Mehr ABB im Logo als in der Kultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Klimaanlage
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe die Unternehmenskultur als wenig transparent und teilweise beschönigend wahrgenommen. Informationen, Entscheidungen und Erwartungen waren nicht klar nachvollziehbar. Kritik wurde nach meiner Erfahrung eher abgewehrt als konstruktiv genutzt. Mehr Offenheit, Verbindlichkeit und Selbstreflexion würden dem Betrieb guttun.
Verbesserungsvorschläge
Die Führungsqualität war für mich einer der grössten Schwachpunkte. Ich habe wenig echtes Leadership erlebt, mangelnde Orientierung, wenig konstruktives Feedback, geringe Selbstreflexion und ein eher hierarchisches statt unterstützendes Führungsverständnis. Für eine nachhaltige Verbesserung sollte das Unternehmen Führungsrollen mit Personen besetzen, die nicht nur verwalten oder anweisen, sondern Mitarbeitende führen, entwickeln und ernst nehmen können.
Arbeitsatmosphäre
Auf dem Papier war das Unternehmen Teil eines internationalen Konzernumfelds, wodurch ich eine moderne, offene und progressive Arbeitsatmosphäre erwartet hätte. In der täglichen Zusammenarbeit habe ich die Kultur jedoch deutlich anders erlebt. Eher traditionell geprägt, wenig fortschrittlich und nicht in dem Masse wertorientiert, wie es die Konzernzugehörigkeit vermuten liess. Zwischen dem äusseren Anspruch und der tatsächlich gelebten Arbeitsatmosphäre bestand aus meiner Sicht eine spürbare Diskrepanz.
Image
Der Anspruch an Unternehmen und Produktportfolio ist hoch. In der Gesamtbewertung von Führung, Transparenz, Prozessen und Unternehmenskultur trat für mich jedoch schnell Ernüchterung ein. Anspruch und Realität lagen aus meiner Sicht deutlich auseinander.
Gehalt/Benefits
Unterdurchschnittlich
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umweltbewusstsein war aus meiner Sicht deutlich stärker ausgeprägt als das Sozialbewusstsein gegenüber Mitarbeitenden. Nachhaltigkeit wurde sichtbar kommuniziert, soziale Verantwortung im Arbeitsalltag jedoch weniger überzeugend gelebt.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams gab es durchaus Zusammenhalt. Zwischen Teams und Abteilungen habe ich jedoch starkes Silodenken erlebt. Bereichsübergreifende Zusammenarbeit wurde aus meiner Sicht zu wenig gefördert und teilweise durch Führung eher erschwert. Das Argument, dies geschehe im Interesse von Firma oder Kunde, war für mich im Alltag nicht nachvollziehbar.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich als sehr enttäuschend erlebt. Aus meiner Sicht fehlten klare Kommunikation, Verlässlichkeit, konstruktives Feedback und ein professioneller Umgang mit Kritik. Führung wurde weniger als Unterstützung und Orientierung wahrgenommen, sondern eher als Kontrolle, Abgrenzung und Verteidigung bestehender Entscheidungen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich unterschiedlich erlebt. Die Büroarbeitsplätze waren aus meiner Sicht zeitgemäss und gut ausgestattet. In der Produktion wirkte die Ausrüstung hingegen eher rückständig, insbesondere gemessen an dem Anspruch, den man mit einem ABB-Betrieb verbinden würde. Ich war überrascht, dass sich an dieser Wahrnehmung während meiner Zeit im Unternehmen wenig geändert hat.
Gleichberechtigung
Die Belegschaft war international geprägt, was ich grundsätzlich als positiv erlebt habe. Unterschiedliche Nationalitäten wurden im Arbeitsalltag akzeptiert und haben die Zusammenarbeit teilweise bereichert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren teilweise interessant und boten fachliche Berührungspunkte mit relevanten Themen. Gleichzeitig bleibt das Produktumfeld aus meiner Sicht eher begrenzt in seiner inhaltlichen Tiefe. Wer stark innovationsgetriebene, strategisch komplexe oder technologisch vielseitige Aufgaben sucht, sollte realistisch prüfen, ob das Tätigkeitsfeld den eigenen Erwartungen entspricht.