Die guten Zeiten sind leider vorbei
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gebäude ist modern und die Arbeitsausstattung ist zeitgemäß. Ausserdem gibt es kostenlose Parkplätze.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben.
Verbesserungsvorschläge
Wieder mehr auf die Belegschaft eingehen und scheinbar irrationale Entscheidungen erklären.
Das Ansprechen von Problemen zulassen und dies nicht blockieren. Dann entsteht auch wieder eine Atmosphäre in der zukünftige Probleme im Vorfeld angegangen und verhindert werden können.
Sich auf das besinnen was die Skan gross gemacht hat: Vertrauen in den Mitarbeiter, eine offene Kommunikation und ein Fokus auf das Kerngeschäft. Denn die meisten in der Firma wollen ein sehr gutes Produkt abliefern und Stolz auf das sein können, was sie tagtäglich leisten.
Wertschätzung den Arbeitnehmern gegenüber stärkt die Loyalität und Motivation und kostet nicht mal viel.
Es ist wichtig, auch alternative Geschäftsmodelle zu evaluieren. Noch wichtiger ist es aber, sich eingestehen zu können, wenn diese in eine Sackgasse führen.
Des Weiteren ist in einer Firma mit einem solchen Wachstum die Standardisierung von Prozessen das A und O. Denn nur so können die Strukturen organisch mitwachsen.
Gerade in Phasen starken Personalwachstums ist das Onboarding neuer Mitarbeiter essentiell, um diese möglichst schnell zu einem produktiven Mitglied aufzubauen. Misslingt dies, gehen gute Leute im schlechtesten Fall wieder, weil diese resigniert haben.
Werden diesen dann noch Versprechungen gemacht, die nicht eingehalten werden, darf man sich nicht wundern, wenn gute Leute wieder gehen.
Arbeitsatmosphäre
Vor Jahren habe ich bei der Skan wegen dem familiären und kollegialen Umgang auf allen Ebenen angefangen. Das war noch in der Binningerstr. Das Klima, spannende Projekte und die Kollegen haben mich gefangen und begeistert, so dass ich jeden Tag mit Vorfreude zur Arbeit gefahren bin. Das ging nicht nur mir so. Ich würde sogar behaupten, dass das einer der Grundpfeiler für das schnelle Wachstum und den Erfolg der Skan war.
Leider ist davon nicht mehr viel übrig. Ich habe das Gefühl, das Klima wird jetzt geprägt von der Angst davor Probleme anzusprechen, aber auch von scheinbar willkürlichen Personalentscheidungen. Man hat ausserdem das Gefühl dem Management fehlt die Strategie und es beschäftigt sich mehr mit sich selbst, anstatt auf die Mitarbeiter einzugehen und für eine produktive Atmosphäre zu sorgen.
Kommunikation
Meiner Meinung nach sind viele der getroffenen Entscheidungen für die Belegschaft nicht mehr nachvollziehbar.
Kollegenzusammenhalt
Der Arbeitsdruck und scheinbar willkürliche Entscheidungen aus dem Management nehmen immer mehr zu. Das schweisst zusammen.
Work-Life-Balance
Das ist von der individuellen Situation abhängig. In meinem Fall ist es noch ok.
Vorgesetztenverhalten
Hier eine Pauschale Aussage über "die Vorgesetzten" zu treffen wäre unseriös und unsachlich. Wie in jeder Firma gibt es sehr gute Vorgesetzte, die sich für ihre Mitarbeiter einsetzen und diesen Gehör schenken. Aber auch diese, die nur um ihr persönliches Vorankommen bemüht sind und für die innovative Prozesse und Tools nicht relevant sind.
Worauf aber auch das "One-Level-Up" im Normalfall keinen Einfluss hat ist die strategische Ausrichtung der Firma: womit wollen wir unsere Kunden in Zukunft noch begeistern? Wo soll unser Burggraben liegen und was müssen wir dafür tun um dahin zu kommen?
Hier liegt für mich eher der Hund begraben, denn eine Belegschaft kann nur einer Vision folgen die sie versteht und nachvollziehen kann. Werden Entscheidungen nicht mehr klar kommuniziert, dann können diese irational und als nicht zielführend wahrgenommen werden. Das schwächt die Moral und Motivation. Ein "Arbeiten nach Vorschrift" stellt sich ein. Innovationen und Effizienzsteigerungen bleiben auf der Strecke. Darunter leidet die Belegschaft, aber auch die Produktivität.
Interessante Aufgaben
Die gibt es noch. Weichen aber leider immer mehr einer ineffizienten Selbstverwaltung.
Gleichberechtigung
Der Umgang unter den Kollegen ist vorbildlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch hier habe ich bisher nichts Negatives mitbekommen.
Arbeitsbedingungen
Wenn es rein um die technische Ausstattung geht würde ich sagen ist das top. Über das restliche habe ich ja bereits ausreichend geschrieben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Skan legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und versucht die Prozesse dahingehend stetig zu verbessern.
Gehalt/Benefits
Ist auch wieder von der individuellen Situation abhängig. Ich bin damit zufrieden.
Image
Ich habe hier zu wenig Einblicke von Kundenseite. Bei den Mitarbeitern zumindest hat dieses stark gelitten.
Karriere/Weiterbildung
Sind aus meiner Sicht leider nicht mehr gegeben. Das, sowie die oben geschilderten Punkte zur Arbeitsatmosphäre und der aus meiner Sicht fehlenden strategischen Ausrichtung haben mich leider dazu bewegt, absehbar den Arbeitgeber zu wechseln. Es fällt mir nicht leicht, aber so kann und möchte ich nicht mehr arbeiten.