Rhätische Bahn AG als Arbeitgeber

Kein Firmenlogo hinterlegt

Management / Führungsetage ist weit weg von der Basis

3,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Rhätische Bahn AG (RhB) in Chur gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Zusammenhalt unter den Kollegen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Zehrt fälschlicherweise vom guten Image. Der Verwaltungsrat müsste professionalisiert werden (die Politik ist zu stark vertreten), was zu Geldverschwendung und schlechten / unnötigen Projekten führt und dazu, dass für Fehlentscheidungen im Management niemand Verwantwortung übernehmen muss.

Verbesserungsvorschläge

Es wäre an der Basis viel Know-how vorhanden - man müsste nur Zuhören und Umsetzen. Der Kunde (via Kundendienst) hat nicht immer recht - den eigenen Mitarbeitern mehr vertrauen.

Arbeitsatmosphäre

Grosse Hilfsbereitschaft unter den Kollegen „an der Front“. Von der Fühung wird man nur als Kostenfaktor wahrgenommen. Es wird nicht gern gesehen, wenn man auf Misstände aufmerksam oder Verbesserungsvorschläge macht. Vom Kundendienst wird immer davon ausgegangen, dass der Kunde recht hat.

Kommunikation

Keine bereichsübergreifende Kommunikation (v.a. zw. Rollmaterial und Produktion), dadurch entgehen viele Möglichkeiten, Dinge auf einfache Weise rasch zu verbessern. Bei den Arbeitern „unten“ wären viele Ideen da Dinge (günstig) zu verbessern, aber dieses Wissen ist von „oben“ nicht gefragt.

Kollegenzusammenhalt

Grosse Hilfsbereitschaft.

Work-Life-Balance

Hohe Jahresarbeitszeit, teils kurze Übergänge zw. zwei Arbeitstagen. Kommt immer wieder vor das vor den Freitagen bis Abends gearbeitet werden muss. Hin und wieder Dienste mit langen Pausen und langer Abwesenheit von Zuhause, an denen man unter 8h bezahlt wird und so Minusstunden macht.

Vorgesetztenverhalten

Die direkten Vorgesetzten geben sich oft Mühe, aber die höheren Führungsebeben zeigen kein sichtbares Intresse, was in ihren Bereichen vorgeht.

Gleichberechtigung

So weit ich beurteilen kann werden bei den Mechanikern, Fahrdienstleitern, Disponenten und beim Zug-, Lok- und Rangierpersonal Frauen und Männer, Ausländer, Schweizer und Homosexuelle gleich behandelt, solange sie nicht „Besserwisserisch“ daher kommen. In der Geschäftsleitung sind jedoch keine Frauen und im Verwaltungsrat nur eine Frau vertreten...

Arbeitsbedingungen

Bei den Trieb- und Anhängefahrzeugen gibt es eine Vielzahl an technischen Zuständen und immer wieder Umbauten und Anpassungen, die es schwer machen, den Überblick zu behalten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Mit dem neuen Fahrplan wurden zur Einhaltung der Pünktlichkeit die Haltezeiten so weit nach Hinten verschoben, dass wir bei den meisten Bedarfshalten nun angehalten werden muss, um nicht zu früh zu sein (auch wenn niemand zusteigt) - eine enorme Energieverschwendung, wenn man bedenkt, dass so ein Zug schnell mal 100t und mehr wiegt und wir bei vielen Banhöfen in die Steigung Anfahren müssen. Vom Feinstaub durchs unnötige Bremsen ganz zu schweigen...

Gehalt/Sozialleistungen

Der Lohnanstieg beim Schicht arbeitenden Personal ist teils recht bescheiden, v.a. angesichts der Tatsache, dass Schichdienst nachweislich die Lebensdauer verkürzt und man in diesen Positionen enorme Verantwortung trägt. Anerkennungsprämien werden gerne dazu genutzt mittels Gutscheine das eigene Unternehmen rsp. Unternehmen, an denen man beteiligt ist, zu unterstützen (man kann nicht frei darüber verfügen).

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„die kleine Rote“


Interessante Aufgaben

Umgang mit älteren Kollegen

Karriere/Weiterbildung