Hohe Fluktuation, fragwürdige Strategie und ein Kulturwandel weg von Vertrauen hin zu strikter Kontrolle.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Management setzt zunehmend auf eine Kultur der totalen Kontrolle statt auf das Vertrauen in die Eigenverantwortung der Belegschaft. Durch diese Art der Unternehmensführung fühlen sich engagierte Mitarbeitende zunehmend als reine Ausführungsorgane wahrgenommen, was das einst geschätzte Arbeitsklima nachhaltig beschädigt. Dieser Wandel hin zu einem Klima des systematischen Misstrauens entzieht der täglichen Zusammenarbeit die notwendige Basis für echte Motivation und langfristige Loyalität.
Verbesserungsvorschläge
Hört auf, euch hinter den Begriffen wie der „ifolor Academy“ (braucht niemand) oder schönen Compliance-Floskeln zu verstecken. Wer im Raum Kreuzlingen im Jahr 2026 hochqualifizierte Leute halten will, muss sie wie erwachsene Menschen behandeln. Tauscht die Kontrollklauseln im Homeoffice-Reglement und die einseitigen Arbeitszeitdiktate wieder gegen echtes Vertrauen ein.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Betrieb hat sich spürbar gewandelt. Statt partnerschaftlicher Zusammenarbeit auf Augenhöhe fühlt man sich zunehmend kontrolliert und in starre Raster gepresst.
Image
Das Image des Unternehmens in der Region hat imens nachgelssen. Der markante Vertrauensverlust durch das Management und der fragwürdige Umgang mit (auch langjährigen) Mitarbeitenden ist mittlerweile weit über die Unternehmensgrenzen hinaus bekannt. Wenn man heute in der Region erzählt, wo man tätig ist, lautet die häufigste Reaktion ungläubig: "Da arbeitest du noch?".
Work-Life-Balance
Die einstige Flexibilität wird zunehmend durch ein starres Korsett aus Blockzeiten und einseitigen, kurzfristigen und nicht begründeten Arbeitszeitanpassungen für ganze Abteilungen ersetzt, wie die kurzfristig mitgeteilte Erhöhung der verpflichtenden Präsenzzeit im Marketing von 40 % auf 60 %, mit einer Anwesenheit an mindestens drei Tagen pro Woche. Diese Entscheidung untergräbt das Vertrauen in die Eigenverantwortung massiv, da persönliche Planungen sowie eine gesunde Work-Life-Balance der wachsenden Kontrolllust des Managements erneut untergeordnet werden.
Karriere/Weiterbildung
Das Thema Karriere und Weiterbildung ist bei Ifolor leider zu einer reinen Alibiveranstaltung verkommen. Die sogenannte ‚ifolor Academy‘ dient nach außen hin als glänzendes Feigenblatt, entpuppt sich im internen Alltag jedoch als inhaltlich substanzloses Konstrukt, das keinerlei echten Mehrwert für die berufliche Entwicklung bietet. Von einer echten internen Karriere kann zudem keine Rede sein, da die Personalfluktuation extrem hoch ist: Ein Großteil der Belegschaft verlässt das Unternehmen entweder aus eigener Initiative nach wenigen Monaten wieder oder wird aufgrund der sprunghaften Strategie gleich ganz aus dem Betrieb entlassen, was nachhaltigen Kompetenzaufbau unmöglich macht..
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit langjährigen Mitarbeitenden, die kurz vor dem Ruhestand entlassen wurden, hat das Vertrauen in die moralischen Werte der Geschäftsleitung massiv erschüttert und zeigt, dass die eigene Belegschaft für das Unternehmen leider nur noch als reiner Kostenfaktor und nicht als wertvoller Teil der Firma wahrgenommen wird.
Vorgesetztenverhalten
Die HR-Abteilung und die Führungskräfte verstehen sich immer weniger als Unterstützer, sondern primär als Kontrollinstanz.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen haben sich durch eine zunehmende Reglementierung und starre Präsenzvorgaben in Richtung einer Kultur der Kontrolle entwickelt, was den Spielraum für Eigenverantwortung und flexibles Arbeiten spürbar einschränkt.
Kommunikation
In Sachen Kommunikation herrscht ein Totalausfall. Der offizielle Informationsfluss ist so lückenhaft, dass der Flurfunk zur einzigen verlässlichen – und leider auch schnellsten – Nachrichtenquelle geworden ist. Diese Unzuverlässigkeit spiegelt sich in einer extremen operativen Sprunghaftigkeit wider, bei der strategische Prioritäten oft nach nur drei Tagen wieder komplett verworfen werden, was das Vertrauen in die Führungsebene endgültig zerstört. Die Townhall-Meetings sind lediglich eine inhaltsleere Kulisse, um strategische Orientierungslosigkeit hinter heisser Luft zu verbergen.
