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Vetternwirtschaft als zentrales Problem bei der BBS

1,8
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2018 im Bereich Finanzen / Controlling bei SIX Group AG in Zürich gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Möglichkeit einer flexiblen Work-Life-Balance.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Nahezu alle anderen Aspekte, von Kommunikation über Führung bis hin zur Unternehmenskultur, lassen stark zu wünschen übrig.

Verbesserungsvorschläge

Organisationsstruktur überdenken
Produkt- und Projektmanagement als Silo abschaffen und direkt in die "arbeitenden" Teams integrieren, um Silos aufzubrechen und praxisnahe Expertise sicherzustellen.

Transparente und frühzeitige Kommunikation
Veränderungen wie Kündigungen oder Versetzungen offen und rechtzeitig kommunizieren, um Unsicherheit und Unzufriedenheit zu vermeiden.

Führungskompetenzen stärken
Führungskräfte mit relevantem Fachwissen einstellen und fördern. Leistung und Qualifikation sollten bei Beförderungen im Vordergrund stehen, nicht persönliche Beziehungen.

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten verbessern
Interne Aufstiegschancen schaffen und gezielte Weiterbildungsangebote bereitstellen, um Mitarbeitende langfristig zu binden.

Kultur der Zusammenarbeit stärken
Kollegenzusammenhalt fördern, bereichsübergreifende Zusammenarbeit unterstützen und Reibungen zwischen Teams reduzieren.

Arbeitsatmosphäre

Projekt- und Produktmanager neigen dazu, sich zu sehr als die alleinigen Leiter des Bereichs BBS zu sehen, was zu Reibungen mit allen anderen Bereichen führt. Aufgrund ihrer Distanz zu den Abläufen und der Arbeit in isolierten Silos fehlt ihnen häufig das notwendige Fachwissen für eine enge Zusammenarbeit

Kommunikation

Die interne Kommunikation lässt zu wünschen übrig. Veränderungen wie Kündigungen oder Versetzungen erfolgen teilweise überraschend und ohne frühzeitige Ankündigung, was für Unsicherheit im Team sorgt.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt variiert stark zwischen den Abteilungen – in manchen Teams ist er sehr gut, in anderen weniger ausgeprägt.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance wird von der Mehrheit der Mitarbeitenden als gut empfunden.

Vorgesetztenverhalten

Es werden lediglich Führungskräfte ohne ausreichendes fachliches Know-how eingestellt.
Die meisten Heads arbeiten bereits seit Jahren zusammen und kennen sich aus früheren Rollen gut. Entscheidend scheint weniger die Leistung zu sein, sondern vor allem persönliche Beziehungen und gegenseitige Unterstützung. Für interne Mitarbeitende ist es nahezu unmöglich, eine Head-Position zu erreichen, wenn sie nicht über das richtige Netzwerk verfügen. Kürzlich wurden mehrere Personen zu Heads ernannt, die inhaltlich kaum Bezug zu den Aufgaben ihres Teams haben – nachweislich basierend auf persönlichem Kontakt statt fachlicher Qualifikation.
Viele Jobs werden unter dem Tisch vergeben, ohne überhaupt die HR einzuschalten.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind wechselhaft – mal spannend und herausfordernd, mal eher weniger.

Gleichberechtigung

Der Umgang mit Vielfalt und Gleichberechtigung wirkt teilweise von oben herablassend und könnte deutlich offener und respektvoller gestaltet werden.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Mitarbeitende sehen sich häufig mit schnellen Kündigungen konfrontiert, was für Unsicherheit sorgt.

Arbeitsbedingungen

Die Infrastruktur ist verbesserungswürdig, da häufig mit veralteten Geräten gearbeitet wird.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gibt Ansätze wie das unsinnige Klimamenü in der Mensa, allerdings wirkt das mit mehreren leistungsstarken Fahrzeugen in der Firmen-Garage wenig konsistent.

Gehalt/Sozialleistungen

Sehr gut

Image

Das Image des Unternehmens leidet stark unter wiederholten Fehlentscheidungen im Management, die oft ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen bleiben (siehe Inside Paradeplatz). Zudem belasten anhaltende Vorwürfe von Vetternwirtschaft die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Karriere/Weiterbildung

Interne Aufstiegsmöglichkeiten sind praktisch nicht vorhanden. Für eine Karriereentwicklung bleibt oft nur der Weg über eine Kündigung und einen Wechsel nach aussen.
Für neue, höhere Positionen werden lediglich Personen aus dem Bekanntenkreis des Heads eingestellt. Egal ob Know How vorhanden ist oder nicht.

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