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Bewertung

Es war einmal eine schöne Zeit ...

2,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Kistler Instrumente AG in Winterthur gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Flexible Pausen-/Arbeitszeiten, Kantine.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Totale Überwachung mittels ProdApp und Shopfloor in der Produktion. Gebührenpflichtiger Parkplatz für Mitarbeiter.

Verbesserungsvorschläge

Verbessern sollte sich vor allem das HR, welches sich hier gerne äussert. Meine „Systemkritik“ an Kistler hatte sich die, mittlerweile, ehemalige Mitarbeiterin zwar angehört, umgesetzt wurde nichts davon. Besonders enttäuschend war, dass der angekündigte Besuch in der Abteilung nie stattfand. Wie wollt ihr vom HR checken, was in der Produktion los ist, welchem Druck man dort ausgesetzt ist, welche Arbeitsbedingungen dort herrschen oder was ein „Shopfloor“ ist, wenn ihr euch nicht einmal die Mühe macht dort aufzuschlagen!? In über 10 Jahren habe ich nie jemanden vom HR in der Produktion gesehen! Was vielleicht auch an der hohen Fluktuation im HR liegt. Also liebes HR, erspart Euch bitte diese Bewertung zu kommentieren, oder den Versuch alles wieder schönzureden!

Arbeitsatmosphäre

Grundsätzliches zur Produktion in der Senormontage, 3mal wöchentlich findet ein sogenannter „Shop-Floor“ statt, bei dem die jeweiligen Teams anwesend sind. Das Positive: hier können Themen wie Arbeitssicherheit, technische Neuerungen, Verbesserungen und Probleme bei der Fertigung besprochen werden. Aber nun das Negative: an der Wand hängt ein grosser Bildschirm, auf dem unter Anderem Daten wie z.B. Leistung, Effizienz und Ausschusskosten der Mitarbeiter präsentiert werden. Der Knüller dieser Veranstaltung betrifft dann die kranken Mitarbeiter, die vor dem versammelten Team NAMENTLICH genannt werden! Also ein perfektes Instrument, um enormen Druck auf die Mitarbeiter auszuüben! Sämtliche Zeiten, wie z.B. der Vergleich: Anwesenheitszeit vs. abgemeldete Auftragszeiten werden in einer sogenannten Prod-Ap gesammelt und ausgewertet. Nun muss jeder selbst entscheiden, ob man dauerhaft unter totaler Überwachung, Druck und Kontrolle arbeiten möchte. Es gibt durchaus bessere Systeme, um Mitarbeiter zu motivieren, Verbesserungen anzuregen und das Miteinander zu fördern, als die Performance-Werte in den Vordergrund zu rücken.

Image

Nach aussen gut aber besser nicht genauer nachbohren.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere werden wie alle anderen die leistungsfähig sind, gleichbehandelt. Wer aus gesundheitlichen/psychischen, oder sonstigen Gründen seine Leistungswerte unterschreitet wird früher oder später aussortiert und an das RAV, die Krankentaggeldversicherung oder die Sozialsysteme übergeben.

Vorgesetztenverhalten

In den unteren Produktionslinien gibt es einzelne Empathie fähige Vorgesetzte, die einen guten Job machen. Leider kann man hier keine Namen nennen, sonst würde ich einen davon hervorheben. Weiter oben in Richtung Produktionsleitung sollte man sehr vorsichtig sein! Auch hier müsste eine langjährige Führungskraft besonders negativ hervorgehoben werden, was hier leider namentlich nicht geht. Zusammenfassend kann man feststellen, dass jeder Mitarbeiter mit etwas Menschenkenntnis die hinterlistigen, intriganten und lügenverbreitenden Vorgesetzten relativ schnell erkennt! Besonders heftig ist die Tatsache, dass es in der Sensorproduktion nur männliche Vorgesetzte/Teamleiter gibt. Die weiblichen Mitarbeiterinnen können zwar im Shopfloor ihre Anliegen vorbringen, haben aber, wie generell bei Kistler-Winterthur nichts zu sagen! Siehe Kistler-Homepage, dort sucht man die Damen in Kaderposition mit der Lupe.

Gleichberechtigung

Patriarchat geführtes Unternehmen. Siehe Homepage, dort ist aktuell nur eine Frau in der erweiterten Konzernleitung abgebildet. (CIO) Der Versuch in der Geschäftsleitung eine weibliche Mitarbeiterin zu etablieren hatte leider auf Dauer nicht funktioniert.


Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Ivan UrendaSenior Talent Acquisition Partner

Liebe Kollegin, lieber Kollege

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Themen so ausführlich zu teilen. Wir nehmen Deine Kritikpunkte, sehr ernst und wir möchten gerne faktenbasiert darauf eingehen und gleichzeitig aufzeigen, welche Schritte wir bereits unternommen haben oder planen, um die von dir angesprochenen Themen zu verbessern.

Thema HR-Präsenz und Kommunikation
Wir bedauern, dass Du Dich seitens HR nicht wahrgenommen oder gar im Stich gelassen gefühlt hast. Es ist unser Anspruch, ein verlässlicher Partner für alle Mitarbeitenden zu sein.
Präsenz in der Produktion: Beim von dir angesprochenen «Shopfloor» handelt es sich um ein Produktionsmeeting, bei dem über Auslastung, zu erledigende Aufträge, Ressourcen gesprochen wird. Falls es Informationen von Führungskräften gibt, werden diese an die HR Business Partner (HRBP) weitergegeben. Eine Teilnahme seitens HR macht hier keinen Sinn. Dein Input hat uns bestärkt unsere Sichtbarkeit seitens HR bei euch in der Produktion zu erhöhen und wir planen deshalb einen visuellen Auftritt. Zudem sollte ab 2026 im Tool SuccessFactors für jeden Mitarbeitenden sichtbar sein, wer sein persönlicher Ansprechpartner im HR ist. Somit kann auch bei einer allfälligen Fluktuation, Transparenz sichergestellt werden. Übrigens, unsere Fluktuationsrate war im HR die letzten 3 Jahre sehr tief und das Team stabil.

Arbeitsatmosphäre und Transparenz der Daten
Wir verstehen, dass der Umgang mit Performance-Daten als Überwachung empfunden werden kann. Unser Ziel ist jedoch, Transparenz zur Problemlösung zu schaffen – nicht, Druck auszuüben.

Bildschirmdaten (Leistung, Effizienz, Ausschuss):
Der öffentliche Bildschirm im Shopfloor soll der Gesamtkostenstelle Transparenz über Produktionskennzahlen ermöglichen. Die angezeigten Leistungsdaten sind bewusst nicht mitarbeiterspezifisch, sondern beziehen sich auf die Kostenstelle. Die Transparenz beim Ausschuss zielt darauf ab, schnell Ursachen zu identifizieren und Prozessverbesserungen einzuleiten. Krankheit/Anwesenheit: Es entspricht nicht unserer Haltung oder unserem Prozess, kranke Mitarbeitende namentlich vor dem versammelten Team zu nennen. In unserem MES-System ist ersichtlich, ob eine/ein Mitarbeitende/r abwesend oder anwesend ist. Sichtbar ist nur die Abwesenheit ohne Grund (Ferien, Krank, Umzug, etc.). Persönliche Performance Daten werden nicht mit anderen Mitarbeitenden geteilt, sondern nur mit dem/der Mitarbeitenden direkt besprochen.

Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen / Gesundheitliche Themen
Wir legen grossen Wert auf eine nachhaltige Arbeitsfähigkeit und handeln nach klar definierten Prozessen, die stets die Wiedereingliederung nach Krankheit als oberstes Ziel verfolgen. Wir bekennen uns auch klar zu einem «Equal Opportunity Employer». Das heisst, dass bei uns jede/jeder Mitarbeitende unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion gleichbehandelt wird.

Langzeitfälle: Bei Langzeiterkrankungen tritt unser Care Management nach 90 Tagen in Kraft. Das Ziel ist auch hier eine zeitnahe und erfolgreiche Wiedereingliederung. Leistungsdefizite: Bei reinen Leistungsdefiziten wird ein Performance Improvement Process (PIP) vereinbart. Ziel ist es, die erforderliche Leistung durch gezielte Unterstützung und geeignete Massnahmen wieder zu erreichen. Zeigen sich im Rahmen dieser Gespräche gesundheitliche Ursachen, werden zunächst entsprechende Unterstützungsmassnahmen angeboten weitere weitergehende Schritte in Betracht gezogen werden.

Gleichberechtigung und Vorgesetztenverhalten
Weibliche Führungskräfte: Wir sind uns bewusst, dass wir im Gesamtunternehmen in der Schweiz mit 11% weiblichen Führungskräften noch einen Weg vor uns haben. Gesamtschweizerisch sind es im Maschinenbau 14.8%. Der Bereich Produktion wurde bis vor Kurzem von einer Frau geführt; der IT-Bereich steht derzeit ebenfalls unter weiblicher Leitung. Im Bereich Produktion und Logistik (P&L) haben wir vier weibliche Führungskräfte, der Frauenanteil hier liegt bei ca. 30%. In der Rekrutierung geht es uns immer um den sowohl menschlich wie auch fachlich optimalen Fit für Kistler zu gewinnen. Umgangston: Intrigen, Lügen und hinterlistiges Verhalten haben in unserem Unternehmen keinen Platz und tolerieren wir nicht. Wir fordern von allen Führungskräften ein empathisches und professionelles Verhalten ein. Kistler verfügt über etablierte Kanäle (HR, Vorgesetzte, interne Vertrauenspersonen), solches Verhalten zu melden.

Wir bedauern sehr, dass wir dich als langjährige/n Mitarbeitende/en enttäuscht haben. Deine "Systemkritik" hat uns veranlasst deine Punkte intern kritisch zu überprüfen, um uns weiter zu optimieren.

Gerne darfst du auf mich zukommen, wenn du noch Optimierungspotenzial zu einem anderen Thema siehst. Jeder Hinweis hilft, uns zu verbessern.

Wir wünschen dir und uns, dass wir offen aufeinander zugehen können und gemeinsam intern Lösungen finden, welche uns weiterbringen.

Ivan Urenda
Senior Talent Acquisition Partner & Specialist HR Marketing DACH

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.