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Bewertung

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Hohe Belastung, schwache Führung und fehlende Wertschätzung

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Administration / Verwaltung in Sevelen SG gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Interessante Produkte, anspruchsvolle Kundenprojekte und viele engagierte Mitarbeitende. Die Tätigkeit bot die Möglichkeit, fachlich dazuzulernen und Verantwortung zu übernehmen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Fehlende Wertschätzung, unzureichende Führungskompetenz, hohe Arbeitsbelastung und mangelnde Ressourcenplanung. Kritische Rückmeldungen wurden aus meiner Sicht zu selten als Chance zur Verbesserung genutzt. Zudem sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf bei Kommunikation, Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz und dem respektvollen Umgang mit Mitarbeitenden.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Fokus auf respektvolle Führung, Gesundheitsmanagement, realistische Ressourcenplanung und offene Kommunikation. Kritische Rückmeldungen sollten als Verbesserungschance genutzt werden. Mitarbeitende sind die wichtigste Ressource des Unternehmens und sollten entsprechend behandelt und geschützt werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht stark von Druck, Unsicherheit und häufigen Veränderungen geprägt. Ein offener und respektvoller Austausch war nicht immer gegeben. Kritik und Hinweise auf Überlastung wurden nicht ernst genommen oder als persönliche Schwäche interpretiert. Dadurch entstand bei vielen Mitarbeitenden Zurückhaltung, Probleme offen anzusprechen.

Die Zusammenarbeit mit vielen Kolleginnen und Kollegen war fachlich und menschlich gut. Die eigentliche Belastung entstand jedoch durch Führungsprobleme, unklare Prioritäten und mangelnde Wertschätzung. Dies wirkte sich langfristig negativ auf Motivation und Arbeitsklima aus.

Image

Nach aussen präsentiert sich das Unternehmen professionell und erfolgreich. Intern habe ich jedoch in mehreren Bereichen, insbesondere bei Führung, Kommunikation und Arbeitskultur, eine andere Erfahrung gemacht. Dadurch entsteht aus meiner Sicht ein Unterschied zwischen Image und gelebter Realität.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war aus meiner Sicht unzureichend. Hohe Arbeitsbelastung, häufige Prioritätsänderungen und mangelnde Ressourcenplanung führten regelmässig zu erheblichem Druck. Hinweise auf Überlastung wurden oft nicht ausreichend berücksichtigt. Eine langfristig gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben war nur schwer möglich.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten waren grundsätzlich vorhanden, wurden aus meiner Sicht jedoch nicht immer aktiv gefördert. Karrierechancen erschienen teilweise wenig transparent. Häufig entstand der Eindruck, dass Zustimmung und Anpassungsfähigkeit stärker belohnt wurden als fachliche Kritik, Eigeninitiative oder Verbesserungsvorschläge. Dadurch waren Entwicklungsmöglichkeiten für alle Mitarbeitenden nicht gleich gut nachvollziehbar.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war aus meiner Sicht nicht immer angemessen im Verhältnis zur Verantwortung, Arbeitsbelastung und den Erwartungen. Zusätzlicher Einsatz und besondere Leistungen wurden nur begrenzt honoriert.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Im Umgang mit Glasfaser und anderen hautreizenden Materialien sehe ich Verbesserungsbedarf. Nach meiner Wahrnehmung waren nicht alle Mitarbeitenden ausreichend über mögliche gesundheitliche Risiken informiert. Zudem gab es Mitarbeitende, die aufgrund von Hautreaktionen oder Allergien Einschränkungen bei bestimmten Tätigkeiten hatten. Das Thema war bekannt, dennoch habe ich keine ausreichenden Massnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Situation wahrgenommen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war grundsätzlich gut. Viele Mitarbeitende haben sich gegenseitig unterstützt und versucht, trotz hoher Belastung gemeinsam Lösungen zu finden.

Leider wurde der Kollegenzusammenhalt durch häufige personelle Veränderungen, hohe Arbeitsbelastung und organisatorische Probleme erschwert. Dadurch standen viele Mitarbeitende selbst unter Druck und konnten sich nicht immer gegenseitig unterstützen, wie sie es gerne getan hätten.

Besonders positiv in Erinnerung bleibt mir die Zusammenarbeit mit einzelnen Kollegen, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen stets hilfsbereit, engagiert und teamorientiert waren.

Die grösste Herausforderung lag aus meiner Sicht nicht bei den Mitarbeitenden, sondern in den Rahmenbedingungen, unter denen sie arbeiten mussten.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren und langjährigen Mitarbeitenden hat bei mir einen gemischten Eindruck hinterlassen. Besonders kritisch empfand ich, dass gesundheitliche Belastungen im Unternehmen aus meiner Sicht nicht immer die notwendige Aufmerksamkeit erhielten. Trotz mehrerer Fälle von Burnout, Herzinfarkten oder längeren Ausfällen wurde teilweise auf statistische Vergleiche verwiesen, anstatt die Ursachen der Belastung zu hinterfragen und präventive Massnahmen zu ergreifen.

Vorgesetztenverhalten

Respektloser Umgangston wurde aus meiner Sicht teilweise toleriert. Konflikte wurden nicht immer professionell gelöst und Mitarbeitende erhielten bei Beschwerden über unangemessenes Verhalten nur begrenzte Unterstützung. Das Vertrauen in die Führung wurde dadurch erheblich beeinträchtigt.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen wurden aus meiner Sicht stark durch Personalmangel, häufige Prioritätswechsel und unklare Ressourcenplanung beeinträchtigt. Mitarbeitende mussten regelmässig hohe Arbeitslasten bewältigen, während Prozesse und Zuständigkeiten nicht immer klar definiert waren. Dies führte zu zusätzlichem Druck und erschwerte eine nachhaltige Arbeitsweise.

Kommunikation

Die Kommunikation war aus meiner Sicht häufig unklar und wenig transparent. Entscheidungen wurden teilweise getroffen, ohne die betroffenen Mitarbeitenden ausreichend einzubeziehen oder die Hintergründe nachvollziehbar zu erläutern.

Rückmeldungen zu Problemen, Überlastung oder Verbesserungsvorschlägen wurden oft verspätet oder gar nicht aufgegriffen. Wichtige Themen mussten mehrfach angesprochen werden, bevor sie überhaupt diskutiert wurden.

Besonders kritisch empfand ich, dass offene Gespräche nicht immer zu einer konstruktiven Lösungsfindung führten. Stattdessen entstand teilweise der Eindruck, dass Kritik eher als Störung denn als Chance zur Verbesserung betrachtet wurde.

Eine offene, respektvolle und transparente Kommunikationskultur würde aus meiner Sicht wesentlich zur Verbesserung der Zusammenarbeit beitragen.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht wurden kritische Stimmen weniger gefördert als Mitarbeitende, die Entscheidungen selten hinterfragten. Dadurch entstand nicht immer der Eindruck von Chancengleichheit bei Entwicklung und Karriere.

Interessante Aufgaben

Fachlich interessante und abwechslungsreiche Aufgaben mit Verantwortung und Kundenkontakt. Leider wurde das Potenzial durch organisatorische Probleme und häufige Veränderungen oft beeinträchtigt.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.