Hohe Erwartungen, gnadenlose Arbeitslast, keine Unterstützung und vollständiger Mangel an Wertschätzung
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte schulen: Respekt, Verantwortung übernehmen und nicht nach unten delegieren, wenn etwas schiefgeht.
Arbeitslast realistisch verteilen: Eine Person kann nicht dauerhaft die Arbeit von mehreren tragen.
Wertschätzung proaktiv zeigen: Nicht erst reagieren, wenn Mitarbeitende darauf hinweisen müssen.
Kommunikation verbindlich machen: Weniger Gerede, klare Informationen, feste Zusagen und Termine.
Digitale Prozesse endlich umsetzen: Papier abschaffen, funktionierende Systeme nutzen und konsequent digital arbeiten.
Faire Löhne einführen: Verantwortung, Qualifikation und Betriebszugehörigkeit müssen sich im Lohn widerspiegeln.
13. Monatslohn einführen: Branchenstandard akzeptieren statt hinterherzuhinken.
Langjährige Mitarbeitende respektieren: Erfahrung anerkennen, fördern und fair entlöhnen.
Weiterbildung ermöglichen: Studium oder Weiterbildung aktiv unterstützen statt systematisch zu blockieren.
Arbeitsbedingungen verbessern: Nachhaltige Lösungen statt kurzfristiger Flickarbeit.
Image und Realität angleichen: Nach außen weniger Schein, intern endlich Substanz.
Klare Zuständigkeiten schaffen: Verantwortung darf nicht beliebig verschoben werden.
Feedback ernst nehmen: Kritik als Chance nutzen, nicht als Angriff verstehen.
Abläufe klar von A bis Z definieren: Viele Prozesse sind nur halb durchdacht. Besonders bei Bestellungen fehlt eine saubere, durchgängige Struktur, was regelmäßig zu unnötigem Mehraufwand führt.
Arbeitsatmosphäre
Unter den Mitarbeitenden herrscht ein guter Zusammenhalt. Auf Führungsebene fehlt jedoch jegliches Gespür für Respekt und Verantwortung. Einzelne höher angestellte Personen überschreiten regelmäßig respektvolle Grenzen und schieben Fehler konsequent auf Mitarbeitende ab, die keinerlei Verantwortung dafür tragen. Das vergiftet das Arbeitsklima nachhaltig.
Image
Nach außen wird ein professionelles und wertschätzendes Bild vermittelt, das mit der internen Realität wenig zu tun hat. Das Image lebt stark von Tradition und Außenwirkung, während intern strukturelle Probleme, mangelnde Wertschätzung und schlechte Arbeitsbedingungen bestehen. Die Diskrepanz zwischen Selbstdarstellung und tatsächlichem Arbeitsalltag ist enorm.
Work-Life-Balance
Auch hier ist ein Stern bereits zu viel. Die Arbeitslast ist für eine einzelne Person deutlich zu hoch und belastet das Privatleben massiv. Unterstützung existiert praktisch nicht. Wer nebenbei eine Weiterbildung oder ein Studium absolvieren möchte, hat hier faktisch keine Chance.
Karriere/Weiterbildung
Praktisch nicht vorhanden. Entwicklungsmöglichkeiten bleiben reine Theorie und werden weder aktiv gefördert noch ernsthaft unterstützt. Wer sich weiterbilden oder beruflich vorankommen möchte, stößt auf Desinteresse oder organisatorische Hürden. Perspektiven für eine nachhaltige Karriere sind kaum erkennbar.
Gehalt/Benefits
Die Löhne werden zwar pünktlich ausbezahlt, sind jedoch deutlich zu tief und stehen in keinem Verhältnis zur Verantwortung. Vergleichbare Jobs, etwa im Detailhandel bei Coop, zahlen spürbar besser und bieten selbstverständlich einen 13. Monatslohn. Dass dies hier nicht einmal ansatzweise umgesetzt wird, wirkt schlicht peinlich. Besonders langjährige Mitarbeitende werden extrem schlecht entlöhnt, was jede Motivation und Loyalität untergräbt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sehr fragwürdig. Während andere Unternehmen längst automatisierte und digitale Prozesse nutzen, wird hier weiterhin unnötig manuell gearbeitet. Abläufe, die problemlos elektronisch laufen könnten, werden nicht umgesetzt. Das führt zu massiver und vermeidbarer Papierverschwendung. Selbst vorhandene Systemfunktionen wie „kein Drucken“ greifen nicht zuverlässig, da trotzdem Ausdrucke erfolgen. Umweltbewusstsein wirkt dadurch eher als leeres Schlagwort statt als gelebte Praxis.
Kollegenzusammenhalt
Perfekt. Unter dem Verkaufspersonal herrscht eine hervorragende Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung. Umso bedauerlicher ist es, dass dieser starke Zusammenhalt durch einzelne Personen von höherer Ebene regelmäßig untergraben und zerstört wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Langdienende und ältere Mitarbeitende werden zwar beschäftigt, aber weder spürbar geschätzt noch gezielt gefördert. Erfahrung scheint intern kaum Gewicht zu haben und wird nicht konsequent genutzt. Anerkennung für jahrelange Loyalität oder Know-how bleibt weitgehend aus.
Vorgesetztenverhalten
Unprofessionell. Witze werden regelmäßig zum völlig falschen Zeitpunkt angebracht und wirken deplatziert. Wertschätzung erfolgt nicht selbstverständlich, sondern erst dann, wenn Mitarbeitende sie einfordern und Vorgesetzte im Nachhinein realisieren, dass sie angebracht gewesen wäre. Führungsverantwortung wird dadurch nur unzureichend wahrgenommen.
Arbeitsbedingungen
Sehr schlecht. Unzureichende Rahmenbedingungen, hohe Belastung und fehlende Unterstützung prägen den Arbeitsalltag. Nachhaltige Verbesserungen sind nicht erkennbar.
Kommunikation
Schrecklich. Informationen werden permanent angekündigt, folgen aber kaum oder gar nicht. Es wird viel geredet, ohne je konkret zu werden. Gleichzeitig wird ständig betont, wie viel das Backstage-Team leistet, ohne dass dies transparent erklärt oder sinnvoll kommuniziert wird. Das Ergebnis ist Verwirrung statt Klarheit und ein dauerhaftes Gefühl von Leerlauf und Desorganisation.
Gleichberechtigung
Ein Stern ist hier bereits zu viel. Mitarbeitende ohne entsprechende Ausbildung oder mit deutlich geringerer Qualifikation werden teilweise bevorzugt behandelt und besser gestellt als langjährige Mitarbeitende mit fachlicher Ausbildung in diesem Bereich. Diese Ungleichbehandlung ist nicht nachvollziehbar und untergräbt jede Form von Fairness.
Interessante Aufgaben
Hier tatsächlich fünf Sterne. Die Arbeit an sich ist sehr spannend, abwechslungsreich und lehrreich. Man sammelt viel fachliche Erfahrung und lernt kontinuierlich dazu. Umso bedauerlicher ist es, dass dieses Potenzial durch die genannten strukturellen Probleme stark geschmälert wird.