Nur die Zahlen müssen stimmen
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Es ist verhältnismässig abwechslungsreich, da man nicht nur den ganzen Tag an der Theke steht, sondern auch viele andere Aufgaben erledigen muss.
- Man kennt alle Vorgesetzten persönlich.
- Die meisten Mitarbeitende sind sehr nett, hilfsbereit und gute Arbeitskollegen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlussendlich müssen immer die Zahlen stimmen, das physische und psychische Wohlergehen der Arbeitnehmenden ist zweitrangig.
Probleme werden schöngeredet und für Kritik seitens Mitarbeiter gibt es kaum Gefässe.
Entscheidungen werden immer von oben herab gefällt, ohne die Erfahrungen, Bedenken oder Meinungen der Leute hinter der Verkaufstheke einzubeziehen.
Verbesserungsvorschläge
Es braucht dringend ein besseres System für die Arbeitsplanung.
Es sollte bei einem Unternehmen in dieser Grösse (über 10 Filialen) nicht vorkommen, dass alle Stricke reissen, sobald einige Mitarbeitende krankgeschrieben sind.
Arbeitsatmosphäre
Das kommt ganz aufs jeweilige Team der Filiale an.
Image
Die Firma hat von aussen einen relativ guten Ruf.
Work-Life-Balance
Solange alle gesund sind, ist es okay. Man nimmt die Arbeit nicht mit nach Hause. Wenn aber jemand krankheitshalber ausfällt, bekommt man auch mal um 21:30 noch einen Anruf, ob man denn nicht einspringen könne.
Karriere/Weiterbildung
Man kann in die Position der Filialleitung aufsteigen, wenn man Wille zeigt und genug oft zu allem "ja" sagt.
Für "normale" Mitarbeitende gibt es aber kaum Weiterbildungen oder Schulungen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist an der unteren Grenze für die Spanne von Aufgaben, die man übermehmen muss.
Die Sozialleistungen sind nicht gut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wenig Food-Waste, weil es weitergegeben wird und viele IP-Suisse Produkte. Die Recyclingsmöglichkeiten für Abfälle sollte jedoch an ausgebaut werden
Vorgesetztenverhalten
Gewisse Führungskräfte sind zu wenig geschult oder haben zu wenig Erfahrung für ihre Positionen.
Die direkten Vorgesetzten unterstützen nicht ihr Team, sondern verteitigen häufig alle Entscheide, die von oben herab kommen. Es werden zu viele "Ja-Sager" als Führungskräfte eingesetzt.
Arbeitsbedingungen
Strenge, stressige Arbeit und schleichende Zunahme der Aufgaben mit tiefem Gehalt und schlechter Altersvorsorge.
Zudem arbeitet man oft in engen Verhältnissen, was gesundes Heben von schweren Kisten unmöglich macht. Mehrere Mitarbeitende haben Rücken- und Handgelenkprobleme von repetitiven Bewegungen.
Auf dem Papier alles legitim. Sobald aber jemand oder mehrere Personen ausfallen, werden Arbeitsgesetzte missachtet. 11- und 12-stündige Schichten mit nur 15 Minuten Pause, Mitarbeitende, die bis zu 14 Tagen am Stück arbeiten, Ruhezeiten zwischen Früh- und Spätschicht, die nicht eingehalten werden, etc.
Kommunikation
Die Kommunikation erfolgt mehrheitlich über eine eigene App, die oft sehr langsam ist. Allgemeine Infos werden auf der App als Newsletter versendet. Einen Kanal, dass Mitarbeitende (konstruktive) Kritik abgeben können, gibt es nicht wirklich oder ist kompliziert. Von direkten Vorgesetzten werden Probleme oft nur belächelt oder nicht ernst genommen.