Ihr Unternehmen?

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RONAL 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mehrfachbewertung

Viel Potenzial, viel Erfahrung aber immer weniger Wertschätzung und Vertrauen

2,5
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Ronal AG in Härkingen gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das grosse Potenzial, das nach wie vor im Unternehmen steckt. Der Markt ist schwierig, aber das betrifft auch viele andere Branchen. Autos werden weiterhin gebaut und Räder gebraucht. Die Firma verfügt über einen enormen Erfahrungsschatz, viel Know-how und zahlreiche engagierte Mitarbeitende, die das Unternehmen und die Branche seit Jahren kennen. Dieses Potenzial ist vorhanden, um auch schwierige Zeiten erfolgreich zu meistern. Man müsste es nur wieder stärker nutzen und den Menschen vertrauen, die es mitbringen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass persönliche Interessen und eigene Machtansprüche teilweise wichtiger zu sein scheinen als die eigentlichen Unternehmensziele. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollten der gemeinsame Erfolg, ein respektvoller Umgang und die langfristige Zukunft des Unternehmens im Vordergrund stehen.

Verbesserungsvorschläge

Das Wissen, die Erfahrung und die Loyalität vieler langjähriger Mitarbeitender sind noch immer vorhanden. Dieses Potenzial sollte man endlich wieder erkennen, wertschätzen und nutzen, statt es nach und nach zu verlieren.

Weniger Machtdemonstration, mehr Vertrauen, Respekt und echtes Zuhören. Mitarbeitende sind keine Hindernisse, sondern diejenigen, die das Unternehmen über Jahre mit aufgebaut und erfolgreich gemacht haben. Es wäre an der Zeit, sie wieder als Stärke zu sehen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat sich durch die neue, grösstenteils branchenfremde Führungsriege deutlich verschlechtert. Langjährige Erfahrung und Fachwissen werden kaum berücksichtigt, Kritik und andere Meinungen sind wenig erwünscht. Statt Wertschätzung und Zusammenarbeit prägen zunehmend Druck, Hierarchiedenken und Selbstüberschätzung den Führungsstil.

Besonders erschreckend ist der teilweise respektlose Umgang der Geschäftsführung mit den eigenen Mitarbeitenden. Es wird offen und abfällig über Kollegen oder Teamleiter gesprochen, teilweise in einer Art, die weder professionell noch einer Führungsebene angemessen ist. Wer solche Gespräche mithört, verliert zwangsläufig das Vertrauen und fragt sich, wie wohl hinter dem eigenen Rücken gesprochen wird.

Das Ergebnis ist eine Atmosphäre aus Unsicherheit, Misstrauen und fehlender Wertschätzung.

Kommunikation

Kommunikation war schon immer eine Schwachstelle dieser Firma. Mittlerweile entsteht jedoch der Eindruck, dass die Führungsebene es schlicht nicht für nötig hält, Mitarbeitende ausreichend zu informieren oder einzubeziehen. Projekte drehen sich dadurch in endlosen Schleifen oder verlaufen im Sande. Das kostet Geld, Zeit und vor allem Motivation.

Gleichzeitig funktioniert der informelle Informationsfluss erstaunlich gut, leider auch bei vertraulichen und sensiblen internen Themen, die nicht für alle bestimmt sind. Das verstärkt Frustration und Misstrauen.

Das Ergebnis: wachsende Frustration, Misstrauen und fehlende Transparenz.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden ist grundsätzlich gut, insbesondere in langjährig eingespielten Teams. Man unterstützt sich gegenseitig, hilft einander und versucht, gemeinsam das Beste aus der Situation zu machen.

Schwieriger wird es dort, wo erfahrene Mitarbeitende das Unternehmen verlassen oder ausgetauscht werden und neue Personen ohne entsprechende Branchenkenntnisse nachrücken. Dadurch geht wertvolles Wissen verloren und es entsteht zusätzliche Unruhe.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist grundsätzlich gut. Bis zu 2 Tagen Homeoffice pro Woche sind möglich und wird auch genutzt. (Früher drei)

Allerdings lässt sich die zunehmende psychische Belastung durch das Arbeitsklima nicht einfach nach Feierabend abschalten. Viele Sorgen und Frustrationen nimmt man mit nach Hause. Die räumliche Flexibilität stimmt, die mentale Entlastung leider immer weniger.

Vorgesetztenverhalten

Viele direkte Vorgesetzte versuchen, ihre Mitarbeiter zu unterstützen und weiterzuentwickeln, stossen dabei jedoch selbst immer wieder an die Grenzen der Unternehmensführung.

Auf höherer Führungsebene herrscht teilweise ein rauer, respektloser Umgangston. Führungskräfte sind selten vor Ort, regelmässige Ziel- und Entwicklungsgespräche finden oft nur oberflächlich statt. Gleichzeitig wird eine ständige Erreichbarkeit und Verfügbarkeit nahezu selbstverständlich vorausgesetzt.

Häufige Wechsel und mangelnde Kontinuität erschweren zusätzlich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wertschätzung und zeitgemässe Mitarbeiterführung sehen anders aus.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind grundsätzlich spannend und vielseitig. Man könnte deutlich mehr erreichen, wenn das Wissen, die Erfahrung und das Feedback langjähriger Mitarbeitender stärker berücksichtigt würden.

Leider entsteht zunehmend der Eindruck, dass viele Aufgaben am Schweizer Hauptsitz nur noch pro forma angesiedelt sind, während Verantwortlichkeiten schrittweise an neue oder andere Mitarbeiter in Deutschland übergehen.

Diese Entwicklung wirft bei vielen Fragen zur langfristigen Bedeutung des Standorts für uns Mitarbeiter auf.

Gleichberechtigung

Bei der Vergütung scheint Gleichberechtigung grundsätzlich gegeben zu sein. Ob sich diese auch bei Entwicklungsmöglichkeiten, Mitspracherecht und Wertschätzung widerspiegelt, steht auf einem anderen Blatt.

Umgang mit älteren Kollegen

Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass langjährige und erfahrene Mitarbeiter weniger geschätzt werden, insbesondere wenn sie Entscheidungen hinterfragen oder kritische Einwände äussern. Statt dieses Wissen zu nutzen, nimmt man den Verlust von wertvollem Know-how offenbar in Kauf.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind wirklich gut. Helle Räumlichkeiten, moderne Arbeitsplätze und eine moderne technische Ausstattung sorgen für ein angenehmes Arbeitsumfeld. Die IT leistet gute Arbeit und stellt moderne, funktionierende Tools zur Verfügung. Besonders die ergonomische Ausstattung mit höhenverstellbaren Schreibtischen ist positiv hervorzuheben.

Ein Essensautomat mit frischen Mahlzeiten und ein Pausenraum im UG, in dem sich viele Kollegen mittags treffen, runden das Ganze ab. Hier gibt es wenig zu beanstanden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt- und Sozialbewusstsein scheinen zunehmend hauptsächlich auf dem Papier stattzufinden. Der Fokus liegt gefühlt stärker auf der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben und der Ausweisung erforderlicher Kennzahlen als auf tatsächlich gelebter Verantwortung.

Gehalt/Benefits

Die Löhne sind grundsätzlich in Ordnung und orientieren sich am regionalen Lohnniveau im Raum Solothurn/Bern. Im Vergleich zum Grossraum Züri würde man für vergleichbare Positionen teilweise deutlich mehr verdienen. Wer jedoch in der Region lebt und auch hier bleiben möchte, findet hier durchaus faire und attraktive Bedingungen.

Boni gibt es seit Jahren jedoch nur noch für die Geschäftsführung.

Image

Das Image beginnt aus meiner Sicht auch bei den Kunden zu bröckeln. Besonders fragwürdig finde ich, dass das Unternehmen seinen Hauptsitz in der Schweiz hat, den Vertrieb im eigenen Heimatmarkt jedoch vollständig abgegeben hat. Gerade von einem traditionsreichen Schweizer Unternehmen würde man erwarten, dass es im eigenen Markt weiterhin selbst präsent ist. Solche Entscheidungen werfen Fragen zur langfristigen Strategie und dem Standort auf.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung wird grundsätzlich gefördert. Führungskräfte werden sogar ausdrücklich dazu angehalten, ihre Mitarbeitenden aktiv auf Entwicklungsmöglichkeiten anzusprechen. In der Realität fehlt jedoch aufgrund der hohen Arbeitsbelastung meist schlicht die Zeit dafür. Zwischen theoretischem Anspruch und gelebter Praxis besteht leider eine deutliche Lücke.

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Arbeitgeber-Kommentar

Pascal KleinLocal Department Head HR

Geschätze Kollegin, geschätzter Kollege

Vielen Dank für dein offenes und ehrliches Feedback. Gerne bieten wir dir ein persönliches Gespräch an, um einzelne Aussagen, insbesondere zu den Themen Gehalt und Image, gemeinsam zu besprechen, mögliche Missverständnisse zu klären und unsere Sichtweise zu erläutern.

Liebe Grüsse
Pascal Klein
Local Department Head HR

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