Ihr Unternehmen?

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Müller 
Martini 
Gruppe
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Glücklicherweise wieder weg - Vorgänger war wohl innert Monaten wieder weg

1,8
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Müller Martini in Zofingen gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

- Homeoffice: Zwei Tage wie im Bewerbungsgespräch versprochen — auch für Mitarbeitende ohne Familie und mit langer Pendelzeit.
- Pausen: Gesetzliches Minimum vorschreiben, Aufteilung und Timing dem Mitarbeitenden überlassen.
- Raucherregelung: Überdenken — die 42 Minuten Pause reichen, wenn sie flexibel genutzt werden dürfen.
- Feedback-Kultur: Deutlich ausbauen — regelmäßig, konstruktiv und nicht nur bei Kündigung oder Kritik.
- Entwicklungsmöglichkeiten: Karriere und Gehalt an Kompetenz und Leistung koppeln, nicht an reine Betriebszugehörigkeit.

Arbeitsatmosphäre

Viele Meetings, die sich spürbar auf die Bearbeitung der eigentlich wichtigen Themen auswirken. Der Fokus liegt oft auf Abstimmung statt auf Umsetzung.

Work-Life-Balance

Im Bewerbungsgespräch wurde mit zwei Homeoffice-Tagen geworben. Nach ca. 9 Monaten gab es einen Tag, nach ca. 15–16 Monaten keinen zweiten — bei 3 Stunden täglicher Pendelzeit (Bürojob). Ein später eingestellter Kollege mit ähnlicher Pendelzeit hatte ebenfalls keinen Homeoffice-Tag.

Aussage der Führungskraft: „Zwei Tage Homeoffice sind eigentlich nur für Personen mit Familie“ — nicht für Personen mit langer Pendelzeit.

Die Arbeitszeit lässt sich nicht flexibel nutzen: Pausen dürfen nicht frei gewählt oder aufgeteilt werden. Fest vorgegeben sind 12 Minuten Znüni und 30 Minuten Mittagspause. Eine Aufteilung (z. B. 6 Min vormittags und 6 Min nachmittags) ist nicht erlaubt.

Für Raucher:innen werden zusätzlich pauschal 20 Minuten pro Tag angerechnet — obwohl die ohnehin vorgesehenen 42 Minuten Pause ausreichen würden, wenn man sie flexibel nutzen dürfte. Effektive Regelarbeitszeit für Raucher:innen: 9,33 Stunden (12 + 30 + 20 Min Pause plus 8,3 h Arbeitszeit), zzgl. Pendelzeit.

Karriere/Weiterbildung

Aussage der Führungskraft: „Learning on the job“ — keine externen Schulungen, kein LinkedIn Learning o. Ä., nur interne Einweisungen an der Maschine o. Ä.

Für eine Senior-Stelle soll man laut Vorgesetzten mindestens fünf Jahre im Unternehmen sein — unabhängig vom mitgebrachten Know-how. Entwicklungsmöglichkeiten sind in der Praxis kaum vorhanden.

Kollegenzusammenhalt

In Ordnung, aber schwer pauschal bewertbar. Unter Kolleg:innen herrscht ein respektvoller Umgang, ohne dass ein starkes „Wir-Gefühl“ entsteht.

Vorgesetztenverhalten

Die Führungskraft nimmt an Team-Meetings praktisch nicht teil und ist vor allem bei übergreifenden Abstimmungsmeetings präsent. Echte Teamführung — Anleitung, Begleitung, Feedback im Arbeitsalltag — fehlt dadurch weitgehend. Die Rolle als Vorgesetzte:r wird so aus meiner Sicht nicht erfüllt.

Zusätzlich herrscht ein harter Umgangston, der im restlichen Unternehmen so nicht üblich ist und offiziell auch nicht erwünscht wird — von der FATALen Führungskraft wird er dennoch regelmäßig angewendet.

Wenig proaktive Kommunikation, obwohl am Ende deutliche Kritik kam. Themen, die dem Mitarbeitenden konkret helfen würden (Feedback, Homeoffice, Pausenregelung), werden wiederholt verschoben.

Arbeitsbedingungen

Älteres Gebäude. Klimatisierung ist fast nirgends vorhanden. Wo überhaupt etwas installiert ist, handelt es sich um einen starren Wärmetauscher ohne sinnvolle Regelung — im Frühling, wenn die Außentemperaturen wieder sinken, wird es in den Räumen spürbar kalt. Viele tragen dann Pullis und Jacken am Arbeitsplatz.

Kommunikation

Meetings: Sehr hoher Anteil an Meetings, der spürbare Ergebnisse oder klare Entscheidungen bringt selten mit sich — auch aus Sicht von jemandem, der grundsätzlich nicht meeting-affin ist.

Informationsweitergabe: Gering. Wichtige Informationen kommen oft spät, unvollständig oder gar nicht an.

Gehalt/Benefits

Gehalt: Regional im Durchschnitt. Nach fast 1,5 Jahren gab es keinerlei Gespräch zu Gehalt oder Entwicklung — keine Perspektive, solange die internen Hürden nicht erfüllt sind.

Benefits: Falls welche existieren, waren sie in der Praxis nicht spürbar bzw. nicht attraktiv.

Entwicklungsperspektive beim Gehalt ist stark an die Firmenzugehörigkeit gebunden — laut Vorgesetzten mindestens fünf Jahre im Unternehmen, unabhängig von Leistung oder mitgebrachtem Know-how.

Interessante Aufgaben

Die fachlichen Aufgaben sind anspruchsvoll und abwechslungsreich — definitiv vorhanden.

Allerdings: Statt echtem Interesse an Inhalt und Entwicklung herrscht vor allem Druck auf Ergebnisse. Wertschätzung oder konstruktives Feedback im Nachgang fehlt weitgehend. Die Belegschaft hat ein hohes Durchschnittsalter; Interesse an Veränderungen ist entsprechend gering.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.