Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

IMPORT 
PARFUMERIE
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Grosse Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebter Realität

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei IMPORT PARFUMERIE in Winterthur gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Grundidee des Unternehmens, hochwertige Produkte mit Nachhaltigkeitsanspruch zu kombinieren, ist positiv. Auch der Kollegenzusammenhalt in einzelnen Teams kann sehr unterstützend sein. Das Gleitzeitsystem sowie die Möglichkeit zu Homeoffice – sofern genutzt – bieten grundsätzlich eine moderne Arbeitsstruktur. Zudem sind die internen Kommunikationsmittel technisch auf einem guten Stand. Das Unternehmen hat Potenzial, wenn es intern genauso konsequent handelt, wie es sich extern präsentiert.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Diskrepanz zwischen externem Image und interner Realität ist deutlich spürbar. Viele interne Prozesse wirken unausgereift oder wenig durchdacht, was die tägliche Arbeit erschwert und zusätzliche Belastung verursacht. Führungspersonen werden nicht immer nach Kompetenz oder Erfahrung eingesetzt, was das Vertrauen belastet. Wertschätzung, Förderung und Transparenz fehlen in vielen Bereichen, ebenso wie eine klare, faire Entwicklungsperspektive. Kritik wird selten ernst genommen, stattdessen herrscht ein hoher Leistungsdruck – bei gleichzeitig fehlender Anerkennung.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte den Fokus stärker auf eine konstruktive, transparente Führungskultur legen – mit echtem Interesse an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden. Führungspersonen sollten nach fachlicher und menschlicher Eignung eingesetzt und regelmässig geschult werden. Wertschätzung, Vertrauen und offene Kommunikation sollten nicht nur kommuniziert, sondern auch aktiv gelebt werden. Die Arbeitslast müsste realistischer verteilt und Weiterbildungen gezielt gefördert werden – besonders dann, wenn sie intern beworben werden. Prozesse sollten konsequenter digitalisiert und bestehende Systeme sinnvoll genutzt werden, um unnötige manuelle Aufwände zu vermeiden. Zudem wäre es wünschenswert, wenn moderne Arbeitsformen wie Homeoffice gleichwertig anerkannt und nicht unterschwellig kritisiert würden. Insgesamt wäre mehr Konsequenz zwischen interner Praxis und externer Darstellung wichtig, um Glaubwürdigkeit und Motivation langfristig zu stärken.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist angespannt. Wertschätzung durch Vorgesetzte bleibt oft aus, Lob wird selten ausgesprochen. Es mangelt an Fairness und Vertrauen – sowohl auf direkter Führungsebene als auch darüber hinaus. Mitarbeitende werden kaum gefördert oder in ihrer Entwicklung unterstützt. Statt fachlicher Kompetenz werden teils Führungskräfte eingesetzt, die weder über Erfahrung noch Führungsqualitäten verfügen – ihre Positionen werden dennoch toleriert. Das trägt zu einem toxischen Umfeld bei.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die ineffiziente Arbeitsweise: Statt vorhandene Systeme sinnvoll zu nutzen, werden vermehrt manuelle Prozesse eingeführt – ein klarer Rückschritt. Diese Entwicklung zeigt, dass die neue Geschäftsführung kaum Verständnis für moderne, prozessorientierte Strukturen hat. Hinzu kommen unnötige Einmischungen in andere Aufgabenbereiche, was die Zusammenarbeit zusätzlich erschwert. Die hohe Fluktuation wird nicht thematisiert – von einem Unternehmen wie Coop würde man deutlich mehr Engagement und strategisches Denken erwarten. Auch von oberster Führungsebene wären klare Impulse zur Verbesserung des Klimas wünschenswert.

Kommunikation

Die Kommunikation ist oft intransparent und unstrukturiert. Wichtige Informationen werden intern nur selektiv oder verspätet weitergegeben. Entscheidungen erfolgen häufig ohne Einbezug der Betroffenen, was zu Frust führt. Nach aussen wird gezielt nur das kommuniziert, was ins gewünschte Bild passt. Intern hängt die Kommunikation stark von Sympathien ab – bestimmte Personen werden bevorzugt informiert, andere übergangen. Zudem wurde zugelassen, dass unerfahrene Vorgesetzte Mitarbeitende beurteilen – was nicht nur unfair wirkt, sondern auch das Vertrauen weiter schwächt. Es fehlt an klaren Prozessen, ehrlichem Austausch und dem ernsthaften Willen, Feedback wirklich aufzunehmen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt variiert je nach Team. In einigen Bereichen funktioniert die Zusammenarbeit gut, in anderen erschweren Misstrauen oder unterschwellige Spannungen das Miteinander.
Vorgesetzte fördern teils aktiv Konkurrenzdenken – selbst dort, wo es unter den Mitarbeitenden ursprünglich nicht vorhanden war. Zwar werden regelmässige Teamworkshops durchgeführt, doch die geäußerten Rückmeldungen werden weder ernst genommen noch umgesetzt. So entsteht kein nachhaltiger Zusammenhalt, und ein echtes Wir-Gefühl bleibt aus.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist unausgewogen. Zwar gibt es offiziell Gleitzeiten, diese werden jedoch oft nicht berücksichtigt – etwa durch kurzfristige Montagmorgen-Meetings um 8 Uhr oder regelmässige Meetings über die Mittagszeit. Überstunden sind an der Tagesordnung und die Arbeitslast ist klar zu hoch. Wer sich weiterbilden möchte, wird teilweise sogar aktiv davon abgeraten – mit der Begründung, es sei zeitlich nicht machbar. Der Druck ist spürbar, und die Führung ist sich dessen durchaus bewusst, unternimmt jedoch nichts, um die Situation zu verbessern. Flexible Arbeitsmodelle existieren meist nur auf dem Papier.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten lässt in vielen Punkten zu wünschen übrig. Wertschätzung, Transparenz und Vertrauen fehlen oft. Entscheidungen werden über die Köpfe der Mitarbeitenden hinweg getroffen, Rückmeldungen werden selten ernst genommen. Kritik wird ungern gehört, stattdessen wird Druck aufgebaut oder versucht, Kontrolle auszuüben. Zudem entsteht der Eindruck, dass einzelne Personen mit gutem Draht zur obersten Führungsebene in gewissen Situationen bevorzugt behandelt wurden – was intern für Unverständnis sorgt. Mitarbeitende fühlen sich dadurch klein gehalten statt gestärkt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich bringen durchaus Potenzial mit sich und könnten sowohl abwechslungsreich als auch herausfordernd sein. Leider geht vieles davon im Alltagschaos und in unklar definierten Prozessen unter. Eigeninitiative wird offiziell begrüsst, in der Praxis jedoch oft gebremst – insbesondere dann, wenn sie nicht mit den Vorstellungen einzelner Vorgesetzter übereinstimmt. Aufgaben werden teilweise ungleich verteilt oder abgeschoben, während andere Bereiche übermässig kontrolliert werden. Fachliche Unsicherheiten auf Führungsebene führen vereinzelt dazu, dass Entscheidungen zögerlich oder wenig lösungsorientiert getroffen werden. In gewissen Fällen werden vorschnell Grenzen kommuniziert – nicht weil es objektiv nicht möglich wäre, sondern weil intern keine Bereitschaft besteht, sich damit vertieft auseinanderzusetzen. So verlieren auch interessante Aufgaben an Wirkung und Entwicklungspotenzial.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung ist offiziell ein Thema, in der Realität jedoch nicht konsequent umgesetzt. Es entsteht der Eindruck, dass Sympathie, persönliche Nähe zu Vorgesetzten oder emotionale Einflussnahme mehr zählen als Leistung oder Qualifikation. Chancen werden nicht immer fair verteilt, und Entwicklungsmöglichkeiten hängen stark davon ab, wie gut man sich in interne Strukturen einfügt. Eine transparente, objektive Beurteilung ist nicht in allen Fällen erkennbar.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind grundsätzlich solide, in der praktischen Umsetzung bestehen jedoch gewisse Verbesserungspotenziale. Die technische Ausstattung sowie bestehende Systeme wären vorhanden, werden jedoch nicht durchgängig effizient genutzt, was vereinzelt zu erhöhtem manuellen Aufwand führt. Die Arbeitsplatzgestaltung ist funktional, jedoch wenig auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden ausgerichtet. Homeoffice ist offiziell möglich, wird jedoch nicht aktiv unterstützt. Teilweise entsteht der Eindruck, dass moderne Arbeitsformen intern noch nicht vollständig etabliert oder gleichwertig anerkannt sind.
Bei externen Terminen wird eine gewisse Produktivität während der Anreise erwartet. Zudem kann es in Einzelfällen vorkommen, dass im Rahmen der Zeitabrechnung bestimmte Vorgaben gemacht werden, die nicht immer die tatsächliche Arbeitszeit widerspiegeln. Auch Faktoren wie hohe Arbeitslast, fehlende Rückzugsmöglichkeiten oder herausfordernde klimatische Bedingungen am Arbeitsplatz wirken sich auf das tägliche Arbeiten aus.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach aussen wird ein starkes Umwelt- und Sozialbewusstsein kommuniziert, intern ist davon jedoch nicht alles spürbar. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind zwar Teil der Unternehmensstrategie, werden aber nicht in allen Bereichen konsequent gelebt. Prozesse und Entscheidungen orientieren sich oft stärker an kurzfristiger Effizienz als an langfristigem Umwelt- oder Sozialnutzen. Das Potenzial für einen authentischeren und durchgängigen Umgang mit diesen Themen wäre definitiv vorhanden.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt steht in keinem angemessenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit. Aufwand und Ertrag stimmen nicht überein – insbesondere, wenn man die Verantwortung berücksichtigt, die teilweise deutlich über das übliche Mass hinausgeht. In einzelnen Fällen würde die tatsächliche Belastung einen deutlich höheren, wenn nicht sogar doppelten Lohn rechtfertigen. Die Sozialleistungen bewegen sich auf branchenüblichem Mindestniveau, freiwillige Zusatzleistungen sind kaum vorhanden. Zudem fehlt es an Transparenz bei Lohnentwicklungen sowie an nachvollziehbaren Kriterien für Anpassungen. Vereinzelt kam es vor, dass Mitarbeitenden nach ihrer Kündigung kleinere Minussaldi angerechnet wurden – trotz ihres Engagements und der spürbaren Mehrbelastung im Alltag. Eine ausgewogenere und nachvollziehbare Vergütungspraxis wäre an dieser Stelle wünschenswert.

Image

Nach aussen wird ein positives, modernes und mitarbeiterorientiertes Image gepflegt. Intern weicht die gelebte Realität jedoch in vielen Punkten davon ab. Zwischen Kommunikation und tatsächlichem Handeln besteht häufig eine spürbare Diskrepanz. Viele Mitarbeitende nehmen das Unternehmen intern deutlich kritischer wahr, als es das öffentliche Bild vermuten lässt.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind theoretisch vorhanden, werden in der Praxis jedoch nur selten aktiv gefördert. Wer Eigeninitiative zeigt und sich weiterentwickeln möchte, stösst häufig auf zeitliche oder strukturelle Hürden. In einzelnen Fällen wurde sogar von Weiterbildungen abgeraten – mit dem Hinweis, dass sie sich nicht mit dem Arbeitspensum vereinbaren liessen. Interne Entwicklung wird eher zufällig als gezielt unterstützt, klare Perspektiven oder Förderpläne fehlen. Gerade wenn Förderung und Entwicklung aktiv kommuniziert werden, würde man von einem Tochterunternehmen der Coop-Gruppe mehr Konsequenz und tatsächliche Umsetzung erwarten.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.