1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Fokus auf die Kernkompetenzen legen, um die Auftragslage und Auslastung in der Produktion wieder zu stabilisieren. Es wäre wichtig, mehr Vertrauen in die Kompetenz der Belegschaft zu setzen und operative Verantwortung zu delegieren, statt auf engmaschige Kontrolle zu setzen. Eine transparente und offene Kommunikation sowie eine objektive Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden würden die Motivation und das Betriebsklima nachhaltig verbessern.
Die Atmosphäre ist leider eher gedrückt. Ein Übermaß an Regeln und bürokratischen Vorgaben erschwert den Arbeitsalltag und lässt kaum Raum für Eigeninitiative. Darunter leidet die Sinnhaftigkeit der täglichen Aufgaben, man hat das Gefühl, eher Prozesse zu verwalten, als echten Mehrwert zu schaffen.
Das Ansehen des Unternehmens hat intern stark gelitten. Während die Firma früher einen hervorragenden Ruf genoss, ist die Stimmung nach dem wirtschaftlichen Einbruch und der darauffolgenden Umstrukturierung gekippt. Es ist spürbar, dass die neue Ausrichtung bei der Belegschaft kaum noch Rückhalt findet und die allgemeine Zufriedenheit massiv gesunken ist.
Insgesamt mittelmäßig. Ein großer Kritikpunkt ist die Urlaubsgestaltung: Durch gebundene Ferien im Sommer ist man in der persönlichen Planung sehr eingeschränkt. Die Flexibilität, die man sich heute für eine gute Work-Life-Balance wünscht, ist hier nur bedingt gegeben.
Aufstiegsmöglichkeiten sind praktisch nicht vorhanden. Die Hierarchien sind extrem starr und die Verantwortung ist so stark an der Spitze gebündelt, dass es keinen Raum für berufliche Weiterentwicklung gibt. Es ist sogar zu beobachten, dass Führungspositionen eher abgebaut oder Verantwortungen entzogen werden. Nach Weiterbildungen braucht man kaum zu fragen, da es im aktuellen System keine Verwendung für zusätzliche Qualifikationen gibt. Eine langfristige Perspektive ist hier nicht erkennbar.
Die Gehaltsgestaltung ist sehr individuell und im Grundbereich durchaus attraktiv. Allerdings wirkt das Entgeltgefüge innerhalb der Abteilung nicht immer schlüssig oder ausgewogen, was die interne Gerechtigkeit betrifft. Die Sozialleistungen bewegen sich eher auf dem gesetzlichen Mindeststandard und bieten kaum nennenswerte Zusatzanreize.
Es herrscht ein ordentlicher Industriestandard. Es wird auf Sauberkeit und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen geachtet, ohne dabei jedoch eine besondere Vorreiterrolle einzunehmen.
Das Verhältnis unter den Kollegen ist gut und man hilft sich im Alltag gegenseitig aus. Es herrscht ein ordentlicher Teamgeist, auch wenn natürlich nicht alles perfekt ist. Man merkt, dass das Team versucht, die strukturellen Lücken gemeinsam zu füllen.
Der Umgang ist im Alltag respektvoll und normal. Allerdings zeigt sich bei Arbeitsmangel eine geringe Bindung an langjährige Mitarbeiter: Es wird dann nicht davor zurückgeschreckt, auch älteren Kollegen zu kündigen. Die Erfahrung der Jahre scheint im Ernstfall weniger zu zählen als die aktuelle Auftragslage.
Das Vertrauensverhältnis lässt leider stark zu wünschen übrig. Trotz eines hochsensibilisierten und kompetenten Teams wird Verantwortung lediglich an zwei zentralen Punkten gebündelt. Aufgaben werden aufgrund von Misstrauen kaum delegiert, obwohl die Belegschaft fachlich absolut dazu in der Lage wäre. Man hat das Gefühl, es niemandem recht machen zu können, was die Motivation auf Dauer erheblich belastet.
Die Infrastruktur ist insgesamt eher alt, aber man muss sagen, dass alles gut in Schuss gehalten wird. Es ist kein hochmoderner Arbeitsplatz, aber die Bedingungen sind für die tägliche Arbeit absolut in Ordnung und funktional.
Die Kommunikation leidet stark unter der extremen Arbeitslast der zwei zentralen Entscheidungsträger. Da Informationen und Freigaben dort gebündelt werden, entsteht ein massiver Stau. Vieles bleibt unnötig lange liegen, weil die Kapazitäten an der Spitze schlicht nicht ausreichen, um den Informationsfluss aufrechtzuerhalten.
In der Produktion ist eine deutliche ungleiche Behandlung spürbar: Frauen werden hier überwiegend mit einfachen Zuarbeiten betraut, während anspruchsvollere Aufgaben fast ausschließlich an männliche Kollegen oder einen sehr engen Kreis vergeben werden. Echte Aufstiegschancen oder eine moderne Aufgabenverteilung fehlen hier.
Die Aufgaben sind leider sehr repetitiv und bieten wenig Abwechslung. Besonders frustrierend ist das Missverhältnis zwischen der geringen Arbeitsmenge und den extrem hohen Qualitätsansprüchen. Man verbringt viel Zeit damit, Kleinigkeiten perfektionieren zu müssen, anstatt sich neuen Herausforderungen zu widmen.