Gute Sozialleistungen, aber mangelnde Integrität und Respekt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sozialleistungen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es mangelt massiv an klaren Prozessen und Strukturen. Anstatt auf Standards zu setzen, muss das Rad für jedes Projekt neu erfunden werden – oft nur, um kurzfristige Erwartungen der Geschäftsleitung zu erfüllen. Versprochene Prozessoptimierungen existieren nur in der Theorie und sind nirgends schriftlich fixiert. Besonders deutlich wird das organisatorische Chaos beim ERP-Projekt, das symptomatisch für die fehlende Planung ist.
Verbesserungsvorschläge
Transparenz und Ehrlichkeit: Personalmassnahmen sollten wahrheitsgetreu kommuniziert werden. „Vorgeschobene“ Kündigungsgründe schaden der Glaubwürdigkeit der Führung massiv.
Verbindlichkeit: Zugesagte Karriereschritte müssen eingehalten werden. Werden interne Talente durch externe Freelancer ersetzt, zerstört das jegliche Motivation.
Prozessstabilität: Strukturen und Prozesse (z.B. ERP-Einführung) müssen finalisiert und gelebt werden, statt das Rad täglich für Ad-hoc-Ideen neu zu erfinden.
Unternehmenskultur & Respekt: Sexismus und Beleidigungen unter Kollegen (auch nach Feierabend) dürfen nicht toleriert werden. Hier ist ein klares Durchgreifen der Führungsebene nötig.
Gleichbehandlung: Homeoffice-Regelungen sollten fair und nachvollziehbar für alle gelten, nicht nach Sympathie oder Willkür.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre im Team hängt stark vom jeweiligen Tag ab. An manchen Tagen fühlt man sich herzlich willkommen und aufgenommen, an anderen Tagen entsteht jedoch der deutliche Eindruck, als sei man überhaupt nicht erwünscht.
Image
Nach aussen gibt sich die Firma als Top-Arbeitgeber, doch der Schein trügt. Die interne Atmosphäre ist belastet und die Unzufriedenheit unter den Kollegen ist in fast allen Abteilungen deutlich spürbar. Hier klafft eine grosse Lücke zwischen Selbstbild und gelebter Realität.
Work-Life-Balance
Es gibt feste Blockzeiten, die Arbeitszeit ist jedoch weitgehend frei gestaltbar. Auch wenn Termine gelegentlich in die Blockzeiten fallen, ist das unproblematisch.
Karriere/Weiterbildung
Konkrete Aufstiegschancen und Stellenbesetzungen, die intern in Aussicht gestellt wurden, werden im Nachgang ignoriert oder schlicht 'vergessen'. Statt die internen Talente wie versprochen zu fördern, setzt man auf externe Freelancer. Das ist sehr demotivierend.
Gehalt/Benefits
Die Sozialleistungen sind gut. Es besteht die Möglichkeit, verschiedene Beitragsaufteilungen für die Pensionskasse zu wählen (z. B. 40/60 oder 60/60). Die Lohnerhöhung fiel hingegen eher mager aus.
Kollegenzusammenhalt
Früher war die Stimmung deutlich besser. Mittlerweile beleidigen Kollegen einen auch ausserhalb der regulären Arbeitszeiten.
Vorgesetztenverhalten
Der Vorgesetzte ist grundsätzlich in Ordnung und nimmt Rücksicht auf sein Team. Sobald er jedoch mit einer neuen Idee aufwacht, muss das Team alles andere stehen lassen und sich sofort voll darauf konzentrieren.
Arbeitsbedingungen
Bedingungen sind grundsätzlich i.O., Moderne Arbeitsplätze sind vorhanden und werden gepflegt. Homeoffice wird bei gewissen Mitarbeitern nicht zugelassen.
Kommunikation
Bei Personalmassnahmen fällt eine deutliche Diskrepanz zwischen interner Realität und externer Kommunikation auf. Bei Herabstufungen wird nach außen kommuniziert, die betroffene Person habe ‚sich entschieden‘, während bei Kündigungen mit einer ‚Doppelbesetzung im Bereich X‘ argumentiert wird. Gleichzeitig wird die Doppelbesetzung jedoch aufgelöst und die Stelle der entlassenen Person direkt wieder ausgeschrieben.
Zusätzlich belasten zahlreiche interne Themen und Mitteilungen den Arbeitsalltag erheblich und stören die tägliche Arbeit.
Gleichberechtigung
Leider sind sexistische Kommentare im Team an der Tagesordnung.

