Führungskultur voller Angst und Unsicherheit
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt interessante Aufgaben und engagierte Kollegen. Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden ist teilweise gut.
Das Unternehmen hat aus meiner Sicht durchaus Potenzial. Eine Verbesserung der Führungskultur könnte dieses Potenzial deutlich besser zur Geltung bringen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die fehlende psychologische Sicherheit ist für mich einer der grössten Kritikpunkte.
Es sollte möglich sein, eine andere Meinung zu haben, Fragen zu stellen, Fehler zuzugeben oder Kritik zu äussern, ohne Angst vor negativen Konsequenzen zu haben.
Teilweise entsteht jedoch der Eindruck einer Angstkultur statt einer Vertrauenskultur.
Das führt langfristig dazu, dass Mitarbeitende eher schweigen, Probleme nicht ansprechen und versuchen, möglichst wenig aufzufallen. Das kann weder für Mitarbeitende noch für ein Unternehmen gesund sein.
Verbesserungsvorschläge
Der wichtigste Punkt wäre aus meiner Sicht, eine echte Kultur der psychologischen Sicherheit aufzubauen.
Dazu gehören:
* Offene und transparente Kommunikation
* Respektvoller Umgang auf allen Ebenen
* Konstruktives statt einschüchterndes Feedback
* Die Möglichkeit, Kritik ohne Angst zu äussern
* Fehler als Lernmöglichkeiten statt als persönliche Schwäche behandeln
* Entscheidungen nachvollziehbarer kommunizieren
* Mitarbeitende unabhängig von persönlichen Sympathien fair behandeln
* Mehr Vertrauen und weniger Kontrolle
* Führungskräfte stärker auf ihren Umgang mit Mitarbeitenden reflektieren lassen
* Eine Unternehmenskultur fördern, in der unterschiedliche Meinungen ausdrücklich erlaubt sind
Arbeitsatmosphäre
Sehr kritisch. Die Arbeitsatmosphäre ist aus meiner Sicht von Unsicherheit und teilweise auch von Angst geprägt. Es fehlt an dem Gefühl, offen sprechen, Fragen stellen oder auch einmal anderer Meinung sein zu können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.
Eine gesunde Arbeitsatmosphäre sollte Vertrauen, Respekt und gegenseitige Unterstützung fördern. Hier sehe ich deutliches Verbesserungspotenzial.
Image
Der äussere Eindruck eines Unternehmens und die interne Wahrnehmung können unterschiedlich sein. Aus meiner Sicht sollte stärker darauf geachtet werden, dass die tatsächlich gelebte Unternehmenskultur mit den nach aussen vermittelten Werten übereinstimmt.
Work-Life-Balance
Eher schlecht. Psychologische Sicherheit gehört für mich zu einer guten Work-Life-Balance dazu. Wenn die Arbeit von Unsicherheit oder der Sorge vor negativen Konsequenzen begleitet wird, wirkt sich das zwangsläufig auch auf die persönliche Erholung aus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Schwer einzuschätzen. Für mich beginnt soziale Verantwortung bei den eigenen Mitarbeitenden. Ein Unternehmen sollte seine Werte nicht nur nach aussen kommunizieren, sondern auch im täglichen Umgang miteinander leben.
Vorgesetztenverhalten
Sehr kritisch. Führung sollte Vertrauen schaffen und Orientierung geben. Stattdessen entsteht teilweise der Eindruck, dass Mitarbeitende eher vorsichtig sein müssen, was sie sagen und wie sie ihre Meinung äussern.
Für mich ist das ein Zeichen einer fehlenden psychologischen Sicherheit.
Eine gute Führungskraft sollte Kritik zulassen, Fehler als Lernmöglichkeit betrachten und Mitarbeitende respektvoll behandeln. Angst sollte niemals ein Führungsinstrument sein.
Arbeitsbedingungen
Kritisch. Arbeitsbedingungen bestehen nicht nur aus Arbeitsplatz, Aufgaben und Gehalt. Respekt, Vertrauen, Fairness und psychologische Sicherheit sind genauso wichtig.
Kommunikation
Kritisch. Die Kommunikation könnte deutlich transparenter und offener sein. Informationen und Entscheidungen sind nicht immer ausreichend nachvollziehbar.
Aus meiner Sicht fehlt teilweise eine offene Feedbackkultur. Mitarbeitende sollten das Gefühl haben, dass ihre Meinung ernst genommen wird und dass auch kritische Rückmeldungen willkommen sind.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt allein kann eine fehlende Wertschätzung oder eine problematische Unternehmenskultur nicht ausgleichen.
Gleichberechtigung
Kritisch. Eine moderne Unternehmenskultur sollte allen Mitarbeitenden die gleiche Möglichkeit geben, sich einzubringen und beruflich zu entwickeln.
Aus meiner Sicht sollte stärker darauf geachtet werden, dass persönliche Wahrnehmungen und interne Dynamiken keinen Einfluss darauf haben, wie Mitarbeitende behandelt und beurteilt werden.