Gut am Arbeitgeber finde ich
Was ich sehr gut finde, ist das enorme Potenzial der Organisation und die hohe fachliche Kompetenz vieler Mitarbeitender. Ich habe immer wieder Menschen erlebt, die über substantielles Know-how, hohe Leistungsbereitschaft und eine starke Identifikation mit ihrer Aufgabe verfügen.
Sehr positiv erlebe ich zudem die grundsätzliche Bereitschaft vieler Mitarbeitender, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen mitzutragen, wenn Zielbild, Prioritäten und Entscheidungsrahmen klar sind.
Besonders schätze ich die Möglichkeit, an relevanten und anspruchsvollen Themen mit hoher gesellschaftlicher und organisationaler Wirkung zu arbeiten. Die Aufgaben sind inhaltlich anspruchsvoll und bieten grundsätzlich die Möglichkeit, einen erheblichen Beitrag zu leisten.
Auch die vorhandene fachliche Breite, das institutionelle Wissen und die langjährige Erfahrung vieler Kolleginnen und Kollegen sehe ich als wertvolles strategisches Asset. Darin liegt aus meiner Sicht ein erhebliches Potenzial, das noch stärker für Innovation, Transformation und nachhaltige Wertschöpfung genutzt werden könnte.
Was ich ebenfalls sehr positiv finde, ist, dass es zahlreiche engagierte Menschen gibt, die wirklich etwas bewegen wollen. Genau diese intrinsische Motivation und Bereitschaft zur Veränderung sind aus meiner Sicht eine wichtige Grundlage, um die Organisation weiterzuentwickeln.
Mein persönliches Fazit: Trotz der von mir wahrgenommenen strukturellen Herausforderungen sehe ich sehr viel Substanz, Kompetenz und Potenzial. Gerade deshalb halte ich eine konsequente Weiterentwicklung für lohnend. Die Organisation muss nicht neu erfunden werden – sie muss ihr vorhandenes Potenzial konsequenter auf Wirkung, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit ausrichten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Grundsätzlich gibt es für mich nichts, was ich pauschal als «schlecht» bezeichnen würde. Ich sehe vielmehr erhebliches Entwicklungspotenzial in verschiedenen Bereichen, wie ich es bereits beschrieben habe.
Mein Feedback ist deshalb nicht als grundsätzliche Kritik an der Organisation oder an einzelnen Personen zu verstehen. Vielmehr geht es mir darum, strukturelle Muster sichtbar zu machen, die aus meiner Sicht unnötig viel Energie binden und dadurch den möglichen Impact der Organisation begrenzen.
Das grösste Potenzial sehe ich in einer konsequenteren Ausrichtung auf Wirkung, Leistung, Verantwortung und Wertbeitrag, verbunden mit klareren Entscheidungen, höherer Transparenz und einer deutlich stärkeren Konsequenz im Umgang mit dysfunktionalen oder toxischen Verhaltensmustern.
Ich bin überzeugt, dass bereits heute sehr viel Kompetenz, Erfahrung, Engagement und Veränderungsbereitschaft vorhanden ist. Entscheidend ist aus meiner Sicht, diese Ressourcen weniger durch interne soziale und politische Dynamiken zu binden und stärker für die eigentliche Wertschöpfung und den Auftrag der Organisation zu mobilisieren.
Mein Fazit: Ich sehe nicht primär «Schlechtes», sondern eine Organisation mit substantiellem ungenutztem Potenzial. Genau deshalb fällt mein Feedback bewusst kritisch aus: Nicht weil ich wenig Potenzial sehe, sondern weil ich sehr viel mehr Wirkung für möglich halte.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht liegt ein wesentliches Verbesserungspotenzial darin, die Organisation konsequent stärker auf Wirkung, Leistung und Wertbeitrag auszurichten und gleichzeitig dysfunktionale soziale Dynamiken deutlich früher zu erkennen und zu unterbinden.
Zu viel organisatorische Energie wird aus meiner Sicht dort gebunden, wo interne Befindlichkeiten, politische Dynamiken, persönliche Netzwerke und soziale Absicherung wichtiger werden als die Frage, welchen konkreten Beitrag eine Person, ein Team oder eine Einheit zum Unternehmenserfolg leistet.
Notwendig wäre deshalb eine deutlich stärkere Impact-Orientierung: klare Ziele, messbare Ergebnisse, eindeutige Verantwortlichkeiten und eine konsequente Bewertung nach tatsächlichem Wertbeitrag. Nicht die interne Sichtbarkeit, persönliche Nähe oder soziale Position sollte entscheidend sein, sondern Kompetenz, Leistung, Verantwortung und Wirkung.
Gleichzeitig sollte toxisches Verhalten wesentlich konsequenter adressiert werden. Verhaltensweisen wie persönliche Abwertung, Ausgrenzung, Manipulation, Schuldzuweisung, Machtspiele oder gezielte Informationskontrolle dürfen nicht als «soziale Dynamik» normalisiert werden. Was die psychologische Sicherheit, Zusammenarbeit oder Leistungsfähigkeit systematisch beschädigt, muss klar benannt und konsequent unterbunden werden.
Dafür braucht es aus meiner Sicht eine Führung, die weniger moderiert und stärker führt: klare Erwartungen, klare Grenzen, schnelle Entscheidungen und Konsequenzen bei wiederholt destruktivem Verhalten. Empathie und Wertschätzung bleiben wichtig – sie dürfen jedoch nicht mit einer Duldung von Dysfunktion verwechselt werden.
Mein persönliches Fazit: Die Organisation sollte deutlich weniger Energie in interne soziale Systeme und deutlich mehr Energie in Impact, Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit investieren. Eine gesunde Kultur entsteht nicht dadurch, dass jede soziale Dynamik moderiert wird, sondern dadurch, dass Leistung gefördert, Verantwortung eingefordert und toxisches Verhalten konsequent begrenzt wird.
Arbeitsatmosphäre
Über längere Zeit habe ich eine Kultur erlebt, in der Angst, Absicherung und Konfliktvermeidung teilweise stärker wirkten als Vertrauen, Verantwortung und offene Auseinandersetzung. Problematische Entwicklungen wurden nicht immer konsequent adressiert; Nicht-Entscheiden und Absicherung erschienen teilweise rationaler als klare Verantwortung und Handeln.
Kritischer Widerspruch wurde nicht immer als Korrektiv verstanden. Dadurch entstanden Konformität, selektiver Informationsfluss und eine stärkere Orientierung an internen Dynamiken statt an Wirkung und Wertbeitrag.
Besonders kritisch erlebte ich die Diskrepanz zwischen Führungs- und Kulturanspruch und tatsächlicher Realität. Dysfunktionale Muster waren teilweise systemisch verankert und reproduzierten sich dadurch selbst.
Aus meiner Sicht braucht es deshalb weniger Kulturinitiativen und mehr konsequente Führung, klare Governance, transparente Entscheidungen und verbindliche Verantwortlichkeit.
Mein Fazit: Die grösste Verschwendung entsteht dort, wo Menschen mehr Energie in Absicherung und interne Dynamiken investieren als in gemeinsame Wertschöpfung.
Image
Was ich erlebt habe, war eine Diskrepanz zwischen dem extern kommunizierten Anspruch und der intern erlebten Realität. Professionalität, Modernität und attraktive Unternehmenskultur wurden nach aussen vermittelt, entsprachen aus meiner Sicht jedoch nicht immer der tatsächlichen Employee Experience.
Gerade deshalb sehe ich eine Glaubwürdigkeitslücke zwischen Marke und organisationaler Realität. Reputation entsteht langfristig nicht primär durch Kommunikation, sondern durch die Konsistenz zwischen dem, was eine Organisation verspricht, entscheidet und tatsächlich lebt.
Mein Fazit: Ein starkes Unternehmensimage ist kein Kommunikationsprodukt, sondern das Ergebnis organisationaler Realität. Langfristige Reputation entsteht dort, wo Anspruch und tatsächliche Erfahrung übereinstimmen.
Karriere/Weiterbildung
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Gehalt/Benefits
Was ich erlebt habe, war eine teilweise mangelnde Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei Karriere- und Vergütungsentscheidungen. Leistung, Verantwortung, Wirkung und Vergütung standen für mich nicht immer in einem klar erkennbaren Verhältnis.
Aus meiner Sicht sollten Karriere und Vergütung konsequent an Kompetenz, Verantwortung, nachweisbarem Wertbeitrag und Wirkung ausgerichtet sein. Wo Entscheidungslogiken nicht transparent sind, entsteht schnell der Eindruck, dass Sichtbarkeit, persönliche Nähe oder organisationale Opportunität stärker wiegen als Leistung.
Mein Fazit: Karriere und Vergütung sind zentrale Steuerungsmechanismen. Sie sollten klar signalisieren, welche Leistung, Verantwortung und Wirkung die Organisation tatsächlich wertschätzt. Transparenz, Konsistenz und Leistungsorientierung sind dafür entscheidend.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Top
Umgang mit älteren Kollegen
Was ich erlebt habe, war eine teilweise unzureichende Wertschätzung von Erfahrung, institutionellem Wissen und implizitem Know-how. Langjährige Kompetenz schien gegenüber jüngeren oder vermeintlich moderneren Profilen teilweise an Relevanz zu verlieren.
Dabei sind Urteilsfähigkeit, Kontextwissen, Mustererkennung und institutionelles Gedächtnis gerade in komplexen Organisationen strategisches Kapital. Wird dieses Wissen nicht genutzt oder systematisch transferiert, verliert die Organisation wertvolles intellektuelles Kapital.
Aus meiner Sicht sollte unabhängig vom Alter konsequent nach Kompetenz, Leistung, Veränderungsfähigkeit und Wertbeitrag beurteilt werden – ohne Erfahrung zu romantisieren, aber ebenso ohne sie zu entwerten.
Mein Fazit: Zukunftsfähigkeit entsteht nicht durch Generationenaustausch, sondern durch die Verbindung von Erfahrung, Innovation, Lernfähigkeit und neuen Perspektiven.
Vorgesetztenverhalten
Was ich im Verhalten von Vorgesetzten erlebt habe, war weniger eine Frage individueller Führungsstile als ein strukturelles Defizit an Führungsverantwortung, Verbindlichkeit und Entscheidungsfähigkeit.
Besonders kritisch waren aus meiner Sicht Abwarten, Relativieren und das Verschieben von Verantwortung, gerade dort, wo Klarheit, Positionierung und konsequente Entscheidungen erforderlich gewesen wären. Dadurch entstand eine Diskrepanz zwischen formaler Führungsverantwortung und tatsächlicher Führungswirksamkeit.
Kritische Themen wurden nicht immer konsequent adressiert. Konfliktvermeidung ist dabei keine Neutralität, sondern kann die Fortsetzung bestehender Probleme bedeuten. Ebenso kritisch sind uneinheitliche Massstäbe bei Leistung und Verhalten, da sie Vertrauen und Führungslegitimität untergraben.
Aus meiner Sicht braucht es deshalb nicht mehr Führung, sondern wirksamere Führung: klare Erwartungen, konsequente Entscheidungen, transparente Leistungsstandards, Verantwortungsübernahme und den Mut, auch unangenehme Themen anzusprechen.
Mein Fazit: Führung zeigt sich nicht primär darin, Konflikte zu vermeiden, sondern darin, Orientierung zu geben, Verantwortung zu übernehmen.
Kommunikation
Was ich erlebt habe, war weniger ein Kommunikationsproblem als ein strukturelles Defizit in Transparenz, Informationsqualität und Klarheit. Relevante Informationen wurden aus meiner Sicht teilweise nicht dort, nicht rechtzeitig oder nicht im notwendigen Kontext geteilt. Kommunikation diente dadurch nicht immer der Klärung, sondern teilweise auch der Absicherung, Konfliktvermeidung oder Wahrnehmungssteuerung.
Besonders kritisch war die Diskrepanz zwischen dem Anspruch an Transparenz und der tatsächlich erlebten Realität. Selektive oder verspätete Information führt zu unterschiedlichen Narrativen, erschwert Entscheidungen und schwächt Vertrauen.
Kritische Themen wurden nicht immer offen auf der Sachebene adressiert. Dadurch wurden Probleme teilweise kommunikativ umgangen statt gelöst. Wirksame Kommunikation muss Orientierung schaffen, auch unangenehme Wahrheiten adressieren und Entscheidungen ermöglichen.
Mein Fazit: Entscheidend ist nicht mehr Kommunikation, sondern mehr Klarheit, Transparenz und Konsequenz – die richtigen Informationen zur richtigen Zeit, ohne politische Verzerrung, dorthin, wo Verantwortung getragen und entschieden wird.
Interessante Aufgaben
Sehr