Image top – Arbeitsrealität leider nicht (mehr)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind die flexiblen Arbeitszeiten, auch wenn diese aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche nicht überall gleichermassen möglich sind.
Verbesserungsvorschläge
Die Löhne sollten stärker an die Lebenshaltungskosten von Mitarbeitenden angepasst werden, die in der Schweiz wohnen. Nicht alle Mitarbeitenden leben im EU-Raum und können täglich in die Schweiz pendeln.
Zudem sollte die Unternehmenskultur realistischer kommuniziert werden. Nach außen wird teilweise noch das Bild der früheren KMU-Kultur vermittelt. Das Unternehmen ist jedoch in kurzer Zeit stark gewachsen und heute ein Großunternehmen mit entsprechenden Strukturen und Herausforderungen. Dieses Wachstum ist grundsätzlich positiv, sollte jedoch auch intern und extern transparenter eingeordnet werden.
Zusätzlich sollte nicht ausschließlich auf interne Beförderungen bei Führungspositionen gesetzt werden. Externe, erfahrene Führungskräfte könnten neue Perspektiven und frischen Wind ins Unternehmen bringen, was sich positiv auf Prozesse, Kommunikation und die Führungskultur auswirken könnte.
Arbeitsatmosphäre
Die Firma präsentiert sich nach aussen als moderner und attraktiver Arbeitgeber. Intern ist die Atmosphäre jedoch oft von Druck und wenig Offenheit geprägt.
Nach außen ein sehr positives Bild, intern jedoch teilweise eine angespannte Atmosphäre und wenig transparente Kommunikation.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Facility Management bemüht sich sichtbar, z. B. bei der Abfalltrennung. Allerdings halten sich die beauftragten Subunternehmen für die Reinigung nicht konsequent daran, sodass die Trennung des Abfalls in der Praxis oft nicht umgesetzt wird.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen werden unterstützt, insbesondere wenn sie vom Vorgesetzten oder vom Unternehmen angeordnet werden. In solchen Fällen werden sowohl die Schulungskosten als auch die benötigte Zeit übernommen.
Wenn die Weiterbildung jedoch vom Mitarbeitenden selbst gewünscht ist, muss sehr ausführlich begründet werden, weshalb diese sinnvoll ist. Der Genehmigungsprozess kann entsprechend lange dauern, da mehrere Abteilungen involviert sind. Zudem müssen nicht nur die Schultage, sondern auch die Prüfungstage vom eigenen Urlaub abgezogen werden, was schade ist. Positiv hervorzuheben ist hingegen die faire Verpflichtungszeit nach einer Weiterbildung.
Wie bereits mehrfach auf Kununu erwähnt wurde, wurden in letzter Zeit Sparmaßnahmen im Bereich Weiterbildung umgesetzt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt ist teilweise vorhanden, allerdings wird Konflikten oder offenen Gesprächen oft ausgewichen.
Grundsätzlich gute Zusammenarbeit, aber wenn es darauf ankommt, Probleme offen zu besprechen, halten sich viele eher zurück.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Unternehmen wird grundsätzlich ein respektvoller Umgang mit älteren Kolleg:innen gelebt. Teilweise könnte dies jedoch noch stärker umgesetzt werden. Es scheint, als hätten manche jüngere Mitarbeitende den Umgang mit älteren Kolleg:innen nicht mehr so stark verinnerlicht, was gelegentlich zu Unsicherheiten im Miteinander führt.
Vorgesetztenverhalten
Das Unternehmen fördert in letzter Zeit junge Mitarbeitende aus dem EU-Raum, indem sie intern weiterentwickelt und teilweise relativ früh in Führungspositionen gebracht werden. Diese Beförderungen dienen nicht nur der Förderung der Mitarbeitenden, sondern sind für das Unternehmen auch finanziell attraktiv, da günstigere interne Lösungen genutzt werden können. Ob es jedoch immer die richtige Entscheidung ist, vergleichsweise unerfahrene Vorgesetzte einzusetzen, bleibt fraglich, zumal Mitarbeitende aus dem EU-Raum teilweise einen anderen Führungsstil haben als in der Schweiz üblich. Gleichzeitig haben einige der jungen Vorgesetzten naturgemäss noch wenig Führungserfahrung, was teilweise zu Missverständnissen oder Konflikten im Arbeitsalltag führen kann.
Im Unternehmen wird ein offener Austausch und direkte Kommunikation propagiert. In der Praxis wird es jedoch nicht immer gerne gesehen, wenn Mitarbeitende Hierarchieebenen überspringen und sich direkt an andere Ansprechpartner wenden. Gerade unter Zeitdruck kommt es vor, dass man schnell eine Antwort benötigt und sich daher direkt an die zuständige Person wendet. Dieses Vorgehen wird von manchen Vorgesetzten eher kritisch gesehen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung ist funktional und modern ausgestattet. Verbesserungspotenzial gibt es beim Lärmpegel in der offenen Kantine. Die Kantine, in der man sein mitgebrachtes Essen aufwärmen kann, ist für die Anzahl der Mitarbeitenden definitiv zu klein.
Weitere Verpflegungsmöglichkeiten bieten die überteuerten Foodtrucks. Eine Beteiligung des Unternehmens gibt es hier nicht.
Positiv sind die kostenlosen Parkplätze (innen und aussen) und die Kaffeemaschine. Der bekannte Obstkorb, der bei heutigen Arbeitgebern nicht fehlen darf, ist ebenfalls vorhanden, wird aber innerhalb kürzester Zeit leergeräumt. Ein Nachschub wäre hier sinnvoll.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen könnte deutlich transparenter sein. Entscheidungen werden oft spät oder nur teilweise erklärt.
Informationen werden teilweise zurückgehalten oder erreichen Mitarbeitende erst sehr spät.
Viele Entscheidungen wirken wenig nachvollziehbar, da sie nicht transparent kommuniziert werden.
Gehalt/Benefits
Das Thema Gehalt schnitt in der letzten Mitarbeiterbefragung schlecht ab. Beim HR kann man das Thema zwar ansprechen, die Antworten sind jedoch oft ausweichend: Es wird wiederholt darauf hingewiesen, dass die Gehälter von einem externen Unternehmen geprüft werden, Einsicht in die Details erhält man jedoch nicht.
Bei Lohnverhandlungen wird häufig betont, dass Mitarbeitende einen Bonus beim Erreichen von Zielen erhalten und dass dieser bei der Gehaltsanpassung berücksichtigt werden sollte. Hintergrund ist auch, dass der monatliche Grundlohn für Mitarbeitende, die in der Schweiz wohnen, teilweise unter dem Durchschnitt der Region Nordwestschweiz liegt. Mit dem Bonus erreicht man ungefähr den unteren Durchschnitt der Region.
Der Bonus ist jedoch vertraglich nicht garantiert. In den letzten zehn Jahren wurde dieser zwar stets vollständig als zusätzlicher Monatslohn ausbezahlt, weshalb viele Mitarbeitende ihn als festen Bestandteil des Jahresgehalts betrachtet haben. Dieses Jahr kam es jedoch erstmals dazu, dass der Bonus nicht vollumfänglich ausbezahlt werden konnte. Je nach persönlicher Situation kann dies spürbare Auswirkungen haben, da viele Mitarbeitende mit diesem Bonus rechnen u
Interessante Aufgaben
Das Portfolio des Unternehmens ist sehr vielfältig und spannend, sodass die Aufgaben an den verschiedenen Schnittstellen grundsätzlich interessant sind. Potenzial zur Verbesserung besteht darin, eingefahrene Prozesse hinterzufragen, statt: "es lief schon immer so" als Richtlinie zu akzeptieren.
So könnten die Aufgaben noch interessanter und abwechslungsreicher gestaltet werden.