Unterbesetzung, Chaos in der Führung und fehlende Entwicklungsmöglichkeiten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Lohnzahlung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht finde ich, dass es keinerlei Mitarbeiterrabatte gibt – viele Konkurrenzunternehmen bieten deutlich attraktivere Vorteile. Zusätzlich ist die Präsenz der Führungskräfte im operativen Bereich gering. Unterstützung im Tagesgeschäft ist selten sichtbar; stattdessen beschränkt sich die Rolle häufig auf Kontrolle statt Mitarbeit.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Benefits für Mitarbeitende wären sinnvoll. Wichtig wäre auch, die vereinbarten Arbeitszeiten einzuhalten und Teilzeitstellen so zu gestalten, dass sie wirklich entlastend wirken. Zusätzlich sollte mehr Personal eingestellt oder eingeplant werden, anstatt mit einer chronischen Unterbesetzung Kosten sparen zu wollen, da dies die Belastung erheblich erhöht.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist häufig belastend. Innerhalb des Teams gibt es einzelne Kolleg:innen, mit denen man sich gut austauschen kann, jedoch fehlt es seitens der Vorgesetzten an Wertschätzung und Anerkennung. Lob oder Dank kommen selten vor, was in Kombination mit dem hohen Kundenstress zu einer angespannten Grundstimmung führt.
Image
Das interne Arbeitgeberimage ist belastet. Viele Mitarbeitende berichten von Unzufriedenheit oder Ungerechtigkeiten, was zu einer überwiegend negativen Grundstimmung führt. Diese Wahrnehmung wird teamübergreifend geteilt und wirkt sich auf das Betriebsklima aus.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance leidet darunter, dass Teilzeitangestellte häufig über fünf einzelne Tage eingeteilt werden. Dies entspricht vom Gefühl her eher einem Vollzeitpensum und widerspricht dem Zweck einer Teilzeitstelle. Zusätzlich führt der regelmässige Personalmangel dazu, dass Mitarbeitende spontan Überstunden leisten müssen. Wer diese abbauen möchte, landet schnell wieder im Minus – ein Kreislauf, der sich dauerhaft belastend auswirkt.
Karriere/Weiterbildung
Im Bereich Weiterbildung fehlt ein klares Konzept. Mitarbeitende an der Kasse werden nur minimal eingearbeitet und verfügen selten über die notwendigen Informationen, um Kundenanfragen effizient zu beantworten. Die fehlende Struktur führt zu unnötigen Rückfragen und längeren Bearbeitungszeiten.
Gehalt/Benefits
Die Entlöhnung bewegt sich auf Mindestlohnbasis. Unabhängig von Ausbildung oder Erfahrung gibt es kaum Entwicklung beim Gehalt, und Anfragen zu Lohnerhöhungen werden meist abgelehnt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Bereich Umwelt- und Sozialbewusstsein hält sich das Unternehmen an die gesetzlichen Vorgaben. Es wird darauf geachtet, jedoch scheint der Fokus eher auf der Erfüllung der Mindeststandards zu liegen. Immerhin wird dieser Bereich konsequent eingehalten.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt zwischen den Abteilungen ist ausbaufähig. Unterstützung wird oft verweigert oder mit dem Hinweis abgelehnt, dass etwas ‚nicht die eigene Aufgabe‘ sei. Anfragen werden teilweise unfreundlich oder abweisend behandelt, was besonders im Kassenbereich zu zusätzlichem Stress und längeren Wartezeiten führt.
Umgang mit älteren Kollegen
Eigene Erfahrungen im Umgang mit älteren Mitarbeitenden habe ich nicht, jedoch ist mir aufgefallen, dass über ältere Kolleg:innen teilweise abfällig gesprochen wird. Das wirkt unprofessionell und beeinträchtigt das Miteinander.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten ist wenig stabil und oft abhängig von der jeweiligen Stimmung. Mitarbeitende werden teilweise ignoriert, während in anderen Momenten unnötig kritisch reagiert wird. Hinzu kommt, dass Anweisungen sich regelmässig widersprechen – zuerst wird mehr Austausch verlangt, kurz darauf heisst es, man solle weniger miteinander reden. Diese Instabilität erschwert eine professionelle Zusammenarbeit.
Arbeitsbedingungen
Die technischen Arbeitsbedingungen entsprechen häufig nicht den Anforderungen des Tagesgeschäfts. Mehrere Geräte (z. B. Wiegedrucker, Scanner, Zebra-Geräte) sind regelmässig defekt oder arbeiten sehr langsam, was die Effizienz an der Kasse deutlich beeinträchtigt. Durch fehlende Wartung oder verzögerte Reparaturen müssen Mitarbeitende immer wieder improvisieren, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist unausgeglichen. Informationen zu neuen Regelungen oder Abläufen werden zwar zuverlässig geteilt (häufig über interne Gruppenkanäle), jedoch werden Anliegen, Rückfragen oder Probleme der Mitarbeitenden oft nur verzögert oder gar nicht beantwortet.
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung ist nicht durchgehend gegeben. Bestimmte Mitarbeitende scheinen bevorzugt zu werden, während andere kaum Beachtung finden. Zudem entsteht der Eindruck, dass persönliche Beziehungen zu Teamleitung oder Assistenz teilweise zu Vorteilen führen.
Interessante Aufgaben
Die Tätigkeiten an der Kasse sind sehr einseitig und wenig anspruchsvoll. Der Ablauf ist täglich derselbe (begrüssen, scannen, kassieren, verabschieden), wodurch kaum Vielfalt oder Entwicklungsmöglichkeiten entstehen.