Derzeit schwierige Phase mit möglichem Potential für die Zukunft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man kann an Projekten in vielen verschiedenen Bereichen mitarbeiten, seien es Familienhäuser, Mehrparteienhäuser, Villen, Infrastrukturprojekte oder Industriebauten. Aus allen Bereichen gibt es Projekte.
Ebenfalls gut ist, dass der Arbeitgeber den Mitarbeitern in gewissen Bereichen in Bezug auf Work-Life Balance entgegen kommt, sprich Teilzeitmodelle, zusätzlicher Kauf-Urlaub, und unbezahlte Arbeitspausen bis zu einem halben Jahr.
Man kann auch sporadisch Kinder und Haustiere mit ins Büro nehmen, sofern dies notwendig ist.
Den Mitarbeitern wird bei Wünschen für bestimmte Projekte, teilweise innerhalb der vorhandenen Möglichkeiten, entgegen gekommen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation und das Führungsverhalten der Geschäftsleitung waren in den letzten Jahren ausbaufähig.
Entscheidungen wurden teils ohne ausreichende Transparenz getroffen, wirkten widersprüchlich und führten zu spürbarer Unzufriedenheit im Team. Das Vertrauen in die Führung hat darunter gelitten.
Dies hat verdeutlicht sich auch in der hohen Fluktuation. So haben in den letzten zwei Jahren über 20 Mitarbeiter (von etwa 30) am Standort Zürich, darunter auch die komplette Standortleitung, gekündigt.
Mit der in diesem Jahr neu eingeführten Firmenstrategie soll nun versucht werden die Firma für die Zukunft gesund aufzubauen und langfristig zu verbessern. Diese Strategie fokussiert sich allerdings primär auf Effizienzkennzahlen (diverse KPI), ohne auf die spürbar gesunkene Mitarbeitermotivation einzugehen. Auch die Mitarbeiteranlässe welche für die Teambildung eigentlich vorteilhaft wären, werden weiter reduziert.
Durch die starke Verkleinerung, könnte es sein, dass man nun ohne Ballast mit ganz neuen und möglicherweise funktionierenden Strukturen wieder neu aufbauen kann, aber dies wird die Zukunft zeigen.
Verbesserungsvorschläge
Bessere interne Kommunikation und den teaminternen Zusammenhalt verstärken.
Weniger Bevorzugung basierend auf persönlichen Vorlieben, und bessere Rollenverteilung basierend auf fachlichen Qualifikationen und dem Führungspotential.
Eine nachvollziehbare Firmenpolitik und -Führung einführen, die für die Angestellten nachvollziehbar ist.
Work-Life-Balance
Den Mitarbeitern wird mit verschiedenen Möglichkeiten (Homeoffice, 80%, Ferienkauf, unbezahlte Auszeit) entgegen gekommen.
Im Tagesgeschehen ist die Projektplanung mitunter unkoordiniert. Mal gibt es zu wenig zu tun, dann wiederum Phasen mit hoher Belastung, in denen auch mehrere Wochenenden hintereinander durchgearbeitet werden müssen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
(Leider) Branchendurchschnitt. Kein Vorreiter, aber auch nicht schlechter als die durchschnittlichen Architekturbüros. Mitunter Greenwashing und wenig handfeste nachhaltige Architektur.
Karriere/Weiterbildung
Auf Wünsche wird teilweise eingegangen, jedoch ist spürbar, dass bei der Vergabe von Verantwortlichkeiten persönliche Präferenzen eine Rolle spielen – fachliche Qualifikation und Führungskompetenz werden dabei nicht immer ausreichend berücksichtigt.
Vorgesetztenverhalten
Die bisherigen Standortleiter (Haupt- und Stellvertretung) waren fachlich wie menschlich sehr kompetent. Nach deren Kündigung betrachte ich die Übergangslösung in der Standortleitung sehr kritisch.
Die aktuellen Teamleiter sind zum grossen Teil sympathisch, kompetent und führungsstark.
Mit der Geschäftsleitung gibt es im Alltag nur wenige direkte Berührungspunkte. Einige ihrer Entscheidungen vermitteln allerdings den Eindruck, dass das Vertrauen in die Belegschaft eher gering ausgeprägt ist.
Gehalt/Benefits
Leicht unter dem Branchendurchschnitt