Keine Integrität: Mobbing, Diskriminierung und Straftat-Vorschlag vom Vorgesetzten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe den Vorfall dem CEO schriftlich gemeldet, weil mein direkter Vorgesetzter mir empfohlen hatte, mich krankschreiben zu lassen, obwohl ich nicht krank war – mit dem Ziel, mehrere tausend Franken auf Kosten des Unternehmens zu erhalten. Der Vorgesetzte machte dabei deutlich, dass ich niemandem davon erzählen solle. Auf meine schriftliche Meldung antwortete der CEO ebenfalls schriftlich, lediglich, es handle sich um eine „unüberlegte Aussage von Führungskräften“.
Ich habe mich zudem schriftlich beim CEO über folgende Punkte beschwert: Im Unternehmen herrschte eine von der Führungsebene geduldete Kultur des Mobbings und der Diskriminierung, begleitet von einer ausgeprägten Täter-Opfer-Umkehr. Frauen wurden als Objekte dargestellt, homophobe und transfeindliche Bemerkungen gemacht, Mitarbeitende ohne Schweizerdeutschkenntnisse benachteiligt und vegane Angestellte offen ausgegrenzt.
Auch diese Missstände habe ich direkt in schriftlicher Form beim CEO angesprochen – seine schriftliche Antwort lautete: Es handle sich um „keine feindliche Ansicht“. Zusätzlich erklärte er, es fehle im Unternehmen an „Awareness bezüglich wichtigen Themen, wie Aussagen und Körpersprache gegenüber anderen Personen zur Geltung kommen können.“ Damit wurde das Verhalten nicht benannt, sondern relativiert – als fehle es nur an „Awareness“ und nicht an Respekt.
Ich schreibe diese Bewertung nicht aus Frust, sondern aus Verantwortung – damit andere Menschen, Kund:innen und Partner nicht unvorbereitet in eine toxische Unternehmenskultur geraten. Wer Transparenz, Integrität oder Respekt erwartet, sollte sich gut überlegen, ob er oder sie diese Werte bei Rauscher & Stoecklin tatsächlich vorfinden wird.