Von der Branchenreferenz zum Durchschnitt & der schleichende Verlust der Swisscom-DNA.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die hohe Stabilität und zuverlässige Lohnzahlung ist wirklich herrvorragend.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider häufen sich diese Themen mittlerweile. Wenn ich mein Angebot beim neuen Arbeitgeber mit Swisscom vergleiche, muss ich rückblickend sagen: Swisscom hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht.
Mich stört insbesondere die Kultur, dass selbst bei grundlegenden Arbeitsmitteln diskutiert wird. Benötigt man ein Headset oder anderes Werkzeug für die Arbeit, sollte dies selbstverständlich vom Arbeitgeber bereitgestellt werden. Stattdessen wird oft geprüft, verzögert oder auf Eigenbeschaffung verwiesen.
Dazu kommt die langsame, teilweise schwer nachvollziehbare Arbeitsweise vieler interner Organisationen. Man kann sich glücklich schätzen, wenn man innerhalb einer Woche eine Antwort erhält. Effizientes und fehlerfreies Arbeiten wird dadurch unnötig erschwert.
Besonders enttäuschend ist, dass selbst in Zeiten von Automatisierung und KI noch regelmässig Fehler in Dokumenten, Prozessen und Kommunikation auftreten, die mit einer sauberen Qualitätskontrolle vermeidbar wären.
Insgesamt entsteht der Eindruck einer Organisation, die zunehmend mit sich selbst beschäftigt ist, statt konsequent auf Geschwindigkeit, Qualität und Kundenfokus zu setzen.
Verbesserungsvorschläge
HR auslagern. Die Qualität im HR ist aus meiner Sicht teilweise ungenügend. Neben fragwürdigen Aussagen fehlt oft die Fähigkeit, marktgerechte und rollenadäquate Vergütungspakete zu gestalten. Selbst bei Austritten entstehen Fehler, etwa bei Arbeitszeugnissen oder Stammdaten, die eigentlich selbstverständlich korrekt sein müssten.
Ein langjähriger Top-Performer forderte nach zwei Jahren in einem Spezialprojekt eine angemessene Lohnanpassung. Seine Vorgesetzte unterstützte das Anliegen und ging gemeinsam mit HR ins Gespräch. Laut Aussage des Mitarbeiters lautete die Antwort sinngemäss: «Dann kündige doch. Ohne Ausbildung findest du ohnehin keinen neuen Job.»
Gleichzeitig gibt es zu viele Management- und Head-of-Funktionen. Die Organisation wirkt schwerfällig und wenig effizient. Statt Verwaltungsstrukturen weiter auszubauen, sollte der Fokus auf Agilität, Kundennähe und Wertschöpfung liegen.
Und zu guter Letzt: Ein OTE-Anteil von 15 % entspricht kaum einer leistungsorientierten Sales-Kultur. Erfolgreiche Vertriebsorganisationen setzen auf deutlich stärkere Leistungsanreize.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre bei Swisscom lässt sich relativ kompakt als Staatsbetrieb beschreiben jeder verfängt sich in seiner Du Kultur viele sind unzufrieden und schon sehr lange ihn dem Goldenen Käfig wo man glaubt das es ausserhalb keine guten Optionen gibt.
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Immer schlechtere Fehlentscheide drücken die Stimmung. Beispiel BWS: Erst werden alle Smart ICT Kunden auf BWS migriert und zahlen dafür mehr. Kurz darauf folgt eine Microsoft-Preiserhöhung, die an die Kunden weitergegeben wird. Wenige Monate später wird BWS bereits wieder eingestellt, weil es langfristig nicht rentabel ist. Nun müssen dieselben Kunden in den nächsten Jahren erneut auf MTF migriert werden. Aus Kundensicht sind diese ständigen Strategiewechsel kaum nachvollziehbar und kosten jedes Mal zusätzliches Geld und Vertrauen.
Work-Life-Balance
Tatsächlich ziemlich gut wenn man zu einem Arbeitgeber wechseln möchte wo man wenig machen kann für einen unterdurchschnittlichen Verdienst. (Langjähriger Mitarbeiter) gilt nicht für externe Eintritte die Lohnbänder bei Swisscom sind sehr dynamisch aufgebaut so das man sich fast nicht weiter entwickeln kann auf Kompensationsebene je länger man drin sitzt umso weniger Progression gibt es. Nichts desto trotz ist die Work-Life Balance ziemlich gut in meinen Augen zu gut für eine Sales geführte Organisation.
Ich nenne Swisscom Vertrieb Karussell fahren ohne Drive und wenn man die Ziele nicht entsprechend erreicht wird es fast immer nahe 100% Zielerreichung neu kalibriert.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man Glück hat erhält man alle 2 Jahre eine Ausbildung von Swisscom wenn man sich selber weiterentwickeln will beteiligt sich Swisscom mit bis zu 50% allerdings nur wenn man sich auch entsprechend verpflichtet in der Position zu bleiben.
Gehalt/Benefits
Klar Unter dem Durchschnitt als Sales Vertriebskraft mit fast 10 Jahren Erfahrung und einem geschätzten durchschnittlichen AOIT von knapp 700K pro Jahr sind 105K OTE einfach zu wenig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Neutral denke ganz ok hin und wieder coole Aktionen aber nichts weltbewegendes.
Kollegenzusammenhalt
Grundsätzlich dachte ich immer gut, aber seit ich gekündigt habe merke ich wie viel Missgunst und Neid vorhanden ist ich denke eher im unteren Durchschnitt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich würde es als Katastrophe bezeichnen mittlerweile, Swisscom HR vergibt nur sehr wenig Senior Rollen weil sie Geld sparen wollen und das grosse Wissen was Swisscom auszeichnet verlässt reihenweise das Unternehmen. Die Zeiten zu Swisscom zu wechseln könnten nicht schlechter sein vorallem wenn man lange plant.
Vorgesetztenverhalten
Ich hatte hervorragende Vorgesetzte und absolute Katastrophen Besetzungen. Das schlimme war das ich ihn 9 Jahren Sales 7 verschiedene Vorgesetzte hatte.
Arbeitsbedingungen
2 x Home Office pro Woche ganz okay standard mittlerweile Zeiterfassung auf PRODUKT Ebene ist unfassbar mühsam und zeigt einfach das Swisscoms Staatsangestellte keine Ahnung haben von Business Analytics.
Kommunikation
Kommunikationsunternehmen das nicht fähig ist den Vertrieb im KMU Bereich up2date zu halten. Viele Promos einfach von heute auf Morgen da ohne das man davon wind kriegt. Austritte von Mitarbeitern teils ohne Kommunikation.
Gleichberechtigung
Würde ich als Durchschnitt angeben mit 3 Sternen Frauen verdienen zwar immer noch durchschnittlich 13% weniger bei Swisscom aber die Gleichberechtigung ist besser als bei vielen anderen.
Interessante Aufgaben
Anfangs ja, mittlerweile kann man sagen auf grund der ständigen reorgs das sich unfassbar viele spannende Aufgaben zu einer 0 Nummer entwickelt haben es macht praktisch keine Freude mehr und die Umsätze werden immer geringer.

