Nicht alles ist so offen, wie es scheint.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flexible Arbeitszeiten, Remote-Möglichkeiten und die Chance, inhaltlich spannende Aufgaben zu übernehmen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Entwicklung und Zugehörigkeit hängen stark von nicht sichtbaren Gruppenzugehörigkeiten ab. Führung reagiert oft ausweichend statt unterstützend. Die Gesamtvergütung überzeugt nicht.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz bei Entwicklung und Beförderung. Kulturelle Nähe sollte keine Voraussetzung für Vertrauen und Verantwortung sein.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre wirkt auf den ersten Blick offen, war aber in meinem Fall von unterschwelligen Gruppendynamiken (du bist drin, oder draussen, frag Angestellte was dies bedeuted) geprägt, die Zugehörigkeit erschwerten.
Image
Das externe Image ist professionell und modern. Intern gibt es jedoch deutliche Abweichungen im Erleben – je nach Bereich und Rolle. Die Marketingtrommel geht etwas an der Realität vorbei.
Work-Life-Balance
Die flexible Arbeitszeitgestaltung und Remote-Möglichkeiten funktionierten gut, auch wenn emotionale Belastung den Ausgleich erschwerte.
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklung war möglich – aber sehr abhängig von Sichtbarkeit und Zugehörigkeit zu bestimmten Netzwerken. Strukturell wenig transparent. Stelle aktiv Fragen zur Erreichung was dir vorgestellt wird.
Gehalt/Benefits
Die Gesamtvergütung empfand ich als unterdurchschnittlich – insbesondere im Verhältnis zum Aufwand und zur Erwartungshaltung. Auch bei Versicherungen und Zusatzleistungen hätte ich mir mehr Substanz gewünscht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Einzelne Initiativen waren vorhanden, aber nicht klar verankert oder spürbar im Alltag.
Kollegenzusammenhalt
Einzelne Kolleg:innen waren hilfsbereit und engagiert, aber ein echtes Teamgefühl entstand selten. Nähe zu bestimmten internen Kreisen prägte oft das Miteinander. Du findest schnell Personen auf die du zählen kannst vorallem wenns ums Bonding in schlechten Situationen geht.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab wenig sichtbare Altersdiversität. Der Fokus lag klar auf jüngeren, dynamisch auftretenden Mitarbeitenden ausser wenn sie zu einer Gruppe gehören.
Vorgesetztenverhalten
Entscheidungen wurden oft nicht klar kommuniziert oder lange hinausgezögert. In Konfliktsituationen fehlte Haltung oder Unterstützung. Peters-Prinzip wird hier nicht gelebt, oftmals über ihrer Kompetenz beförderte Führungskräfte vorhanden die zum Vorderen Punkt führen.
Arbeitsbedingungen
Infrastruktur, Tools und Remote-Arbeit funktionierten gut. Die Herausforderungen lagen weniger im Operativen, sondern im Menschlichen (und deren Bürokratie).
Kommunikation
Es gab strukturierte Austauschformate, aber echte, konstruktive Kommunikation – besonders in schwierigen Phasen, fand kaum statt.
Gleichberechtigung
Wer nicht zur dominanten kulturellen oder sozialen Gruppe gehört, hat es schwerer, sich zu entwickeln oder gehört zu werden. Teilst du nur teilweise Werte dieser Gruppe die die Firmenkultur stark prägen, wirst du mit der Zeit schwerer haben als andere.
Interessante Aufgaben
Die Projekte waren fachlich interessant und boten Potenzial zur Gestaltung, auch wenn der Rahmen dafür nicht immer gegeben war.

