Zu gemütlich, nichts für mich
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Man hat genug Zeit, seine Arbeit gut zu machen. Es wird Wert auf moderne Entwicklungsmethoden gesetzt, wobei das sehr vom Team abhängt.
- Guter Standort, Entwicklung und Produktion (!) an bester Lage.
- Für eine Grossfirma guter technischer Stand, innovative Projekte.
- Für Leute, die es gerne gemütlich haben, top. Sicherer Job mit tiefem Risiko.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Arbeiten, die eine kompetente Person innerhalb ein paar Tage erledigen könnte, werden auf ein Dutzend Personen aufgeteilt und ziehen sich so über Monate hin.
- Für junge, motivierte Menschen, die etwas bewegen und sich einbringen wollen, eher wenig attraktiv.
- Fehlendes Verantwortungsbewusstsein für Projekte.
- Unklare Strukturen (wer macht/bestimmt/delegiert was).
- Der Einzelne macht kaum einen Unterschied und man wird nicht beachtet; man geht in der Masse unter.
- Wenig bis keine Ansprüche an die Mitarbeitenden. Viele nutzen das aus.
- Fehlende Kompetenzen Einzelner haben keine Konsequenzen.
- Sich über die Konkurrenz in China oder sonstwo beschweren, aber nichts dagegen machen.
Verbesserungsvorschläge
- Kleine projektbezogene Teams: Anstatt nach Disziplin zu ordnen, braucht es kleine effiziente Teams, die sich vollständig (!) auf das aktuelle Projekt konzentrieren können. Das reduziert den Overhead um zwischen Projekten zu wechseln und reduziert die Kommunikationswege.
- Klare Verantwortungen schaffen: Entscheidungsträger müssen technische Kompetenzen haben und Aufgaben delegieren können. Anforderungen und Ziele müssen klar definiert werden.
- Prozesse und Formalitäten reduzieren und stattdessen auf den gesunden Menschenverstand der Mitarbeitenden setzen.
- Mitarbeiter aufgrund ihrer Fachkompetenz einstellen, diese individuell fördern und das Potential besser nutzen durch Führungskräfte, die nachvollziehen können, an was die Entwickler arbeiten.
- Individuelle Leistung anerkennen und belohnen.
- Verpflichtende Weiterbildung in fachspezifischen und fachübergreifenden Themen (damit meine ich nicht Corporate Training Videos schauen, sondern relevantes und zeitgemässes Fach- und Praxiswissen).
Arbeitsatmosphäre
Gemütlich bis langweilig, keine Ansprüche
Kommunikation
Kommunikationswege sind generell lang und ineffizient. Es ist nicht klar, wer die Verantwortung über ein Projekt hat und Dinge delegieren kann/soll.
Kollegenzusammenhalt
Nicht vorhanden. Es sind praktisch immer alle zu Hause, es gibt keinen Teamspirit.
Work-Life-Balance
Sehr viel Life, wenig Work.
Vorgesetztenverhalten
Kommt natürlich stark auf die Person an. Im Allgemeinen eher passiv, konflikt- und entscheidungsscheu.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an sich war eigentlich spannend. Wirklich gefordert wurde ich aber nicht. Die Vorgesetzten/Projekt Manager/Architekten/Scrum Master wissen nicht wirklich um was es geht und können dementsprechend das Potential der Teams nicht nutzen.
Gleichberechtigung
Alte weisse Männer sind natürlich übervertreten, aber man versucht schon, etwas dagegen zu machen. Frauen gibt es in der Entwicklung sehr wenige, ich weiss nicht, ob sie systematisch benachteiligt werden oder durch die jetzigen Verhältnisse abgeschreckt werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Wenn man lange in der Firma ist, hat man nichts zu befürchten. Dann muss man auch nicht mehr viel machen. Für Jüngere ist das natürlich auch demotivierend.
Arbeitsbedingungen
Der Campus Zug ist neu und modern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Typisch Corporate hört man natürlich viel davon, wie umweltfreundlich und sozial die Firma doch ist. Wie viel wirklich daran ist, kann ich nicht einschätzen.
Gehalt/Benefits
Im Verhältnis ganz gut, aber auch nicht herausragend. Wie in diesem Umfeld üblich, entscheidet hauptsächlich das Alter über den Lohn, was natürlich nur bedingt mit der tatsächlichen Performance zu tun hat.
Image
Kann ich nicht beurteilen.
Karriere/Weiterbildung
Da muss man wohl ein paar Jahre mehr hier arbeiten, um in den Genuss davon zu kommen.

