Grösste Fehler meines Berufslebens war es, bei diesem Unternehmen anzufangen. Die Erfahrungen, die ich hier gemacht habe
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind vor allem die Mitarbeitenden auf den operativen Ebenen. Viele engagierte Kolleginnen und Kollegen tragen mit ihrem Einsatz täglich dazu bei, dass das Unternehmen weiterhin funktioniert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht sind Vetternwirtschaft und persönliche Beziehungen wichtiger als Kompetenz und Leistung. Erfahrene und kompetente Führungskräfte wurden teilweise sehr kurzfristig ersetzt, während Nachfolger nicht immer über die erforderlichen Qualifikationen verfügten. Zudem fehlen aus meiner Sicht Investitionen, eine klare Unternehmensstrategie sowie moderne Ansätze wie Lean Management und eine nachhaltige Zukunftsplanung.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte wieder verstärkt auf kompetente Führungskräfte setzen, die über fachliche Erfahrung, klare Visionen und die Fähigkeit verfügen, Mitarbeitende zu motivieren und Veränderungen erfolgreich umzusetzen. Führungspositionen sollten nach Qualifikation, Leistung und nachweisbaren Ergebnissen besetzt werden, nicht allein aufgrund einer langen Betriebszugehörigkeit oder persönlicher Beziehungen.
Zudem sollte die Leistung von Führungskräften regelmäßig und transparent bewertet werden. Wer über längere Zeit keine messbaren Ergebnisse erzielt oder seiner Führungsverantwortung nicht gerecht wird, sollte konsequent ersetzt werden. Nur so können Vertrauen, Motivation und eine zukunftsorientierte Unternehmenskultur geschaffen werden.
Arbeitsatmosphäre
Vetternwirtschaft...Die Arbeitsatmosphäre wirkt chaotisch und wenig strukturiert. Statt Professionalität und klarer Führung entstehen Unsicherheiten, ineffiziente Abläufe und interne Machtkämpfe.
Image
Das Image des Unternehmens ist aus meiner Sicht sehr schlecht. Viele Mitarbeitende leben in ständiger Unsicherheit, da es immer wieder vorkommt, dass langjährige Beschäftigte ohne vorherige Kritikgespräche, klare Leistungsbeurteilungen oder nachvollziehbare Gründe kurzfristig entlassen werden. Dadurch entsteht eine Kultur der Angst, in der viele nicht wissen, ob sie am nächsten Tag noch einen Arbeitsplatz haben.
Diese Unsicherheit betrifft alle Hierarchieebenen, vom Produktionsmitarbeitenden über Maschinenbediener bis hin zu Bereichs- und PU-Leitern. Anstelle von Vertrauen, Transparenz und langfristiger Personalentwicklung herrscht häufig die Sorge vor unerwarteten personellen Entscheidungen. Dies wirkt sich negativ auf Motivation, Identifikation mit dem Unternehmen und die Arbeitgeberattraktivität aus.
Work-Life-Balance
Noch nie gehört....
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen hängen hier aus meiner Sicht weniger von Leistung, Fachkompetenz oder Engagement ab, sondern vielmehr davon, die richtigen Personen zu kennen und sich den bestehenden Strukturen anzupassen. Oft entsteht der Eindruck, dass Beförderungen und Entwicklungsmöglichkeiten nach dem Prinzip „Ich tue dir nichts, und du tust mir nichts“ vergeben werden. Leistung und eigene Initiative werden dabei nicht immer angemessen berücksichtigt, was bei vielen Mitarbeitenden zu Frustration und Demotivation führt.
Gehalt/Benefits
Gehalt durchschnittlich Altesvorsorge ist sehr gut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach Aussen versucht man sich besser zu platzieren.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden ist grundsätzlich gut. Diejenigen, die das Tagesgeschäft tragen und den Betrieb am Laufen halten, fühlen sich jedoch oft zu wenig wertgeschätzt, während wichtige Entscheidungen von Personen getroffen werden, deren Kompetenz teilweise infrage gestellt wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleginnen und Kollegen sind nur die lasten ...aus meiner Sicht nicht immer die Wertschätzung und Anerkennung, die ihrer Erfahrung und ihrem Beitrag zum Unternehmen entsprechen.
Vorgesetztenverhalten
Neue Führungskräfte wirken teilweise orientierungslos und sind für Mitarbeitende zu wenig präsent und sichtbar
Arbeitsbedingungen
In der Produktion können die Temperaturen im Sommer auf über 40 °C ansteigen.
Gleichzeitig herrscht in Bezug auf Homeoffice-Regelungen gar kein Vertrauen, sodass mobiles Arbeiten stark eingeschränkt wird.
Kommunikation
Kritische Rückmeldungen werden nicht immer offen angenommen. Häufig entsteht der Eindruck, dass vor allem positive Meinungen erwünscht sind.
Gleichberechtigung
Das Unternehmen wirkt stellenweise in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Unterschiede aufgrund von Herkunft, Nationalität oder Hierarchie werden dabei aus meiner Sicht zu stark wahrgenommen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabenbereiche haben sich über viele Jahre hinweg kaum verändert, wodurch die Tätigkeit wenig Abwechslung und Entwicklungsmöglichkeiten bietet.