4 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich habe keine konkreten Verbesserungsvorschläge, da mein Einblick dafür zu kurz war. Es gibt jedoch einige Punkte, die mich während des Bewerbungsgesprächs und beim Schnuppern beschäftigt haben und die ich gerne rückmelden möchte.
Ich durfte zwei Standorte kennenlernen – einen in der Stadt und einen ausserhalb der Stadt.
Den Standort in der Stadt habe ich als sehr lebendig, laut und teilweise unruhig erlebt. Es gab viel Freispiel und eher wenige erkennbare Sequenzen oder Strukturen. Eine Mitarbeiterin, die bereits lange dort arbeitet, hat mich durch den Tag begleitet. Ihre Erfahrung hat man gemerkt. Sie hatte einen guten Umgang mit den Kindern und hat vieles mit ihnen gemacht. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass sehr viel gleichzeitig lief. Es waren viele Kinder da, es war laut und teilweise sassen Mitarbeitende in Grüppchen am Boden und unterhielten sich. Für mich persönlich war es zu viel Unruhe und ich habe in einigen Situationen die pädagogische Präsenz vermisst.
Sehr stark wahrgenommen habe ich zudem die Präsenz der Krippenleitung. Sie war im pädagogischen Alltag sehr eng dabei. Während ich mit der pädagogischen Fachperson mitlief und diese mir den Alltag zeigte und erklärte, kam es immer wieder vor, dass die Krippenleitung hinterherkam und sie hinterfragte: „Hast du auch alles gesagt?“, „Warum hast du das so gesagt?“ oder „Dazu habe ich noch eine Ergänzung.“
Das hat mich sehr irritiert. Die pädagogischen Fachpersonen haben eine entsprechende Ausbildung absolviert, kennen ihren Alltag und verfügen über das nötige Fachwissen. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie auch in der Lage sind, mir ihren pädagogischen Alltag selbstständig zu zeigen und zu erklären. Durch die wiederholten Eingriffe der Krippenleitung wurde es für mein Empfinden eher noch unruhiger und chaotischer. Da kam bei mir zum ersten Mal der Gedanke auf, ob ich in einem solchen Umfeld arbeiten möchte.
Anschliessend durfte ich zum zweiten Standort wechseln. Auch dort wurde ich sehr eng begleitet. Es wurde beispielsweise angerufen und nachgefragt, ob ich gut angekommen sei und worauf vor Ort noch geachtet werden solle.
Am zweiten Standort hatte ich zunächst ein richtiges Wow-Erlebnis. Die Räumlichkeiten haben mich sehr beeindruckt. Alles war mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Es war nicht überladen, sondern warm, harmonisch und gemütlich. Die Kuschelecken mit den kleinen Lichtern, das Schlafzimmer mit den vorbereiteten Bettchen und die verschiedenen Spielmöglichkeiten – für mich hat dort vieles einfach gestimmt.
Auch dort hat mich eine pädagogische Fachperson durch den Alltag begleitet, die bereits lange dort arbeitet. Das hat man sofort gemerkt. Ihr pädagogisches Know-how hat mich wirklich beeindruckt. Sie führte die Kindergruppe mit sehr viel Ruhe, Liebe und Klarheit. Die Kinder hörten ihr zu und respektierten sie. Natürlich testeten auch sie ihre Grenzen, aber diese wurden klar und ruhig gesetzt. Es waren auch dort viele Kinder anwesend, gerade im Verhältnis zur Personalsituation. Trotzdem wirkte die Gruppe auf mich harmonisch und gut geführt.
Eine Situation hat mich besonders beeindruckt. Ich war vorne mit ihr und einigen Kindern und wir spielten Memory. Im Schlafzimmer waren währenddessen die grösseren Kindergartenkinder und durften dort ihr Rollenspiel ausleben. Sie hatten Höhlen gebaut, spielten Küche und hatten dafür gefühlt die halbe Krippe nach hinten genommen. Sie waren ungefähr eine Stunde lang völlig vertieft und beschäftigt.
Die Fachperson konnte die Kinder von vorne nicht sehen, die Tür war jedoch offen. Plötzlich sagte sie zu mir: „Könntest du bitte kurz nach hinten schauen? Ich habe das Gefühl, dort gibt es gleich Streit.“
Ich ging nach hinten und genau in dem Moment, als ich dort ankam, entstand tatsächlich eine Diskussion und daraus ein Streit.
Das hat mich unglaublich beeindruckt. Sie hat die Kinder nicht gesehen, war vorne beim Memoryspiel präsent und hatte trotzdem mit einem Ohr wahrgenommen, was hinten in der Gruppe passierte. Für mich ist genau das pädagogische Arbeit und pädagogische Präsenz. Das kann nicht jeder, und das hat mich wirklich fasziniert.
Auch die Art, wie sie Geschichten erzählte, ist mir geblieben. Über den Mittag erzählte sie den Kindern Geschichten und ich hätte mich am liebsten mit einem Kakao dazugesetzt und einfach zugehört. Es war schön zu sehen, dass es solche Pädagoginnen und Pädagogen gibt. Gleichzeitig war sie durchaus strukturiert. Man merkte, dass es klare Regeln gab, die eingehalten werden mussten. Trotzdem war die Atmosphäre harmonisch, ruhig und liebevoll.
Dann kam die Krippenleitung dazu. Sie kam sehr präsent in die Situation hinein und begann erneut, die pädagogische Fachperson vor mir zu hinterfragen: „Hast du das gesagt?“, „Hast du das auch erwähnt?“, „Warum hast du das so gesagt?“ oder „Dazu habe ich noch eine Ergänzung.“
Da entstand bei mir ein grosses Fragezeichen. Ich hatte gerade eine sehr kompetente Pädagogin erlebt, die ihre Gruppe mit viel Fachwissen und ei
Juni 2024
Ich durfte an beiden Standorten der Kita schnuppern und konnte mir dadurch ein gutes Bild machen.
Der erste Standort, näher im Stadtzentrum gelegen, wirkte auf mich sehr lebendig und trubelig, was seine ganz eigene Dynamik hatte. Der zweite Standort war stadtnah, aber spürbar ruhiger, naturnaher und entspannter. Persönlich fühlte ich mich dort stärker angesprochen, weil ich mich besser mit der Umgebung und der ruhigeren Atmosphäre verbinden konnte.
Besonders positiv ist mir am zweiten Standort der Umgang mit den Kindern aufgefallen. Es herrschte eine spürbar harmonische Atmosphäre. Man merkte, dass langjährige Mitarbeiter im Haus sind , welches mit viel Erfahrung, Engagement und Herzblut arbeitet. Das war für mich sehr beeindruckend und angenehm. Etwas herausfordernd empfand ich jedoch die Begleitung durch die Leitung während meines Schnuppertages. Auch wenn ich es schätze, dass man sich Zeit für mich nehmen wollte, habe ich dies nicht als hilfreich erlebt. Die Leitung war bei fast jedem Gespräch mit Fachpersonen präsent, unterbrach diese Gespräche häufig und stellte kritische Rückfragen, ob auch wirklich alles richtig gesagt worden sei. Das wirkte auf mich eher kontrollierend als unterstützend. Ich hatte den Eindruck, dass dadurch das Team sehr genervt war. Ich verstand nicht warum sie stetig eingegriffen hat. Meiner Meinung nach war das Pädagogische fachpersonal, die Praktikanten so wie die Lernenden sehr kompetent.
Ein weiterer Punkt, der mich in meiner Entscheidung beeinflusst hat, war die lange Wartezeit, bis ich überhaupt eine Rückmeldung auf meine Bewerbung erhalten habe das erste Gespräch hat sich deutlich verzögert, und über längere Zeit meldete sich niemand. Insgesamt hat sich dadurch bei mir das Gefühl verfestigt, dass ich mich in dieser Einrichtung nicht gut aufgehoben oder willkommen fühlen würde.
Ich habe mich letztlich gegen die Kita entschieden, weil ich mir einen Arbeitsort wünsche, an dem Vertrauen und Wertschätzung im Alltag spürbar sind ohne ständiges Kontrollieren oder Korrigieren.
Am Hauptstandort gab es wenig pädagogische Struktur. Im Vergleich zu einer gut organisierten Kita war diese Kita anders – das muss man mögen.