entwicklungsmöglichkeiten, interne Karrierewege doch in der Realität bleibt es bei leeren Worten. Unterstützung gibt es kaum, weder finanziell noch organisatorisch. Wer sich weiterentwickeln will, muss das auf eigene Faust tun, und selbst dann wird es oft nicht anerkannt. Interne Beförderungen sind selten transparent und hängen mehr von Beziehungen als von Leistung ab. Echte Förderung findet nicht statt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war überdurchschnittlich und wurde pünktlich ausbezahlt. Auch die Sozialleistungen waren sehr gut insbesondere in Bezug auf Krankentaggeldversicherung, Unfallversicherung (UVG/UVGZ) und Pensionskasse. In diesem Bereich zeigt das Unternehmen klare Stärke und bietet attraktive Konditionen im Vergleich zu vielen anderen Firmen. Viele Benefits. Gym, Essen, SBB, etc.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach aussen wird ein starkes Umwelt und Sozialbewusstsein kommuniziert, intern war davon jedoch wenig zu spüren. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung spielten im täglichen Arbeitsalltag kaum eine Rolle. Entscheidungen wurden meist aus rein wirtschaftlichen Interessen getroffen, ohne Rücksicht auf ökologische oder soziale Auswirkungen. Das Engagement wirkte mehr wie Imagepflege als echtes Anliegen, und Mitarbeitende hatten kaum Einfluss oder Mitspracherecht bei solchen Themen.
Kollegenzusammenhalt
Ein echter Teamgeist war kaum spürbar. Der Arbeitsalltag war stark von Konkurrenzdenken, Oberflächlichkeit und einem ständigen Vergleichen geprägt. Wer hat mehr erreicht, wer hat an der „besseren“ Uni studiert. Zusammenarbeit wurde selten gefördert; stattdessen herrschte Misstrauen und oft auch Falschheit im Umgang miteinander. Unterstützung durch Vorgesetzte fehlte komplett, sie kannten weder die Mitarbeitenden persönlich noch ihre Herausforderungen, und in schwierigen Situationen liessen sie einen einfach hängen. Statt eines gemeinschaftlichen Arbeitsumfelds stand klar der individuelle Vorteil im Vordergrund.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Mitarbeitenden war kritisch zu betrachten. Statt auf ihre langjährige Erfahrung zu setzen, wurde ihnen oft das Gefühl gegeben, ersetzbar zu sein. In mehreren Fällen kam es zu plötzlichen Kündigungen, ohne nachvollziehbare Gründe oder erkennbare Bemühungen zur Weiterbeschäftigung. Altersunabhängige Wertschätzung war kaum vorhanden vielmehr schien Jugend und Geschwindigkeit mehr zu zählen als Wissen und Loyalität. Dies führte zu Unsicherheit und Unruhe im Team.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten war enttäuschend und inakzeptabel. Anstatt ihre Führungsrolle wahrzunehmen, hielten sich viele komplett raus oder schauten bei offensichtlichem Mobbing einfach weg. Persönliche Anliegen wurden ignoriert, Unterstützung in schwierigen Situationen blieb aus. Kritik an Missständen wurde nicht ernst genommen, im Gegenteil: wer Probleme offen ansprach, musste mit negativen Konsequenzen rechnen. Vertrauen oder Respekt seitens der Führung war nicht spürbar. Das Verhalten war oft herablassend, distanziert und ohne jegliches Interesse an den Menschen hinter der Arbeitskraft.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren oberflächlich betrachtet modern neue Büros, technische Ausstattung auf gutem Niveau aber das war reine Fassade. Hinter den Kulissen herrschten hoher Druck, fehlende Struktur und schlechte Organisation. Es gab keine klaren Prozesse, keine ausreichende Einarbeitung und wenig Rückhalt bei Herausforderungen. Arbeitsmittel wurden bereitgestellt, aber ohne echte Unterstützung oder Schulung. Statt eines gesunden und fördernden Arbeitsumfelds dominierte Stress, Unsicherheit und das Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war oft unklar und intransparent. Entscheidungen wurden teilweise ohne ausreichende Information oder Erklärung getroffen, was zu Unsicherheit und Missverständnissen im Team führte. Feedbackgespräche fanden selten statt, und wenn doch, fehlte es häufig an Offenheit und echtem Interesse an der Meinung der Mitarbeitenden. Kritische Themen wurden eher vermieden als konstruktiv angesprochen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung war in der Theorie vorhanden, in der Praxis aber kaum spürbar.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich waren teilweise anspruchsvoll und boten die Möglichkeit, einen Einblick in internationale Prozesse zu gewinnen. Allerdings fehlte es oft an klaren Zuständigkeiten, was zu Chaos und Frustration führte. Eigeninitiative wurde zwar erwartet, aber kaum geschätzt oder gefördert. Viele Aufgaben waren repetitiv, und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Aufgabenbereichs gab es kaum. Zudem wurden interessante Projekte meist an bevorzugte Personen verteilt weniger nach Kompetenz, sondern nach Hierarchie oder persönlichen Beziehungen.