Chaotische Umwälzungen und Sparmassnahmen zerstörten Spirit und Drive
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt sehr gute Leute, die alles geben. Damit könnte man arbeiten und wieder etwas gutes aufbauen - aber man muss sie wertschätzen und fördern, nicht ausnutzen (Lohntechnisch, Positionierung, Selbstvertrauen).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Solange es gut lief, war der Spielraum gross. Wird bei der Mutter der finanzelle Rahmen enger, merkt man, dass man nur ein notwendiges Übel ist, um die Assets zu verwalten. Das gilt sowohl für die Firma selbst, wie auch deren Mitarbeiter.
Verbesserungsvorschläge
Nicht nur hübsche Kultur-Kärtchen verteilen, sondern den Inhalt leben. Führungsmanschaft in Konfliktbewältigung schulen. Strategie definieren und Ziele klar und offen kommunizieren - auch wenn sie nicht angenehm sind. Nicht Angst haben vor der Reaktion der Belegschaft.
Das HR sollte für die Mitarbeiter da sein und rechtzeitig einschreiten, wenn Vorgesetzte übergriffig werden. Und bitte hört auf die Wogen zu glätten mit Kommentieren von schlechten Bewertungen, sondern sorgt dafür, dass die Führung sich so verhält, dass es gar nicht mehr notwendig wird.
Arbeitsatmosphäre
Früher sehr offen, konstruktiv und modern. Nach "Wechsel" von CEO und CIO empfand ich das Vorgehen nur noch pedantisch, konservativ und rückwärtsgerichtet (letztes Jahrtausend). Gute und innovative Leute haben die Firma verlassen oder resigniert - in verschiedenen Bereichen.
Image
Branchenbedingt hat die Firma nicht das beste Ansehen bei Kunden. Man könnte viele Prozesse verbessern, indem man sie automatisiert - aber dazu fehlen vermutlich die Mittel oder der Investitionswille. Man stellt lieber ein paar Bewirtschafter mehr ein, als das Problem zu lösen und mittelfristig Einsparungen einzufahren.
Work-Life-Balance
Ist ok, man kann 2-3 Tage remote arbeiten. (oder konnte - hängt von Teamleiter ab)
Karriere/Weiterbildung
Kein internes Angebot in der IT, ausser vereinzelten gezielten Trainings oder man kann über das Mutterhaus interessante Schulungen besuchen. Man muss aber häufig selber aktiv werden, um die eigene Weiterbildung zu steuern.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist höchstens durchschnittlich. Für übliche Anpassungen wie Teuerungsausgleich findet man meistens eine Entschuldigung.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb von Grüppchen ist der Zusammenhalt sehr gut. Es gibt auch viele Mitarbeiter, welche unvoreingenommen, bereichsübergreifend und offen ihre Kollegen unterstützen. Vorsicht ist aber geboten vor Langeingesessenen, welche schweigen.
Vorgesetztenverhalten
Habe schon viel erlebt in meiner Karriere aber was hier abgeht empfand ich unter aller Würde. Bei Meinungsverschiedenheiten werden Führunspersonen verwarnt oder wenn sie sich nicht in gewisse rigide Strukturen einfügen wollen, gebeten die Firma zu verlassen. Anstelle von internen Mitarbeitern übernehmen Externe die Führung (inhaltlich und personell)
Arbeitsbedingungen
Schöne Büros und gutes Equipment.
Kommunikation
Aus der GL wird gut kommuniziert. Weiter unten in der Hierarchie hat man manchmal das Gefühl, in der Zwischenschicht "sitzt" man auf Informationen und leitet sie nicht weiter.
Gleichberechtigung
glaub ok, nicht viel damimt zu tun gehabt
Interessante Aufgaben
Eine gewisse Zeit lang gab es sehr spannende Aufgaben und man konnte abteilungsübergreifend wachsen - als Mensch und Firma. Dann kam der Spar-/Effizienzdruck und man ging von einem Innovations-Modus in einen Erhaltung-Modus über. Nicht empfehlenswert für Menschen, die wachsen möchten.


