Eigentlich ein guter Arbeitgeber, aber es kommt auf den Bereich an, in dem man arbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nocht alles ist schlecht und die Bewertung hier konzentriert sich auf eine Bereich, der die letzten Monate leider eine eher negative Entwicklung seitens der Führung durchgemacht hat. In anderen Bereichen kann es durchaus besser sein. Aber die Probleme entstanden auch, weil man die Verantwortlichen gewähren liess.
Wiederum ist es bisher kein Problem, wenn man einmal wegen eines Termins früher gehen muss. Solche kleinen Dinge sind weiterhin gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es ist nicht so schlecht, dass ich gleich vom Arbeitgeber abraten würde. Aber es gibt einige Punkte, die berücksichtig werden müssen. Die oben genannten Entwicklungen in unseren Bereich sind nicht gut. Sie führten bei vielen Mitarbeitern zu Frustration. Die Zufriedenheit hat deutlich abgenommen. Gerade bei diesem Punkt wird auf eine regelmässige Mitarbeiterbefragung und deren Resultate verwiesen. Aktuelle Resultate liegen aber derzeit nicht vor und die Befragung wird grösstenteils mit geschlossenen Fragen bzw. Punktebewertungen durchgeführt. Die genannten Kritikpunkte werden mit dem Fragebogen kaum berührt und Decken eher das Gesamtbild der Bank und nicht von einzelnen Abteilungen ab. Ich denke, mit einigen kleinen Massnahmen könnte man wieder für mehr Zufriedenheit sorgen und die langjährigen Mitarbeiter mit wertvoller Erfahrung wieder fester ans Unternehmen binden. Dazu muss man den Mitarbeitern aber auch wieder mehr Vertrauen schenken und das Mikromanagement einzelner Führungskräfte unterbinden.
Verbesserungsvorschläge
Auch Bereichsleitern auf die Finger schauen. Gerade wenn sie Anstellungsbedingungen zum Nachteil der Arbeitnehmer ändern, sollte das nachvollziehbar begründet und geprüft werden. Da sollte man die Führungskräfte nicht einfach handeln lassen, wie sie wollen.
Irgendwie müssten die Mitarbeiter gehört werden. Viele schweigen (aus Angst vor Jobverlust oder anderen Gründen) und machen die Faust in der Hosentasche. Townhall-Anlässe sind eher einseitige Präsentationen, wo sich die Führungskräfte im Anschluss beim Apéro unter einander austauschen. Die Mitarbeiter werden da ignoriert, kaum einbezogen. Als Mitarbeiter hat man da praktisch kaum Zugang bzw. muss sich die entsprechenden Gesprächspartner stehlen. Dabei könnte genau dort auch ein Austausch auf Augenhöhe stattfinden, der für beide Seiten positiv wäre. Die Führung erhält seltene Einblicke, die Mitarbeiter erhalten (hoffentlich) Antworten auf Ihre Fragen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre kann gut sein, in meinem Bereich ist die Atmosphäre seit dem neuen CRO aber angespannt aufgrund verschlechterter Anstellungsbedingungen und dem Verhalten einiger Führungskräfte gegenüber der Belegschaft. Es kam bereits zu einigen Kündigungen, einige weitere Mitarbeiter sind aktiv auf Stellensuche.
Image
Es ist einer der grossen Arbeitgeber in der Region. Ich würde das Image aber nicht als überdurchschnittlich bewerten und auch nicht schlecht reden wollen.
Work-Life-Balance
War früher besser, aktuell wurde HO auf 1 Tag pro Woche mit der Begründung reduziert, dass man die Zusammenarbeit fördern wolle (wer's glaubt...).
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man möchte nach aussen gerne Nachhaltig wirken. Auf mich wirkt das eher wie wenn man krampfhaft versucht, sich ins gute Bild zu rücken. In der Realität gibt es dann wiederum zahlreiche Widersprüche.
Karriere/Weiterbildung
Kollegen können Weiterbildungen machen. Inwiefern da unterstützt wird, weiss ich nicht. Ich denke schon, dass man unterstützt wird, wenn die Weiterbildung zur Stelle oder dem Unternehmen passt.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sprechen miteinander, unterstützen sich, auch wenn die Führung sich in Mikromanagement und absurdem Verhalten verläuft.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten sind zu sehr von sich selbst und ihren Führungsqualitäten überzeugt und haben kein Gespür für das Befinden der Mitarbeiter. Sie sehen oder bemerken nichts. Weder bezüglich der Auslastung, noch bezüglich der Zufriedenheit oder anderen Dingen. Es scheint, als würden sie zu sehr von sich auf die Mitarbeiter projizieren. Wenn es für sie einmal etwas unbequem wird, drohen sie lieber statt konstruktiv eine Lösung zu finden.
Arbeitsbedingungen
Die flexiblen Arbeitszeiten sind gut. Das erlaubt dem hohen Verkehrsaufkommen beim Arbeitsweg etwas auszuweichen. Wiederum wurde der Home-Office-Anteil im Bereich auf einen Tag reduziert. Das führt für Arbeitnehmer zu mehr Arbeitswegen pro Woche, mehr Zeitverlust, höhere Kosten und hat bereits zu einigen Kündigungen seitens Mitarbeiter geführt, während andere sich noch nach neuen Stellen umsehen. Ich denke aber, in anderen Bereichen im Unternehmen ist es besser.
Kommunikation
Eher nicht gut. Es wird nur kommuniziert, was dringend kommuniziert werden muss. Wenn es zum Nachteil für Arbeitnehmende kommt, findet man Ausreden, aber keine nachvollziehbaren Begründungen. Man hat einfach zu gehorchen.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist Durchschnittlich für die Region und Branche. Benefits sind für mich kaum interessant.
Interessante Aufgaben
Ja, es gibt interessante Abwechslung, wenn man einmal bei eine Projekt mitwirken kann. Ansonsten sind die Teams sehr spezialisiert, was nach einigen Monaten eintönig werden kann.

