PMA anstatt ABB
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut am Arbeitgeber finde ich, dass ABB als Konzern grundsätzlich starke Strukturen, klare Prozesse und internationale Standards bietet. Positiv sind auch die engagierten Mitarbeitenden in einzelnen Bereichen, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen täglich gute Arbeit leisten. Zudem bietet das Unternehmen grundsätzlich Potenzial für Entwicklung, Stabilität und fachliche Weiterbildung, wenn diese Möglichkeiten fair und transparent genutzt werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich, dass die Managementebene gegenüber vielen Mitarbeitenden eher verschlossen wirkt und wenig offen kommuniziert. Der Austausch scheint teilweise stärker auf bestimmte Kollegenkreise beschränkt zu sein, wodurch andere Mitarbeitende weniger einbezogen oder wahrgenommen werden. Dadurch entstehen Intransparenz, Misstrauen und das Gefühl, dass nicht alle Mitarbeitenden gleich behandelt werden.
Verbesserungsvorschläge
Der Arbeitgeber sollte die Führungskultur deutlich verbessern, indem Entscheidungen transparenter, fairer und weniger personenbezogen getroffen werden. Zudem sollten Kommunikation, Wertschätzung und Aufgabenverteilung objektiver gestaltet werden, damit alle Mitarbeitenden nach Leistung, Verantwortung und Kompetenz beurteilt werden. Wichtig wäre ausserdem, die ABB-Werte nicht nur zu kommunizieren, sondern auf allen Managementebenen konsequent vorzuleben.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre bei ABB PMA ist insgesamt durchwachsen. Im direkten Kollegenkreis gibt es viele engagierte und hilfsbereite Mitarbeitende, wodurch die Zusammenarbeit auf Teamebene teilweise gut funktioniert. Leider wird diese positive Basis jedoch durch die Managementebene deutlich geschwächt.
Aus meiner Sicht ist die Führungskultur eher schlecht als gut. Entscheidungen werden nicht immer transparent kommuniziert, Mitarbeitende werden zu wenig einbezogen und wichtige Themen werden teilweise hinter verschlossenen Türen besprochen. Dadurch entstehen Unsicherheit, Frustration und das Gefühl, dass die Meinung der Mitarbeitenden nicht ausreichend geschätzt wird.
Besonders negativ wirkt sich aus, dass Unternehmenswerte wie Zusammenarbeit, Verantwortung und Offenheit zwar kommuniziert werden, im Alltag jedoch nicht immer konsequent von der Führungsebene gelebt werden. Die Arbeitsatmosphäre könnte deutlich besser sein, wenn das Management offener, ehrlicher und mit mehr Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden handeln würde.
Image
Aus meiner Sicht besteht ein deutlicher Widerspruch zwischen dem äusseren Konzernimage von ABB und der tatsächlichen Situation in der Produktion bei PMA.
Besonders negativ ist mir aufgefallen, dass in der Produktion teilweise sehr schlechte Spritzgusswerkzeuge beschafft wurden, obwohl diese sehr teuer waren. Die Werkzeuge wurden lokal bei einer sehr gut bekannten Firma eingekauft, dennoch entsprach die Qualität aus meiner Sicht nicht dem Preis und nicht den Erwartungen, die man an ein Unternehmen mit dem Namen ABB stellt.
Solche Entscheidungen wirken sich negativ auf Effizienz, Qualität, Produktionsstabilität und letztlich auch auf das interne Vertrauen aus. Wenn teure Betriebsmittel beschafft werden, diese aber im Alltag nicht zuverlässig funktionieren oder nicht den notwendigen Qualitätsansprüchen entsprechen, leidet das Image des Unternehmens deutlich.
Aus meiner Sicht müsste ABB PMA bei Investitionen, Lieferantenauswahl und technischen Beschaffungen deutlich kritischer, transparenter und qualitätsorientierter vorgehen. Nur so kann das Image eines professionellen und leistungsfähigen Industrieunternehmens glaubwürdig erhalten bleiben.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance bei ABB PMA bewerte ich mit 1 von 5 Sternen. Aus meiner Sicht wird auch in diesem Bereich nicht fair und nicht nach gleichen Massstäben entschieden. Während gewisse Mitarbeitende bevorzugt behandelt werden und mehr Flexibilität oder Entlastung erhalten, müssen andere deutlich mehr leisten oder erhalten weniger Rücksicht auf ihre private Situation.
Diese Ungleichbehandlung wirkt sich negativ auf Motivation, Belastung und Zufriedenheit aus. Es entsteht der Eindruck, dass nicht objektive Kriterien oder Leistung entscheidend sind, sondern persönliche Nähe zur Führungsebene oder interne Bevorzugung.
Eine faire Work-Life-Balance sollte für alle Mitarbeitenden gleichermassen gelten. Dafür braucht es transparente Regeln, nachvollziehbare Entscheidungen und eine Führungskultur, die alle Mitarbeitenden gleich behandelt und nicht einzelne Personen bevorzugt.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei ABB PMA bewerte ich mit 3 von 5 Sternen. Grundsätzlich gibt es innerhalb von ABB als Konzern gute Möglichkeiten zur Weiterbildung, persönlichen Entwicklung und fachlichen Qualifikation. Die vorhandenen Strukturen und Angebote bieten grundsätzlich Potenzial für Mitarbeitende, die sich weiterentwickeln möchten.
Bei PMA selbst war die Förderung aus meiner Sicht jedoch nicht immer transparent oder gleichmässig verteilt. Es entstand teilweise der Eindruck, dass nicht ausschliesslich Leistung, Erfahrung und Potenzial entscheidend waren, sondern auch persönliche Nähe zur Führungsebene oder interne Beziehungen eine Rolle spielten.
Positiv ist, dass Weiterbildungsmöglichkeiten grundsätzlich vorhanden sind. Kritisch sehe ich jedoch, dass Karrierechancen und Entwicklungsmöglichkeiten konsequenter, fairer und objektiver vergeben werden müssten. Für eine bessere Bewertung bräuchte es mehr Transparenz, klare Kriterien und gleiche Chancen für alle Mitarbeitenden.
Gehalt/Benefits
Aus meiner Sicht stehen Gehalt, Verantwortung und persönliche Arbeitsbelastung nicht in einem fairen Verhältnis zueinander.
Besonders negativ ist, dass die Arbeitslast sehr ungleich verteilt war. Einige Mitarbeitende mussten deutlich mehr Verantwortung, Druck und Zusatzaufgaben übernehmen, ohne dass dies angemessen anerkannt oder finanziell berücksichtigt wurde. Gleichzeitig entstand der Eindruck, dass andere Personen bei geringerer Belastung besser behandelt oder stärker berücksichtigt wurden.
Die Sozialleistungen mögen auf Konzernebene grundsätzlich vorhanden sein, jedoch gleicht dies die aus meiner Sicht unfaire Lohnstruktur und die hohe persönliche Arbeitsbelastung nicht aus. Insgesamt fehlten mir Transparenz, Fairness und eine nachvollziehbare Anerkennung der tatsächlich erbrachten Leistung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein bewerte ich insgesamt mit 4 von 5 Sternen, da ABB als Konzern in diesem Bereich klare Vorgaben, Standards und Erwartungen setzt. Themen wie Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit, soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein werden auf Konzernebene sichtbar gefördert und haben grundsätzlich einen hohen Stellenwert.
Bei ABB PMA selbst wirkt die Umsetzung aus meiner Sicht jedoch weniger stark. Es entsteht der Eindruck, dass viele Massnahmen eher durch den Druck und die Vorgaben von ABB umgesetzt werden, statt aus eigener Überzeugung oder Initiative der lokalen Führungsebene. Ohne diesen konzernweiten Einfluss wäre die Bewertung aus meiner Sicht deutlich schlechter.
Positiv ist, dass durch die ABB-Strukturen gewisse Standards vorhanden sind. Dennoch besteht bei PMA selbst klarer Verbesserungsbedarf, insbesondere bei der konsequenten Umsetzung und beim glaubwürdigen Vorleben von Umwelt- und Sozialbewusstsein im Alltag.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt bei ABB PMA ist aus meiner Sicht sehr schwach ausgeprägt. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der Managementebene, da der Eindruck entsteht, dass gewisse Mitarbeitende aufgrund persönlicher Nähe oder privater Beziehungen bevorzugt werden.
Es wirkt teilweise wie eine Form von Vetternwirtschaft, bei der Kolleginnen und Kollegen aus dem privaten Umfeld stärker gefördert, besser wahrgenommen und mehr wertgeschätzt werden als andere Mitarbeitende. Dies führt zu einem Ungleichgewicht im Team und wirkt sich negativ auf Vertrauen, Motivation und Zusammenarbeit aus.
Besonders problematisch ist, dass sich diese Bevorzugung aus meiner Sicht auch bei Lohn, Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeitsbelastung widerspiegelt. Während einige Mitarbeitende Vorteile geniessen, tragen andere eine deutlich höhere Belastung oder erhalten weniger Anerkennung für ihre Leistung.
Dadurch entsteht kein echter Teamgeist, sondern eher ein Klima von Ungerechtigkeit, Frustration und Misstrauen. Für einen besseren Kollegenzusammenhalt müsste die Führungsebene konsequent fairer, transparenter und leistungsorientierter handeln.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen bewerte ich in meinem direkten Bereich mit 5 von 5 Sternen. In meinem Umfeld wurden ältere Mitarbeitende respektvoll behandelt, ihre Erfahrung wurde geschätzt und sie wurden als wichtiger Bestandteil des Teams wahrgenommen.
Besonders positiv war, dass langjährige Erfahrung und Fachwissen anerkannt wurden. Ältere Kolleginnen und Kollegen konnten sich einbringen und wurden im täglichen Arbeitsumfeld respektiert.
Andere Bereiche kann ich persönlich nicht abschliessend bewerten. Ich habe jedoch vereinzelt gehört, dass der Umgang dort nicht immer gleich positiv wahrgenommen wurde. Meine Bewertung bezieht sich daher ausdrücklich auf meinen eigenen Bereich und meine persönlichen Erfahrungen.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten bei ABB PMA bewerte ich mit 3 von 5 Sternen. Mein direkter Vorgesetzter war sehr akribisch, regelgeleitet und handelte stets wirtschaftlich sowie im Sinne des Unternehmens. Seine Entscheidungen waren nachvollziehbar, strukturiert und auf sachliche Ziele ausgerichtet.
Leider kann ich dies nicht von allen Führungspersonen behaupten. Auf anderen Ebenen wirkte das Führungsverhalten teilweise eher personenbezogen, machtbetont und wenig transparent. Entscheidungen wurden aus meiner Sicht nicht immer nach objektiven Kriterien getroffen, sondern teilweise danach, welche Personen intern bevorzugt oder unterstützt wurden.
Dadurch entsteht ein uneinheitliches Führungsbild: Während einzelne Vorgesetzte professionell, fair und wirtschaftlich handeln, zeigen andere ein Verhalten, das eher hierarchisch, machtorientiert und wenig wertschätzend wirkt. Für eine bessere Bewertung müsste die Führungskultur insgesamt einheitlicher, transparenter und stärker an den Unternehmenswerten ausgerichtet sein.
Arbeitsbedingungen
Aus meiner Sicht waren die Bedingungen in vielen Bereichen nicht zufriedenstellend und haben die tägliche Arbeit eher erschwert als unterstützt.
Besonders problematisch war die ungleiche Verteilung der Arbeitsbelastung. Während gewisse Mitarbeitende entlastet oder bevorzugt behandelt wurden, mussten andere deutlich mehr Verantwortung und zusätzliche Aufgaben übernehmen. Dies führte zu Frustration, Überlastung und dem Gefühl, dass Leistung nicht fair anerkannt wird.
Auch die Rahmenbedingungen, die Kommunikation und die Unterstützung durch die Managementebene waren aus meiner Sicht unzureichend. Entscheidungen wurden nicht immer nachvollziehbar getroffen, und notwendige Verbesserungen wurden zu wenig konsequent umgesetzt.
Insgesamt fehlten faire, transparente und einheitliche Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeitenden. Hier besteht aus meiner Sicht ein sehr grosser Verbesserungsbedarf.
Kommunikation
Die Kommunikation bei ABB PMA ist aus meiner Sicht deutlich verbesserungswürdig. Besonders auf Managementebene wird nicht immer offen, transparent und wertschätzend kommuniziert. Entscheidungen und wichtige Informationen werden teilweise nicht klar weitergegeben, wodurch Unsicherheit und Misstrauen entstehen können.
Der jetzige Unit Manager sowie der damalige QM-Leiter haben in der Kommunikation leider häufig ein Verhalten gezeigt, das stark hierarchisch, kontrollierend und wenig offen wirkte. Teilweise entstand der Eindruck, dass persönliche Machtpositionen wichtiger waren als ein respektvoller und konstruktiver Austausch mit den Mitarbeitenden.
Dieses Führungs- und Kommunikationsverhalten spiegelt aus meiner Sicht die ABB-Werte wie Zusammenarbeit, Verantwortung, Offenheit und gegenseitigen Respekt nicht ausreichend wider. Gerade in einem Unternehmen wie ABB wäre eine transparente, faire und wertschätzende Kommunikation sehr wichtig. Hier besteht klarer Verbesserungsbedarf.
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung bei ABB PMA bewerte ich mit 1 von 5 Sternen. Aus meiner Sicht wurden nicht alle Mitarbeitenden gleich behandelt. Es entstand der Eindruck, dass persönliche Nähe zur Führungsebene, private Beziehungen oder interne Zugehörigkeiten stärker gewichtet wurden als Leistung, Erfahrung und fachliche Kompetenz.
Diese Ungleichbehandlung zeigte sich aus meiner Sicht bei Wertschätzung, Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitsbelastung und teilweise auch bei Lohn- und Entscheidungsfragen. Während gewisse Mitarbeitende bevorzugt behandelt und gefördert wurden, hatten andere deutlich weniger Chancen oder mussten eine höhere Belastung tragen.
Eine faire Unternehmenskultur sollte auf objektiven Kriterien, Transparenz und gleichen Chancen für alle basieren. In diesem Bereich besteht aus meiner Sicht erheblicher Verbesserungsbedarf.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben bei ABB PMA waren teilweise interessant, jedoch insgesamt aus meiner Sicht zu wenig abwechslungsreich und nicht immer sinnvoll verteilt. Es gab durchaus Tätigkeiten mit fachlichem Anspruch und Potenzial, jedoch wurden diese Möglichkeiten nicht gleichmässig oder transparent vergeben.
Auch hier entstand der Eindruck, dass bestimmte Mitarbeitende bevorzugt Zugang zu spannenderen Aufgaben, Projekten oder Entwicklungsmöglichkeiten erhalten haben, während andere eher mit wiederkehrenden oder belastenden Aufgaben konfrontiert wurden. Dadurch wurde das Potenzial vieler Mitarbeitenden nicht ausreichend genutzt.
Insgesamt fehlte mir eine faire und strukturierte Aufgabenverteilung sowie die Möglichkeit, sich fachlich breiter einzubringen. Mit mehr Transparenz, besserer Planung und einer objektiveren Verteilung von Aufgaben könnte dieser Bereich deutlich verbessert werden.