„Gutes Team, aber hoher Druck, schwache Führung, wenig Struktur, faire Löhne und Perspektiven fehlen.“
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Team ohne die Chefs
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führung
Verbesserungsvorschläge
Radikaler Führungswechsel
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsbelastung ist dauerhaft hoch und häufig mit erheblichem Zeitdruck verbunden. Seitens des Unternehmens fehlt es an wirksamen Maßnahmen zur Entlastung. Überstunden werden regelmäßig erwartet und sind praktisch fester Bestandteil des Arbeitsalltags.
Image
Die MUNDO AG geniesst als regionaler B2B-Lebensmittellieferant ein überwiegend solides bis positives Image. Sie gilt als traditionsreich, zuverlässig, kundenorientiert und professionell. Zertifizierungen und Nachhaltigkeitsmassnahmen stärken diese Wahrnehmung. Deutlich kritischer fällt das Arbeitgeberimage aus: Mitarbeitende bemängeln vor allem Führung, Kommunikation und Arbeitsbelastung. Wegen der wenigen Bewertungen sind diese Ergebnisse jedoch nur eingeschränkt repräsentativ. Insgesamt ist das Kundenimage stärker als das Arbeitgeberimage.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance scheint im Unternehmen kaum eine Rolle zu spielen. Es entsteht der Eindruck, dass die Arbeitsleistung über dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden steht und einzelne Beschäftigte jederzeit ersetzbar sind.
Karriere/Weiterbildung
Die internen Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sind stark begrenzt. Einzelne Beförderungen werden zwar prominent als positive Beispiele dargestellt, über einen Zeitraum von rund 20 Jahren scheinen diese jedoch eher Ausnahmen geblieben zu sein. Viele Mitarbeitende mit beruflichen Ambitionen haben das Unternehmen verlassen, da sie intern keine ausreichenden Perspektiven sahen.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung ist aus meiner Sicht nicht marktgerecht und liegt bei vergleichbaren Positionen teilweise deutlich unter dem branchenüblichen Niveau. Möglicherweise trägt dies dazu bei, dass verstärkt Mitarbeitende aus dem Ausland rekrutiert werden. Das Gehalt deckt zwar die grundlegenden Lebenshaltungskosten, weist nach meiner Einschätzung jedoch eine Abweichung von bis zu 40 Prozent gegenüber marktüblichen Löhnen auf. Bonuszahlungen erfolgen teilweise ohne erkennbare Zielvereinbarungen oder transparente Kriterien, wodurch die Vergabe willkürlich wirken kann.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man versuchts
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der meisten Teams herrscht grundsätzlich eine gute Arbeitsatmosphäre. Im Einkauf sowie in Situationen, in denen Führungskräfte anwesend sind, wirkt die Stimmung jedoch häufig spürbar angespannter.
Umgang mit älteren Kollegen
In der Geschäftsleitung steht in absehbarer Zeit ein Generationenwechsel an. Gleichzeitig wird der Eindruck vermittelt, dass jüngere Mitarbeitende und Nachwuchskräfte bislang nur unzureichend gefördert und auf zukünftige Führungsaufgaben vorbereitet werden.
Vorgesetztenverhalten
Bei der Besetzung von Führungspositionen, teilweise auch auf Geschäftsleitungsebene, ist die erforderliche fachliche und soziale Eignung nicht immer erkennbar. Mitarbeitende verfügen mitunter über mehr Fachwissen und praktische Erfahrung als ihre Vorgesetzten. Besonders im Vertrieb besteht aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf bei der Führungsqualität.
Arbeitsbedingungen
Der Arbeitsalltag ist von dauerhaft hohem Druck geprägt, ohne dass ausreichende Möglichkeiten zur Entlastung bestehen. Selbst bei erreichten Zielen fehlt häufig die Anerkennung; stattdessen werden die Erwartungen unmittelbar weiter erhöht. Zudem entsteht der Eindruck, dass sich einzelne Personen mit den Leistungen anderer profilieren, während sie deren Beitrag gleichzeitig abwerten. Teilweise scheinen sich solche Verhaltensweisen bereits seit vielen Jahren etabliert zu haben.
Kommunikation
Die Kommunikation, insbesondere von der Führungsebene zu den Mitarbeitenden, ist verbesserungswürdig. Bei schwierigen oder konfliktbehafteten Themen fehlt es teilweise an Einfühlungsvermögen, Wertschätzung und einem konstruktiven Umgang.
Gleichberechtigung
Die stärkere Diversität in der Geschäftsleitung ist grundsätzlich positiv. Allerdings bleibt unabhängig vom Geschlecht unklar, nach welchen fachlichen und persönlichen Kriterien Führungspositionen besetzt werden. Kompetenz und Eignung sollten bei allen Ernennungen transparent im Vordergrund stehen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind häufig wenig abwechslungsreich. Gleichzeitig prägen kurzfristige Probleme und spontane „Brandbekämpfungsaktionen“ den Arbeitsalltag. Fehlende klare Prozesse und Strukturen erschweren zusätzlich eine planvolle, effiziente und vorausschauende Arbeitsweise.