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Spida 
Sozialversicherungen
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Modernes Büro, altes Denken

3,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Spida Sozialversicherungen in Zürich gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Man bekommt hier wirklich einiges geboten: schicke Büros, zentrale Lage, tolle Events – fast so, als wollte man damit von der eigentlichen Realität ablenken. Wer Spass daran hat, unter konstantem Druck zu stehen, sich für Krankheit rechtfertigen zu müssen und private Verpflichtungen wie Familie als „Störung“ wahrgenommen zu sehen, ist hier goldrichtig.

Das Highlight? Nach jeder negativen, ehrlichen Bewertung auf Plattformen folgt wie durch Zauberhand eine übermässig positive – angeblich von Mitarbeitenden, aber sehr oft im Stil und Tonfall von Teamleitungen geschrieben. Fast schon Comedy.

Unverständlich, wie ein Unternehmen unter solchen Bedingungen regelmässig Arbeitgeber-Auszeichnungen abräumen kann. Aber gut – schöne Fassaden beeindrucken eben nicht nur neue Bewerber.

Arbeitsatmosphäre

Die Büroräume sind modern und gut ausgestattet, der Standort zentral und angenehm. Auch die regelmässig organisierten Team-Events waren gelungen und trugen zum Gemeinschaftsgefühl bei.

Work-Life-Balance

Die Arbeitsbelastung war dauerhaft extrem hoch, begleitet von einem permanenten Leistungsdruck. Flexibilität? Fehlanzeige – weder in Bezug auf Arbeitszeitmodelle noch auf persönliche Lebenssituationen. Familiäre Verpflichtungen oder ein gesunder Ausgleich zum Job wurden kaum berücksichtigt. Das Ziel, nicht mehr als drei Krankheitstage pro Jahr zu haben, war nicht nur unrealistisch, sondern auch unmenschlich – entsprechend häufig kam es zu krankheitsbedingten Ausfällen, vor allem psychischer Natur.

Kollegenzusammenhalt

Das Team war der grösste Pluspunkt – engagierte, hilfsbereite und sympathische Kollegen und Kolleginnen, mit denen die Zusammenarbeit Spass gemacht hat.

Vorgesetztenverhalten

Das HR-Management wirkte auf mich unprofessionell und zeigte wenig Verständnis für die Bedürfnisse der Mitarbeitenden. Kritik wurde selten ernst genommen; stattdessen neigte man dazu, Probleme zu beschönigen oder zu relativieren. Wünsche nach Entlastung oder individuellen Anpassungen wurden meist ignoriert. Leider gab es zudem eine Führungskraft, die sich kaum für ihr Team eingesetzt hat.


Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Simone WipfLeiterin HR

Vielen Dank für dein offenes Feedback und dass du dir Zeit für eine ausführliche Bewertung genommen hast. Wir freuen uns auch über die positiven Punkte, über die du über deine Zeit in der Spida berichten kannst (wie die gute Lage, die gut ausgestatteten, modernen Büros, die gute Arbeitsatmosphäre und der Kollegenzusammenhalt).

Was die Qualifikation der Work-Life-Balance und der Arbeitsbedingungen betrifft, so erscheint uns diese nicht genügend differenziert: Es wäre wohl richtig, neben der (in wenigen Teams stärkeren Arbeitsbelastung und daraus beeinträchtigten Work-Life-Balance) auch andere, sehr Arbeitsbedingungen wie die 40-Tage-Woche, Kompensationsmöglichkeiten, attraktiven Löhne und Lohnnebenleistungen etc.) zu nennen (also das Gute neben dem von dir als nicht so gut Erkannte). Zudem wäre wichtig festzuhalten, dass die Work-Life-Balance für die allermeisten Teams in der Spida stimmt. Dort, wo sie noch nicht ideal ist, machen wir nicht nichts, sondern haben wir Massnahmen getroffen. Wo diese nicht ausreichen, werden wir ganz im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses nachbessern.

Zur Flexibilität: Wir haben diverse junge Mütter und auch Väter, die bei uns Teilzeit arbeiten und die ihre familiären Verpflichtungen mit ihren Verpflichtungen aus dem Arbeitsverhältnis durchaus vereinbaren können. Einige von ihnen sind Mitarbeitende, andere haben Fachführungsfunktionen oder sogar Führungsfunktionen. Wenn die Flexibilität gleich 0 wäre, hätten wir kaum so viele (auch langjährige) Mitarbeitende mit Kindern, welche bei uns erfolgreich tätig sind. Das grosszügige Homeoffice unterstützt im Übrigen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der Spida.

Sowohl das HR als auch die Führung nehmen Verbesserungspotenziale, auf welche wir durch Mitarbeitendenbefragungen oder mittels direkten Feedbacks hingewiesen werden, sehr ernst und wir sind bemüht, positive Veränderungen einzuleiten. Diese gehen manchmal schneller; manchmal brauchen grundlegendere Veränderungen jedoch auch mehr Zeit.

Für den direkten Kontakt stehen wir vom HR dir gerne zur Verfügung, falls du noch etwas anbringen oder besprechen möchtest (HR@spida.ch). Ansonsten wünschen wir dir alles Gute.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.