CSM - Die Rolle des zahnlosen Tigers
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Swisscom lockt mit guten Lohn, guten Sozialleistungen, coolen Benefits (Handy, Handyabo, Swisscom-TV) und einem hippen Image. Die (Grossraum)-Büros sind modern, die Akntine ist top. Die Mitarbeiterevents sind gross(artig) aufgemacht. Leider war meine Arbeit nicht zufriedenstellend.
Verbesserungsvorschläge
Legt mehr wert auf was nach der Akquise kommt. Der CSM ist der Bölimaa der Swisscom. Was der angesehene Key Account Manager verkauft (realistisch oder nicht), kann der CSM danach jahrelang ausbaden. Intern hat er keine Durchschlagkraft. Job des CSM ist, den Kunden zu besänftigen, die Zahlen dem Kunden so präsentieren, dass die Swisscom gut dasteht und wenns mal brennt, kriegt er als Punchingball den unzufriedenen Kunden ab, obwohl er intern nicht zu sagen hat, wenns mal nicht vorwärts geht m it der Lösung. Frustrationspotential: Hoch!
Arbeitsatmosphäre
Für mich als Teammensch ungenügend. Alle im Homeoffice oder beim Kunden, Kollegen max 1 Tag im Office. Bis man schon nur "sein" Team kennt vergehen Monate. Das ergibt halt wenig "Team-Spirit". Aber man ist bemüht, eine Atmosphäre zu schaffen.
Image
Das Image ist gut. Die meisten arbeiten gerne bei der Swisscom. Das hat sicher auch mit dem Gehalt und den Fringe benefits zu tun. M.M. könnte die Swisscom ein wenig mehr ausmisten, es gibt einige Lowperformer. Gegen aussen wirkt die Swisscom hipper, als sie gegen innen ist.
Work-Life-Balance
Eigentlich gut. Viel Arbeit, aber auch viel Freiheiten, seine Arbeit selbst zu organsieren. Er herrscht Konsens dass "Wenn du 2 Wochen Ferien nimmst, hast du danach 2 Wochen zusätzliche Arbeit", was mir arg auf die Motivation drückte.
Karriere/Weiterbildung
Vorhanden. Aber mach zuerst mal unseren super "CAS Digital Transformation" und poste ihn möglichst prominent und positiv auf LinkedIn um allen zu zeigen, wie geil wir sind
Gehalt/Benefits
Gehalt ist eigentlich zu gut für den Job (wie er auf dem papier angepriesen wird). Aber da so viel chaotisch und im Hintergrund unorganisiert läuft und man oft alleine im Regen stehen gelassen wird, ist es eher ein gutes Schmerzengeld, dass langfristig aber nicht glücklich macht.
Viele Kollegen motzen und verstehen die persönliche Unzufriedenheit mit dem Job, können aber selbst nicht weg weil sie wissen, dass sie keinen gleichgut bezahlten Job finden.
Kollegenzusammenhalt
Start: Schlimmste Einarbeitung ever à la schau mal selber und mach einen Call, wenn du ein paar Fragen hast.
Danach: Diejenigen im gleichen Boot halten zusammen und unterstützen einander. Sonst aber typisches Beamtentum mit Abschieben, Arbeitsverweigerung und Ignoranz.
Vorgesetztenverhalten
Meine Vorgesetzte hatte eigene Karrierepläne. Um mich ging es da herzlich wenig.
Arbeitsbedingungen
Topmoderne Büros an guter Lage...die leer sind da alle im HomeOffice hocken.
Kommunikation
Neue hippe Strategien und "schaut wie innovativ wir sind"-Kampagnen werden gross aufgemacht und geben ein gutes Gefühl. Echte, konstruktive Kommunikation auf MA-Level ist eher verhalten.
Interessante Aufgaben
Vielfältige Tätigkeit in einem umtribigen Umgfeld, das geprägt ist von Veränderung, Kostendruck und Zwang zu Innovation.

