Empfehlung mit Vorbehalt: Es ist eine Charakterfrage, ob du ins Team passt. Eine 1,5 Jahre Sicht eines Extrovertierten.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Firmenpoolfahrzeug, welches auch für längere Touren privat genutzt werden kann. Ist mir ans Herz gewachsen. Arbeitsplatz gut erreichbar mit ÖV. Gute Standards wie 40h Woche, 5 Wochen Ferien, Überstunden 1:1 in Freizeit auch mit Urlaub kombinierbar, Snacks und Getränke + Kaffee im Büro gratis, man kann über alles reden, Bier after Work, Coole, kollegiale Chefs.
Ich empfehle den Arbeitgeber eingeschränkt weiter – für Menschen, die gut mit Eigenverantwortung und Selbstorganisation, hoher Belastung und wechselnder Teamdynamik umgehen können. Der Lohn stimmt für KMU.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich fand alles etwas viel, hoher, breit gefächerter Workload von First-Level Support bin hin zu Projektarbeiten, stark ausgelastete 40h Woche, in der ich mich oft stark abgrenzen musste.
Chefs sind selbst oft sehr beschäftigt. Durch häufig geschlossene Bürotüren meiner Kollegen war es mir oft zu still. Passte leider kaum zu meinem Idealistischen und aktivistischen Charakter.
Manchmal bleiben Dinge liegen, Themen und Termine, die keine Kunden betreffen, werden gefühlt endlos geschoben. Ein bisschen too much der Kunde im Vordergrund.
Es gibt schon viele Ideen, die neue Assistenz macht hier auch einen grossen Unterschied, dennoch glaube ich reicht das noch nicht als Entlastung. Aus dem Bauch heraus würde ich behaupten 2-3 Mitarbeiter mehr wären für KITE gut, um eine angemessene Grösse zu erreichen.
Ich bin mir nicht sicher, was in der Kommunikation innerhalb meines Kollegenkreises alles falsch laufen kann und konnte die Meinungsmache innerhalb der Techniker nicht mehr verantworten. Mir wurde teilweise das Wort im Mund verdreht und kleine Mücken wurden zu Elefanten gemacht, um schlechte Stimmung gegen mich im Team anzuheizen, auch während meiner Ferienabwesenheit. Privat Friends und am Arbeitsplatz Schwierigkeiten. Schade, dass dieses geschätzte Umfeld da nicht anders reagieren konnte. Man wusste monatelang von diesem Konflikt.
Verbesserungsvorschläge
Lagerbildung vermeiden! In einem Unternehmen dieser Grösse ist toxisches Verhalten innerhalb der Techniker besonders schädlich. Ich hatte oft das Gefühl, nicht ausreichend gehört zu werden bei Anliegen, die keine Kunden betrafen.
Es wäre sinnvoll, mehr MA einzustellen und langfristig zu halten. Beim breit gefächerten Workload gibt es noch Potenzial, Mitarbeiter zielgerichteter einzusetzen.
Ein fixer Homeoffice-Tag ist gut – aber zwei wären sinnvoller. Manchmal fragte ich mich, wieso ich überhaupt ins Büro komme.
Arbeitet am Teamspirit und macht Kommunikation über Teams zum Standard für alle. Für mich war die Situation, dass sich in einer KMU nicht jedes Team-Mitglied gegenseitig den Rücken stärkt, neuartig.
Arbeitsatmosphäre
Man hat oft Ruhe im Büro, wenn keine Vierbeiner anwesend sind. Grundsätzlich lockere Atmosphäre.
Image
Der Grossteil ist mit der Cloud-Lösung zufrieden, manchmal werden Techniker mit unmöglichen Vorwürfen konfrontiert, die man entsprechend an die Management-Ebene abgibt. Es verlassen auch Kunden die KITE.
Work-Life-Balance
Arbeitszeiten sind gleitend von 8-18 Uhr mit div. definierten Diensten welche fair im Team aufgeteilt werden, 1x mtl. Wartungsabend bis 23 Uhr. Sonst ok, stark ausgelastete 40h Woche, wenn man sich freinehmen will, wird das in aller Regel ermöglicht. Kurzfristige Termine wie Arztbesuche sind normalerweise kein Problem durch Überstunden/Freizeit-Ausgleich.
Karriere/Weiterbildung
Es besteht die Möglichkeit, Jährlich mit Budget Weiterbildungen zu machen. Wenn man sich entsprechend stark dafür macht, bekommt man den vollen Lohnausgleich bis zu mehreren bezahlten Tage lt. Vertrag. Dies könnte man noch ein wenig mehr proaktiv fördern. Grundsätzlich lernt man in der KITE sehr viel.
Gehalt/Benefits
Beim Lohn kann man sich eher wenig beschweren. Basis-Salär durch 13 Gehälter. Jährliche Lohnrunde, aber keine Boni, Essenszulagen o.ä.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
IT-Dienstleister, der mit Mr. Green und der Recyclingdienste der Stadt Zürich alles entsorgt. E-Schrott wird zur zsge für Wiederverwertung gebracht, was ich super finde, keine Einwände.
Kollegenzusammenhalt
Guter Zusammenhalt herrscht teilweise. Wenn jemand Zeit hat, wird geholfen. Nicht jeder MA sieht das gleich. Beim Teamspirit gab es immer wieder ähnliche Hürden.
Umgang mit älteren Kollegen
Chefs sowie Teamkollegen in jedem Alter begegnen sich auf Augenhöhe. Zu meiner Zeit waren wir alle recht jung. Hat gepasst.
Vorgesetztenverhalten
Klare, nachvollziehbare, realistische Ziele auf jeden Fall. Entscheidungen werden in der Regel durch die Chefs getroffen.
Arbeitsbedingungen
Top Setup, welches keine Wünsche offen lässt, Arbeitsplatz ist ausreichend dimensioniert und Mitarbeiter haben eigene Büros. Wenn es hier Probleme gibt, werden sie umgehend aus der Welt geschafft.
Kommunikation
Viele bemühen sich stark, viel zu kommunizieren, allerdings nicht alle. Kommunikation über Teams ausbaufähig.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird gelebt. Dennoch war ich etwas überfordert damit, dass wir im Team per Vertrag alle gleich sind und doch ich zum Projektleiter ernannt wurde. Diverse Team Kollegen haben dies auch nicht gerade belächelt.
Interessante Aufgaben
Jeder bekommt einen guten Mix an Aufgaben, viele Learnings, wenig monotone Arbeit, der Kunde steht im Vordergrund. Interne Projekte sind auch zahlreich vorhanden, werden nicht von jedem umgesetzt.