Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Ringier
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Interessanter Job, super Kollegen, unterirdische Bezahlung und kaum Entwicklungsmöglichkeiten.

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Ringier AG in Zürich gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Den Kollegenzusammenhalt, Flexibilität, interessante Aufgaben. Wirklich ein absoluter Traumjob, wenn das schlechte Prestige nicht wäre.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich empfinde immer wieder viele Entscheidungen der obersten Etage (auch Personalien) als kurzsichtig und schlicht falsch. Es gibt kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Die Gehälter sind ein Witz, ausser nach oben raus. Oder man ist um die 35, männlich und schreibt über Wirtschaft. Ringier hat Angst davor, dass Mitarbeiter und Ex-Mitarbeiter über ihre Gehälter sprechen – es wurde uns aktiv und explizit verboten (wir tun es trotzdem). Ich weiss deshalb von einigen Männern, die für den nahezu gleichen Job rund ein Fünftel mehr verdienen als Frauen auf gleicher Ebene mit vergleichbarem Job.

Verbesserungsvorschläge

Die oberste Chefetage nach Können aussuchen und nicht nach Promi-Faktor (ich finde, es spült so regelmässig unfähige Gestalten nach ziemlich weit oben). Es scheint mir, als würde sich die alleroberste Etage bei Personalentscheiden von TV-Erfahrung blenden lassen, oder aber stets auf Leute hereinfallen, die besonders laut und dreist sind. Und Klüngelei und Pöstlischieberei empfinde ich auch als gross.

Es gibt unglaublich viel kreatives Potenzial auf den Redaktionen. Aber es wird nicht gehört, sondern top-down Dinge entwickelt (z.B. Blick TV), bei denen ganze Abteilungen von Anbeginn an sehen, dass das so nicht funktionieren wird. So werden regelmässig Millionen versenkt und dabei an den Redaktionen gespart, die nicht gefragt werden. Die Produkte werden leider so auch immer dünner und schlechter. Ringier nutzt meiner Meinung nach das riesige Potential ihrer Angestellten wirklich schlecht.

Arbeitsatmosphäre

Auf unterer Ebene super

Image

Naja. Blick hat halt ein schlechtes Image. Das strahlt auf alle Publikationen ab, seien sie noch so gut gemacht.

Work-Life-Balance

Ich war immer wieder sehr, sehr dankbar für Ringiers Flexibilität.

Karriere/Weiterbildung

War für mich, trotz stets hervorragenden Zwischenzeugnissen, nicht existent.

Gehalt/Benefits

Es gibt jahrelang keine Lohnerhöhungen und falls es nach einem Jahrzehnt oder länger (!) tatsächlich vielleicht eine gibt, deckt sie nicht einmal die Teuerung ab. Ich verdiene bei der Konkurrenz mehr als ein Drittel (!!) mehr.

Kollegenzusammenhalt

Wirklich super!

Umgang mit älteren Kollegen

Ab einem gewissen Alter, scheint es mir, werden Kollegen in der Regel rausbefördert und überleben leider einfach die nächste Sparrunde nicht mehr. Böse Zungen behaupten, dies sei gewollt, um die Kosten für mögliche Frühpensionierungen einzusparen.

Vorgesetztenverhalten

Auf der Ebene direkte Vorgesetzte wirklich toll. Aber die obere Chefetage empfinde ich seit Jahren immer wieder als inkompetent.

Arbeitsbedingungen

Abgesehen vom Gehalt sind die Aufgaben super und die Kollegen auch. Ich habe mich nach den Ferien jeweils gefreut, wieder zur Arbeit zu kommen.

Kommunikation

Man erfährt Dinge oft von der Konkurrenz, ich empfinde auch die offizielle Kommunikation oft als unehrlich oder verschleiernd.

Gleichberechtigung

Es gibt zwar Equal Voice, aber das erscheint mir eher als ein Lippenbekenntnis. Oben hinaus gibt es immer mal wieder eine Quotenfrau, aber die meisten Chefs sind laute, oft ziemlich aggressive weisse Männer.

Ich habe zudem den letzten Kalender mit nackten Frauen drauf, der offen in der Bildredaktion hing, erst vor drei oder vier Jahren eines Abends heimlich abgehängt und in den Müll geschmissen. So viel zur Gleichberechtigung.

Interessante Aufgaben

Ein Traumjob!


Umwelt-/Sozialbewusstsein

HilfreichHilfreich?1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.