Alles in allem der beste Arbeitsplatz für mich in der Schweiz
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv am Arbeitgeber hervorzuheben ist alles, was ich bereits genannt habe, ergänzt durch die Personalabteilung, die besondere Anerkennung verdient. Sie ist die einzige HR-Abteilung, mit der ich bisher vollständig kompetent zusammengearbeitet habe: effizient, zuverlässig und wirklich unterstützend für die Mitarbeitenden. Wöchentliche Frühstücke im Büro sowie die Mitarbeiterevents (5–6 Mal pro Jahr) gehören bei weitem zu den besten, die ich je erlebt habe. Sie sind außergewöhnlich und tragen effektiv zur Teambildung bei.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ am Arbeitgeber hervorzuheben ist, dass nicht alle Entscheidungen stets strategisch nachvollziehbar sind, sowohl auf lokaler als auch vor allem auf globaler Ebene. Strukturen, Prozesse, Arbeitsabläufe, Software und vergleichbare Tools sind häufig veraltet oder teilweise sogar obsolet, wenig flexibel, nicht relevant und nicht vollständig an den Geschäftsanforderungen ausgerichtet.
Verbesserungsvorschläge
Die Büroräumlichkeiten könnten mit vergleichsweise geringem Aufwand und etwas Kreativität deutlich verbessert werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt entspannt. Die Mitarbeitenden waren freundlich, hilfsbereit sowie kooperativ und verständnisvoll. Vereinzelt war eine gewisse Spannung spürbar, dies war jedoch nicht typisch für mein Team bzw. meine Abteilung.
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Das globale Ansehen des Unternehmens hat durch einige unglückliche strategische Entscheidungen gelitten. Da diese Entscheidungen auch Auswirkungen auf den lokalen Markt haben, ist die Situation vor Ort ebenfalls nicht optimal. Aus Sicht der Mitarbeitenden bewerte ich meine persönliche Erfahrung insgesamt jedoch als gut bis sehr gut.
Work-Life-Balance
Urlaubsanträge sowie kurzfristige oder dringende Abwesenheiten wurden jederzeit problemlos akzeptiert. Obwohl meine Position vor Ort angesiedelt war, wurde mir nach Absprache ein Tag Homeoffice pro Woche ermöglicht. Soweit mir bekannt ist, konnten Mitarbeitende in anderen Abteilungen zwei bis drei Tage im Homeoffice arbeiten. Insgesamt empfand ich die Regelungen als sehr großzügig und entspannt.
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklungsmöglichkeiten sind aufgrund der geringen Größe meines Teams und der globalen IT-Hierarchien stark eingeschränkt. Lernen am Arbeitsplatz ist zwar möglich, aber nur begrenzt.
Kollegenzusammenhalt
Was ich erlebt habe (mit kaum einer Ausnahme): Sämtliche direkten und indirekten Kolleginnen und Kollegen waren unterstützend, hilfsbereit und freundlich – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Nationalität oder anderen persönlichen Merkmalen.
Vorgesetztenverhalten
Ich kann sagen, dass ich einen der verständnisvollsten Vorgesetzten hatte, die ich je erlebt habe. Er versorgte mich jederzeit mit relevanten Informationen und liess mir ausreichend Freiraum für eigene Entscheidungen. Auch die Zusammenarbeit mit der Direktorin war insgesamt positiv, flexibel und unterstützend. Teilweise bestand jedoch eine gewisse Tendenz, sich stark in globale IT-Themen einzubringen, die nicht unmittelbar ihren Verantwortungsbereich betrafen.
Arbeitsbedingungen
Die IT-Ausstattung (Hardware und Software) ließ deutlich zu wünschen übrig. Es fehlten klare Standards sowie eine einheitliche Markenstrategie, und die Beschaffung neuer Geräte war aufgrund extrem restriktiver globaler Vorgaben unnötig kompliziert.
Die grundlegende Büroinfrastruktur war funktionsfähig, jedoch insgesamt nur durchschnittlich. Eine umfassende Sanierung des gesamten Bürogebäudes wäre seit Jahren überfällig. Auch die Büroeinrichtung wirkte veraltet und hätte mit vergleichsweise geringem Aufwand deutlich moderner, ansprechender, farbiger und zeitgemäßer gestaltet werden können.
Kommunikation
Die interne Kommunikation zwischen den Abteilungen sowie innerhalb unseres Teams war grundsätzlich gut. Antworten erfolgten in der Regel zeitnah, ohne dass man mehrere Tage oder Wochen auf Rückmeldungen warten musste.
Auf globaler Unternehmensebene war die Kommunikation hingegen katastrophal. Selbst Anliegen mit Priorität 1 wurden teilweise über Wochen ignoriert, mutmaßlich bewusst. Die Kommunikation des oberen Managements war extrem schwach: keine erkennbare Dringlichkeit, keine Priorisierung und fehlende Führung. Ganze Länder blieben zeitweise ohne relevante Informationen.
Interessante Aufgaben
Nicht in vollem Umfang. Durch die alleinige Zuständigkeit für den Support der gesamten IT-Infrastruktur ergab sich jedoch eine ausreichende Aufgabenvielfalt.