Ein traditionsreiches Unternehmen im Wandel
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind die flexiblen Homeoffice-Möglichkeiten je nach Absprache mit dem Team. Zudem bieten je nach individueller Vereinbarung Komponenten wie der 13. Monatslohn und Bonusoptionen finanzielle Zusatzanreize.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das starre Meeting-Klima, der Verlust des operativen Bezugs durch Vorgesetzte sowie eine blockierende HR-Abteilung belasten den Alltag spürbar, während fehlende Chancengleichheit und intransparenz bei Salär und Beförderungen zu Frust führen. Zusätzlich erschweren der hohe Lärmpegel im Grossraumbüro, strenge IT-Einschränkungen ohne private Nutzung und kaum vorhandene Teuerungsausgleiche das Arbeitsklima, was trotz eines nach aussen guten Images zu einer angespannten Stimmung und dem Weggang vieler langjähriger Mitarbeitender geführt hat.
Verbesserungsvorschläge
Um das Unternehmen wieder zukunftsfähig und attraktiv für Mitarbeitende zu machen, sind verschiedene Massnahmen auf mehreren Ebenen ratsam. Zunächst sollte die Führungskultur gestärkt werden, indem Vorgesetzte wieder aktiver am Tagesgeschäft teilnehmen, anstatt sich in zu vielen Meetings aufzuhalten, wodurch der wichtige Bezug zur Basis verloren geht. Gleichzeitig muss der HR-Bereich als verlässliche, neutrale Anlaufstelle etabliert werden, die bei Konflikten und internen Hürden wirksam unterstützt.
Ein zentraler Hebel liegt zudem in der Personal- und Lohnthematik: Es braucht transparente Massnahmen für echte Chancengleichheit bei Beförderungen im höheren Kader sowie eine faire Entlöhnung, die durch angemessene Teuerungsausgleiche und verlässliche Bonusstrukturen das Vertrauen der Belegschaft stärkt. Um die Kluft zwischen dem nach aussen oft noch intakten Image und dem angespannten internen Klima zu schliessen, ist eine ehrliche interne Kommunikation unerlässlich. Schliesslich lässt sich der Arbeitsalltag durch gezielte Verbesserungen deutlich erleichtern, etwa durch Massnahmen zur Lärmminderung im Grossraumbüro, flexiblere Homeoffice-Regelungen und eine nutzerfreundlichere, stabilere IT-Infrastruktur.
Arbeitsatmosphäre
In den vergangenen Jahren hat sich die Unternehmensorganisation spürbar gewandelt. Prozesse und Entscheidungswege sind zunehmend meetinglastig geworden, wodurch der operative Bezug zur Basis aus Sicht vieler Mitarbeitenden teilweise in den Hintergrund getreten ist. Dies hat Auswirkungen auf die Teamdynamik und die allgemeine Motivation. Gelegentlich entstehen im Arbeitsalltag Fragen zur strategischen Ausrichtung und zu Führungsstrukturen auf verschiedenen Ebenen, während die Rolle der Personalabteilung in Veränderungsprozessen von der Belegschaft bisweilen als wenig unterstützend wahrgenommen wird.
Vorgesetztenverhalten
Die Qualität der Führung ist im Unternehmen sehr unterschiedlich ausgeprägt: Während man in einigen Abteilungen auf faire und unterstützende Vorgesetzte trifft, lässt die Führungsqualität in anderen Bereichen trotz interner Kaderweiterbildungen und Teamevents stark zu wünschen übrig. Häufig ist der Eindruck entstanden, dass bestimmte Kaderpersonen trotz formaler Schulungen für ihre Aufgaben nicht optimal geeignet sind, da das notwendige Gespür für das operative Tagesgeschäft fehlt.
Interessante Aufgaben
Die Verteilung der Arbeitslast innerhalb der Belegschaft wird im Alltag als sehr unausgewogen wahrgenommen. Während einige Mitarbeitende stark ausgelastet sind und eine hohe Belastung tragen, entsteht in anderen Bereichen der Eindruck, dass die Kapazitäten nicht optimal ausgelastet und Ressourcen unterschiedlich verteilt sind.
Gleichberechtigung
Themen wie Chancengleichheit bei Karriereschritten im höheren Kader sowie eine leistungs- und marktgerechte Entlöhnung werden aus Sicht der Belegschaft zu wenig gefördert, wodurch ein spürbares Ungleichgewicht entstanden ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Unternehmen hat in den letzten Jahren eine spürbare Fluktuation langjähriger und erfahrener Mitarbeitender verzeichnet, was unter anderem auf vermisste Wertschätzung für langjährigen Einsatz zurückgeführt wird.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeit im Grossraumbüro ist durch einen oft erhöhten Lärmpegel geprägt, wobei die Möglichkeit zum Homeoffice nach vorheriger Absprache mit dem Team und den Vorgesetzten in bestimmten Bereichen eine gewisse Entlastung bietet, es gibt auch die Möglichkeit auf Rückzug in freien Meeting-Raum. Die IT-Infrastruktur setzt konsequent auf standardisierte Windows-Geräte mit restriktiven Sicherheitsvorgaben, die keine private Nutzung erlauben, während alternative Betriebssysteme wie macOS aus Support-Gründen bestmöglichst vermieden werden. Dies führt im praktischen Arbeitsalltag gelegentlich zu technischen Einschränkungen, da nicht sämtliche Anwendungen störungsfrei laufen.
Gehalt/Benefits
Lohnanpassungen fallen in der Regel eher zurückhaltend aus, wobei Teuerungsausgleiche oft unterdurchschnittlich gewährt werden, während ein 13. Monatslohn und Bonusmöglichkeiten je nach individueller Vereinbarung geregelt sind.
Image
Während das Unternehmen nach aussen eine meist positive Aussendarstellung pflegt, wird das interne Betriebsklima von der Belegschaft bisweilen als angespannt und belastend wahrgenommen.