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Oberwaid 
AG
Bewertung

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Nach aussen professionell, intern mit deutlichem Verbesserungspotenzial

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Zeitarbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in St. Gallen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es gibt durchaus engagierte Mitarbeitende und einzelne Führungskräfte, die sich um ein gutes Arbeitsumfeld bemühen. Auch die Tätigkeit selbst kann interessant und abwechslungsreich sein.

Leider konnten diese positiven Aspekte für mich die negativen Erfahrungen mit der Führungskultur nicht ausgleichen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schlecht am Arbeitgeber finde ich vor allem die aus meiner Sicht fehlende Gleichbehandlung und die teilweise sehr hierarchische Führungskultur. Kritik wird nicht immer offen angenommen, und Mitarbeitende haben teilweise das Gefühl, dass es sicherer ist, zu schweigen, als Probleme anzusprechen.

Besonders belastend empfand ich das fehlende Vertrauen unter den Mitarbeitenden. Es entstand der Eindruck, dass gewisse Personen durch das Weitergeben von Informationen über Kolleginnen und Kollegen Vorteile bei Vorgesetzten oder HR erhalten konnten. Dadurch entwickelte sich aus meiner Sicht ein zunehmend toxisches Arbeitsklima.

In einzelnen Abteilungen habe ich zudem einen Umgang erlebt, den ich als Mobbing und starken psychischen Druck wahrgenommen habe. Mitarbeitende, die sich gegen bestimmte Entscheidungen oder Verhaltensweisen gewehrt haben, mussten teilweise mit unangenehmen Konsequenzen rechnen.

Auch bei der Dienstplanung und bei personellen Entscheidungen hatte ich nicht immer den Eindruck, dass ausschliesslich nach objektiven und nachvollziehbaren Kriterien gehandelt wurde.

Insgesamt fehlt mir eine wirklich unabhängige und vertrauenswürdige Anlaufstelle für Mitarbeitende. Ein professioneller Arbeitgeber sollte Kritik zulassen, Probleme ernst nehmen und dafür sorgen, dass niemand Angst vor negativen Konsequenzen haben muss, wenn er sich zu Wort meldet.

Verbesserungsvorschläge

Es wäre aus meiner Sicht dringend notwendig, die Führungs- und Unternehmenskultur grundlegend zu hinterfragen. Mitarbeitende sollten unabhängig von ihrer Position oder persönlichen Nähe zu Vorgesetzten fair und respektvoll behandelt werden.

Insbesondere im Umgang mit Kritik wünsche ich mir mehr Offenheit und weniger Angstkultur. Mitarbeitende sollten ihre Meinung äussern können, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen.

Auch die Rolle der HR-Abteilung sollte aus meiner Sicht stärker auf Neutralität, Vertraulichkeit und Gleichbehandlung ausgerichtet sein. Personalthemen sollten nicht davon abhängig sein, zu welcher Führungskraft oder zu welchem Mitarbeitenden man ein gutes Verhältnis hat.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich teilweise als sehr belastend und von Misstrauen geprägt erlebt. In gewissen Abteilungen, insbesondere im Housekeeping und im SPA, hatte ich den Eindruck, dass Mitarbeitende einem erheblichen Druck ausgesetzt waren und sich viele nicht trauten, Probleme offen anzusprechen.

Es entstand aus meiner Sicht eine Kultur, in der es sicherer war, zu schweigen, als Probleme anzusprechen. Mitarbeitende, die sich kritisch äusserten oder ihre Meinung vertraten, mussten teilweise mit erheblichem Druck rechnen.

Besonders problematisch empfand ich, dass gewisse Mitarbeitende offenbar davon profitierten, Informationen über Kolleginnen und Kollegen an Vorgesetzte weiterzugeben. Dadurch wurde das gegenseitige Vertrauen zusätzlich beschädigt und eine sehr unangenehme Dynamik geschaffen.

Kommunikation

Die interne Kommunikation empfand ich teilweise als wenig transparent. Informationen wurden nicht immer offen und gleichmässig an alle Mitarbeitenden weitergegeben.

Besonders bei Konflikten entstand teilweise der Eindruck, dass unterschiedliche Massstäbe angewendet wurden. Das erschwert eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und führt langfristig zu Frustration.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden war grundsätzlich vorhanden, wurde meiner Erfahrung nach aber durch die Führungskultur und das entstandene Misstrauen belastet.

Wenn Mitarbeitende das Gefühl haben, dass Kollegen Informationen über sie an Vorgesetzte weitergeben, entsteht automatisch eine Atmosphäre, in der man vorsichtiger wird und sich weniger offen austauscht.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance empfand ich als stark abhängig von der jeweiligen Abteilung und Führungskraft. Eine faire und vorausschauende Dienstplanung ist für mich ein wichtiger Bestandteil einer guten Unternehmenskultur. Teilweise hatte ich jedoch den Eindruck, dass Dienstpläne auch als Mittel eingesetzt werden konnten, um Druck auf Mitarbeitende auszuüben.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten habe ich als sehr hierarchisch erlebt. In Konfliktsituationen hatte man teilweise den Eindruck, dass grundsätzlich die Sichtweise der Führungskräfte mehr Gewicht erhielt als diejenige der Mitarbeitenden.

Konstruktive Kritik war aus meiner Sicht nicht immer willkommen. Wer sich traute, Dinge offen anzusprechen, musste teilweise mit zusätzlichem Druck oder unangenehmen Konsequenzen rechnen.

Eine gute Führung sollte meiner Meinung nach auf Respekt, Transparenz, Gleichbehandlung und einem offenen Umgang mit Kritik beruhen. Genau hier sehe ich noch erhebliches Verbesserungspotenzial.

Gleichberechtigung

Bei der Gleichberechtigung sehe ich aus meiner persönlichen Erfahrung deutlichen Verbesserungsbedarf. Ich hatte nicht immer den Eindruck, dass für alle Mitarbeitenden dieselben Massstäbe gelten.

Teilweise entstand der Eindruck, dass persönliche Beziehungen, die Nähe zu Vorgesetzten oder die Bereitschaft, sich auf die Seite bestimmter Personen zu stellen, einen Einfluss darauf hatten, wie Mitarbeitende behandelt wurden.

Besonders bei Kritik und Konflikten hätte ich mir eine konsequent neutrale und faire Behandlung aller Beteiligten gewünscht. Aus meiner Sicht sollte die Position oder persönliche Beziehung zu einer Führungskraft niemals darüber entscheiden, wessen Meinung mehr Gewicht erhält.

Ein respektvoller Arbeitsplatz bedeutet für mich, dass alle Mitarbeitenden unabhängig von ihrer Position, Persönlichkeit oder Beziehung zu Vorgesetzten die gleichen Chancen und denselben Respekt erhalten.

Umgang mit älteren Kollegen

Hier kann ich nur meine persönliche Erfahrung wiedergeben. Aus meiner Sicht sollte der Umgang mit langjährigen und erfahrenen Mitarbeitenden stärker von Wertschätzung und Respekt geprägt sein.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen empfand ich insgesamt als eher belastend. Besonders der hohe Druck, die teilweise unklare Kommunikation und der Umgang mit Mitarbeitenden haben das Arbeitsklima aus meiner Sicht negativ beeinflusst.

Die Bedingungen waren zudem stark davon abhängig, in welcher Abteilung und unter welcher Führungskraft man gearbeitet hat. In einzelnen Bereichen herrschte eine Atmosphäre, in der sich Mitarbeitende aus Angst vor Konsequenzen kaum getraut haben, Probleme oder Kritik offen anzusprechen.

Auch die Dienstplanung wurde teilweise als Druckmittel wahrgenommen. Insgesamt hätte ich mir mehr Fairness, Transparenz und einen respektvolleren Umgang mit den Mitarbeitenden gewünscht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beim Umweltbewusstsein sehe ich durchaus Bemühungen, beim Sozialbewusstsein hingegen deutliches Verbesserungspotenzial.

Nach aussen wird ein professionelles und wertschätzendes Bild vermittelt. Im Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden habe ich dies jedoch nicht immer so erlebt. Für mich gehören Sozialbewusstsein und Nachhaltigkeit nicht nur zu einem guten öffentlichen Auftritt, sondern auch zu einem fairen, respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang mit den Mitarbeitenden.

Insbesondere bei Themen wie Gleichbehandlung, Mobbing, psychischem Druck und dem Umgang mit Kritik hätte ich mir deutlich mehr Verantwortungsbewusstsein und Konsequenz seitens der Führung und HR gewünscht.

Gehalt/Benefits

Die Rahmenbedingungen waren für mich insgesamt weniger problematisch als die zwischenmenschlichen und führungsbezogenen Themen. Ein gutes Gehalt kann jedoch eine schlechte Führungskultur langfristig nicht ausgleichen.

Image

Nach aussen wird ein professionelles und gastorientiertes Bild vermittelt. Intern habe ich jedoch teilweise eine deutliche Diskrepanz zwischen diesem Anspruch und dem tatsächlichen Umgang mit Mitarbeitenden erlebt.

Gerade ein Unternehmen im Hotelbereich sollte meiner Meinung nach auch gegenüber den eigenen Mitarbeitenden die Werte leben, die es seinen Gästen vermittelt: Respekt, Wertschätzung und Professionalität.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten sollten transparent und nachvollziehbar sein. In meinem Erleben war jedoch nicht immer klar, nach welchen Kriterien Mitarbeitende gefördert oder bevorzugt behandelt wurden.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.