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Model 
AG
Bewertung

UPDATE, Unglaublich toxisch, Führungsetage Melmac, Ausbeutung Endstufe, Unfair wie Rassismus, traurig wie meine Kindheit

1,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Model AG in Weinfelden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Da man möglichst nicht mit dem negativen abschliesst, weil der Anfang und das Ende prägt, tausche ich was ich gut finde mit dem was ich schlecht finde.

Ich glaube ich habe genug schlechtes aufgezählt, echt schade was hier passiert. Diese Bewertung ist der letzte Nagel in meinem Sarg, den ich selbst hinzufüge. Auch wenn ich angeblich schon etliche Bewertungen geschrieben habe, jede schlechte wird mir angedichtet, hier ist sie endlich und die ganze Firma scheint es zu wissen. Das Ende naht, bis zu letzt wurde ich, obwohl man mich schon mehrfach loswerden wollte, nur ausgenutzt. Wo meine Kündigung? Bis jetzt nur leere Drohungen gewesen, Danke vielmol.

Edit:
An die HR-Abteilung: Danke vielmol fürs melden der Bewertung. Anstatt mal zu schauen ob was am Geschriebenen dran ist, versucht ihr lieber es zu vertuschen. Ja hier und da merkt man den Frust aber eigentlich ist das eher Enttäuschung und Trauer. Der Fakt das diverse Kollegen sich positiv hierüber äußern bestätigt diese Bewertung und sie scheint einen Nerv getroffen zu haben. Vielleicht schreibt ja der ein oder andere hier auch mal seine Sicht nieder, ihre seht ja es passiert nichts selbst wenn es ein offenes Geheimnis ist. Und die HR scheint ja auch daran interessiert das diverse Leute positive Bewertungen abgeben.

Die "Human Resource" steht in der Halle, schöpft Wert und braucht Hilfe. Ich würde mir wünschen das sich hier endlich was zum positiven wendet.
Und bevor man neue Leute einstellt die wieder flüchten sollte man vllt die Alten zufrieden stellen und ordentliche Arbeitsbedingungen schaffen anstatt sich darum zu kümmern positive Fakebewertungen schreiben zu lassen. Grüße an die Leute die Gleitzeit, flexible Arbeitszeiten, angenehme Atmosphäre, problemlose Ferien XD, flache Hierarchie ..... in der Produktion haben, vielen Dank für die Fakebewerung ich hoffe ihr habt wenigstens ne Prämie bekommen. TPW ist ein Schichtbetrieb 5-13, 13-21, 21-5 Uhr und Ferien werden nicht fair verteilt und wenn man "kurzfristig" Urlaub möchte muss man seinen Kollegen Unterschrifften abringen, falls denn einer frei hat. Ich bin gespannt was passiert und denke nur Familie Model selber kann hier wieder Ordnung schaffen, ich hoffe sie lesen das hier auch.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeit macht schon sehr viel Spass, wenn die Bedingungen nicht so schlimm wären (Wochenende, Nachtschicht ok, da keine obere Etage anwessend)
Die Geschichte der Model
Das fertige Produkt (das Endprodukt ist, wenn vom Kunden gewünscht, schon echt richtig gut)
Die Nähe zum Bodensee
Lohn kommt pünktlich
Andere Abteilungen, wie: Büro oder Sonderfertigung...
die Vielseitigkeit, das Know-How, das unglaubliche Potenzial
Die anderen Standorte in Europa
Das Verbesserungspotential finde ich auch richtig gut und enorm (welche Freude es bereiten würde etwas vorzuschlagen, bei der Umsetzung beteiligt zu sein, das Ergebnis zu sehen und vielleicht eine Belohnung zu bekommen)
generell die Zukunft der Model, es wurden viele richtige Entscheidungen getroffen, das Familienunternehmen steht in einer Krisenbranche und -zeit relativ gut da, auch wenn das Projekt in Eilenburg nicht ganz so nach Plan läuft. Die Situiation der TPW scheint auch so gut zu sein das Jahre der Misswirtschaft einfach ok sind.

Liebe Grüsse und danke fürs durchlesen

Verbesserungsvorschläge

Produktionsmitarbeiter wieder wertschätzen
Wahrheit akzeptieren, kommunizieren und endlich ehrlich an der Lösung der Probleme arbeiten
Lohngefüge auf Gerechtigkeit prüfen
Wissen und Einsatz belohnen
Rassismus bekämpfen
Toxische Arbeitsbedingungen bekämpfen
Geeignete Mitarbeiter fördern und fordern
Allgemein Arbeitsbedingungen verbessern
Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter berücksichtigen und belohnen
betriebsschädigenden Führungskräften gerechte Konsequenzen aufzeigen
Arbeitszeit der Produktionsmitarbeiter wertschätzen
Wochenarbeitszeit an den Schichtplan anpassen
Mitarbeiteraustausch mit anderen Modelwerken

Arbeitsatmosphäre

Es herrscht ein toxisches Klima und dies wird auch gefördert. Fairness ist Mangelware, Leistung und Wissen wird nicht belohnt, nur ausgenutzt. Wer kriecht und Geschichten / Lügen erzählt wird befördert, deswegen wird man teilweise von Kollegen verraten. Sowas mag es überall geben aber hier nimmt es Überhand. Nicht ernst gemeintes "Danke vielmol für da Isatz" ist die Belohnung auf die jeder Mitarbeiter wartet, kannste dir nicht mal an de Backe schmiern. HR ist normalerweise eher für den Arbeitgeber da, aber vertritt trotzdem immer beide Seiten, was hier HR-technisch abgeht ist lächerlich. Voll für die Firma, Mitarbeiter aushorchen, ungerechtfertigte Masssnahmen umsetzen, null auf die Bedürfnisse und Probleme der Mitarbeiter eingehen, Unrecht durchdrücken ....... Danke vielmol für da Isatz goht use ans HR.

Image

Das Image der Firma ist mittlerweile eher fragwürdig, so wie die Zustände, passt also. Traurig und ein bisschen unverständlich dass gerade am Hauptsitz so schlimme Zustände herrschen. Die Firma Model verkörpert solche Bedingungen eigentlich auch nicht, deswegen (und wegen Fakebewertungen) gibt es so eine Kluft zwischen den Bewertungen. Im Büro wird teilweise nach der Quintessenz der Model gelebt, dort ist das Klima ein anderes. Dort herrschen scheinbar andere, normale, moderne Bedingungen. Nur leider wird im Büro kein Papier und keine Schachtel hergestellt. Die Wertschöpfung findet durch die Mitarbeiter an den Maschinen statt. Wenn man so weiter macht, wird am traditionsreichen Hauptsitz nach über 140 Jahren die Abrisshupe zum letzten Mal ertönen. Übrigens: wenn man als Modelianer zum Arzt geht (berechtigt oder nicht) wird man teils ausgelacht weil die mittlerweile auch wissen was hier abgeht.

Work-Life-Balance

Es herrscht durchweg Fachkräftemangel. Man arbeitet z. Bsp.: Mo Di Früh, Mi Do Spät, Fr Sa So Nacht, Mo Di frei, Mi Tag, Do Frei, Fr Sa So Früh, Mo Di Spät, Mi Do Nacht, Fr Frei, Sa Tag, So Frei, Mo Tag, Di Frei, Mi Do Früh, .... An den gesetzlichen Freitagen werden teilweise auch Kollegen eingetragen, die kommen dann meist auch wegen Stunden, teilweise werden mehr als die erlaubten 7 Tage am Stück gearbeitet. Der Schichtplan ist seit Jahren der selbe, Änderungsvorschläge werden nicht angenommen. Man wird notiert wenn man erst duscht und dann ausstempelt, man schaut das man möglichst keine Extraminuten für die MAs bezahlt. Das und die 40 Stunden Woche sorgt dafür dass man immer arbeiten muss und seinen Stunden hinterher rennt. Das ist weit weg von einem fortschrittlichen, modernen Schichtsystem. Ich würde sagen es gibt eine gute Work-Sleep-Balance, man hat zwischen den Schichten meist genug Zeit zum schlafen. Auch hier merkt man die fehlende Wertschätzung für die Zeit der MAs.

Karriere/Weiterbildung

Theoretisch sind die Aufstiegsmöglichkeiten, in der Papierindustrie, sehr gut, hier aber kommt meist nur vorwärts, wer bereit ist sich zu gewissen Teilen zu verkaufen. Für das erlernen von Arbeitsplätzen (nach PM1 > PM2) winken lächerliche Lohnerhöhungen. Im selben Atemzug darf, kann, muss man mehr arbeiten, also nein danke. Aber danke vielmol fürs Ahgbot. Was man aber lernt: Bist du studiert, richtest als Maschinenführer schon mehrere Zehntausend Franken Schaden an, die Maschine muss wegen deiner Abwesenheit abstellen und gibst dann die Kündigung ab ja, dann wirst du Prozessingenieur, da richtest du weniger Schaden an.

Gehalt/Benefits

An sich ist das Lohngefüge eher fragwürdig und keinesfalls fair. Dinge wie Mehrarbeit werden nicht entlohnt, im Gegenteil XD wer Überstunden auszahlen lässt ist selber Schuld, da gibts quasi Abzüge. Sonntagszuschläge sind auch nicht an gearbeitete Sonntage geknüpft, es bekommen alle die selben Zuschläge, wenn die gearbeiteten Sonn- und Feiertage fair verteilt sind ist das eigentlich kein Problem. Im Schnitt lässt sich sagen man verdient durch die Schichtzulage ganz ok aber das wiegt das Leben was man aufgibt nicht auf, das Gehalt/Arbeit-Verhältnis ist nicht gut. Es gibt kostenloses Wasser. Bonus, Gewinnbeteiligung oder ähnliches gibt es nicht. Lohnerhöhungen gibt es auch nur für artige Mitarbeiter. Wie Lohnerhöhungen sonst verteilt werden entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn an Weihnachten nicht gearbeitet wird, wegen Stillstand, werden einem Stunden abgezogen? Lohn kommt pünktlich. Altersvorsorge sei wohl ganz gut aber wenn man hier bis zur Rente arbeiten will und dies auch schafft, bleibt einem glaub nicht mehr viel von der Vorsorge. Danke vielmol für da Isatz.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Papierherstellung ist wasser- und energieintensiv, alleine wegen der Kosten ist man schon bemüht sich zu verbessern aber so richtig sinnvolle Sachen werden nicht umgesetzt. Nicht jedes Projekt kann ein voller Erfolg sein aber erschreckend oft sind die Projekte nicht fertig gestellt oder das Ergebnis ist sogar schlechter als die Ausgangslage. Teilweise werden Sachen umgesetzt da greift man sich als Papiermacher an den Kopf, aber gut Holzwirtschafts- und Fensterbauingenieure habe wahrscheinlich einen anderen Blick auf die Papierproduktion. Klar kann auch nicht alles auf einmal umgesetzt werden und nicht jeder ist immer mit allem zufrieden aber es scheint eher so als möchten einzelne Studierte die Bildung von Wasserstoffbrückenbindungen neu erfinden und sich profilieren. Die Bedürfnisse oder Probleme der Mitarbeiter spielen keine grosse Rolle. Bei Krankheit wird emotional erpresst, die Versicherung informiert oder gleich mit Kündigung gedroht anstatt sich den Ursachen des erhöhten Krankenstandes zu stellen. Danke vielmol für da Isatz.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt in der Produktion ist mässig. Einige braune Hälse stören den Zusammenhalt massiv. Dadurch gibt es auch keine klare Front welche gegen die ganzen schieflaufenden Dinge vorgehen könnte. Beispiel: sehr viele regen sich darüber auf das man um Zeit oder Urlaub betrogen wird aber für sein Recht einstehen und gegen diese Unrechtmässigkeiten vorgehen möchte keiner. Ansonsten gibt es ein sehr gut ausgeprägtes Spionagenetzwerk. Und in der Gerüchteküche wird auch fleissig gekocht.

Umgang mit älteren Kollegen

Sie haben gesetzlich 5 Tage mehr Urlaub, das wars. Jüngere Kollegen können 2% Lohn abgeben und bekommen dann auch 5 Tage mehr Urlaub, davon dürfen die älteren keinen Gebrauch machen = Jüngere und Ältere haben eigentlich den selben Urlaubsanspruch. Natürlich gibt es nicht für jeden einen Tagesarbeitsplatz aber an anderen Annehmlichkeiten für Ältere ist man auch nicht interessiert (man kann ja gehen wenn man nicht mehr hier arbeiten kann oder mag). Letztes Jahr ist jemand gegangen der über 35 Jahre hier war, die Verabschiedung war eine Frechheit, zwischen Tür und Angel in der stinkigen Warte. Kannst du dir echt nicht ausdenken. Grüsse an den alten Kellergänger.

Vorgesetztenverhalten

Das Wissen und der Fleiss mehrerer Werkführer ist mangelhaft. Schön wenn die in irgendwas geschult werden, bringt nur nichts wenn sie die Anlagen nicht beherrschen = 0 Autorität durch Kompetenz. Die neue Produktionsleitung hat mangelhafte Führungskompetenzen (nichts neues im Vergleich zur Alten) und mangelndes Fachwissen bezüglich der Produktionsanlagen. Da hilft es auch nichts das sie selber über sich sagt: als Techniker hat man grundsätzlich 50% mehr Wissen als ein Meister. Verrückt ist auch das sie eher auf einen hinterhältigen Schäfer hört als auf Fachleute. Die Betriebsleitung ist weltfremd, uneinsichtig und nur darauf aus selbst gut dazustehen, wirkt mittlerweile aber eher betriebsfremd. Die Mitarbeiter werden nicht menschlich behandelt, ihre Bedürfnisse spielen keine Rolle. Gleichzeitig wundert man sich warum die Stimmung schlecht ist. Einfache Lösungen, von einfachen Maschinenführern, für einfache Probleme werden eher weniger umgesetzt da sie nicht von hochstudierten Papierwissenschaftlern in wissenschaftlichen Ausarbeitungen präsentiert wurden. Die Betriebsleitung ist mehr damit beschäftigt den Probenofen auszuschalten als Probleme anzugehen oder Ineffiziens zu beseitigen.

Arbeitsbedingungen

Papier muss getrocknet werden, deswegen ist das Klima in solchen Hallen eher warm und feucht aber 55° Grad und teils an die 100% Luftfeuchtigkeit in der Halle sind schon heftig. An manchen Tagen könnten wir das Salz von den T-Shirts der Gehilfen kratzen und als Fleur de Model verkaufen, natürlich Spitzenqualität, weil Swissmade. Bei speziellen Arbeiten kann es auch mal Richtung 70° Grad gehen (vorsichtig geschätzt). Manchmal liegt auch ein kopfschmerzbereitender Geruch in der Luft, von Chemie oder Waschmittelkartons die verarbeitet werden. Die Anlagen in der Papierindustrie sind oft etwas älter, hier auch. Sie sollten gut gepflegt, gewartet, Instand gehalten und von Zeit zu Zeit teilweise modernisiert werden. Dies versuchen wir aber gerade Modernisierungsprojekte scheitern frappierend oft. Die Instandhaltung ist in letzter Zeit beunruhigend schlecht, wohl aus Kostengründen. Deswegen läuft es aktuell eher mäßig und ich denke auf lange Sicht wird das noch teurer.

Kommunikation

Auf der Schicht, unter den Kollegen herrscht eigentlich ein guter Austausch, man muss nur aufpassen wem man was erzählt. Aber eigentlich spielt das auch keine Rolle, zur Not wird etwas erfunden damit man ein paar Geschichten verbreiten kann. Das der Mist auch noch ohne zu hinterfragen geglaubt wird spricht für sich. Früher waren persönliche Angriffe, Unterstellung von Fehlern, Beleidigung, ja sogar Tätlichkeiten Arbeitsalltag in der Papierproduktion. Dies ist etwas besser geworden dennoch gibt es keine Wertschätzung und das Verhalten der höheren Führungskräfte ist sehr fragwürdig und teils unangemessen. Die Kommunikation in Richtung Familie Model ist einseitig und wahrscheinlich von Geschichten / Lügen geprägt. Es läuft noch zu gut damit die Familie Model die Praktiken in der eigenen Firma nicht hinterfragt. Der alte COO musste gehen, eingesetzt wurde danach der Junior. Leider sieht oder hört man ihn nicht, schade wenn in einem Familienunternehmen die Familie nicht wirklich greifbar ist.

Gleichberechtigung

In der Papierproduktion gibt es eine Dame, wenig bis keine Frauen sind in der Branche eher normal. Aufstiegschancen sind generell nicht fair. Wie schon beschrieben kommt man mit Geschichten / Lügen weiter oder erzwingt sich etwas mit Kündigung. Wiedereinsteiger kenn ich einen, er ging wegen toxischem Mist, ist wiedergekommen weil seine neue Firma eintönig und saisonlastig war oder so, der hat noch ein oder zwei Jahre und wusste das hier Mangel ist und er seinen alten Job easy wiederbekommen kann. Ansonsten kommt eher keiner zurück, alle sind froh wenn sie weg sind. Dem Einen wünsch ich ne ruhige Zeit bis zur Rente auch wenn ich das wohl nicht mehr erleben werde. Ich hoffe du warst zufrieden mit mir, tschau Blume.

Interessante Aufgaben

Die Papierherstellung ist eine sehr interessante, vielseitige und wertschöpfende Tätigkeit. Es ist eigentlich für jeden was dabei, es gibt eine gewisse Abwechslung, wobei man das noch verbessern könnte wenn man etwas durchwechseln würde aber das ist aufgrund des Personalmangels nicht wirklich möglich und am Ende bedeutet das wieder mehr Arbeit. Ausserdem gibt es in der TPW sehr viel Potenzial welches die letzten Jahre liegen gelassen wurde, dies zu schöpfen würde sehr viel Spass und Freude bereiten. Ganz ehrlich ich brenne eigentlich für meinen Beruf! Ich finde es sehr traurig das solche Führungskräfte und jahrelanges Missmanagement zu solchen Bedingungen führen und mich dazu bringen meinen doch sehr gemochten Job aufzugeben. Danke vielmol für da Isatz.

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Arbeitgeber-Kommentar

Michael UebersaxHead of HR; Mitglied der Geschäftsleitung

Lieber Kollege

Auch wenn Du Dir sehr viel Frust von der Leber schreibst und hart mit uns ins Gericht gehst, möchte ich es nicht unterlassen, Dir für Deinen Beitrag zu danken. Selbstverständlich hätte ich mir gewünscht, dass Du Deine Sternebewertungen etwas differenzierter vergibst (denn im Text zählst Du ja doch auch einzelne positive Aspekte auf), aber klar, es ist Dein gutes Recht, Deine Sicht der Dinge so darzustellen, wie für Dich stimmig. Und letztendlich bringen uns nur auch diejenigen Punkte als Unternehmen weiter, bei denen wir uns weiter verbessern können. Daher: danke, dass Du Dir die Mühe für diese Bewertung gemacht hast.

Zu zwei Punkten möchte ich eine Anmerkung machen:

Die beständige Weiterentwicklung unserer Führungskräfte ist uns sehr wichtig, hier investieren wir viel Zeit und Geld. Dass damit eine Transformation der Führungsarbeit mit einher geht, das ist ein gewollter Effekt - und das hat auch zur Folge, dass Dinge anders gesehen werden, bzw. neu angegangen werden. Dass dies den einen oder anderen Kollegen, der schon lange dabei ist, auch verärgert - damit müssen wir leben. Alles in allem merken wir jedoch eine beständige Verbesserung der Führungsarbeit unserer Vorgesetzten. Das bestärkt uns in unserem Weg.

Die beständige Weiterentwicklung der Arbeits- und Schichtzeiten ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Hier haben wir viel in die Befähigung der Vorgesetzten investiert, aber auch in intensiver Zusammenarbeit mit den Behörden unsere Schichtpläne weiter entwickelt. Hierbei allen Bedürfnissen jederzeit gerecht zu werden, ist und bleibt eine Herausforderung und kommt manchmal der Quadratur des Kreises gleich. Aber sei versichert: wir nehmen diese Herausforderung auch weiterhin an.

Darüber hinaus: die beständige Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir versuchen dabei immer, die persönlichen Wünsche und die betriebliche Erfordernisse und Möglichkeiten in eine gute Balance zu bringen - was uns oft auch ganz gut gelingt. So konnten wir z. B. auch einigen Mitarbeitenden aus den Papierfabriken in der Schweiz ermöglichen, bei der Inbetriebnahme in Eilenburg vor Ort mitzuwirken. Viele Kollegen haben diese Möglichkeit des Erfahrungsaustausches und der persönlichen Horizonterweiterung sehr geschätzt. Aber klar, manchmal gelingt es uns auch nicht, die Bedürfnisse des Mitarbeitenden vollumfänglich zu erfüllen - was bei Dir der Fall scheint. Das tut uns weh, denn oftmals müssen wir dann Kollegen auch ziehen lassen.

Vielleicht hast Du Interesse, mit mir noch ein persönliches Gespräch zu führen? Dann komm gern auf mich zu.

Beste Grüsse und alles Gute Dir,
Michael Uebersax

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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