Zwei uncoole Socken unter einem Dach
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist die klare Prioritätensetzung: Statt in neue Maschinen oder notwendige Wartungen zu investieren, fließt das Budget konsequent in Auto-Leasings. Das sorgt immerhin draußen auf dem Parkplatz für einen modernen Eindruck – auch wenn drinnen weiter improvisiert wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht am Arbeitgeber ist vor allem die Planung, die offenbar nach dem Prinzip „Mal schauen, was passiert“ funktioniert. Die Teamleiter der Ostschweiz Druck AG und der Typotron AG schaffen es zuverlässig, alle unzufrieden zu halten – Kündigungsgedanken gehören hier quasi zur Einarbeitung. Jeder arbeitet für sich, denn Zusammenhalt würde nur stören.
Versprechen gibt es viele, eingehalten wird davon konsequent keines. Wochenenden gelten als Reservearbeitszeit, private Termine als Charakterschwäche. Krankheit ist zwar theoretisch erlaubt, praktisch aber Anlass für einen Nachrichtenterror durch die Teamleiter. Der Produktionsleiter wiederum wirkt wie ein stiller Beobachter des eigenen Aufgabenbereichs: sichtbar anwesend, aber ohne Durchsetzungskraft gegenüber der Geschäftsleitung. Man merkt, dass er sich nicht traut – und genau diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Betrieb.
Verbesserungsvorschläge
Nach meinem persönlichen Eindruck sind die Geschäftsleitungen der Ostschweiz Druck AG und der Typotron AG nicht in der Lage, das Unternehmen überzeugend und nachhaltig zu führen. Aus meiner Sicht wirken zahlreiche Investitionsentscheide unüberlegt und wenig strategisch. Ich habe das Gefühl, dass diese Fehlentscheidungen dem Unternehmen langfristig mehr schaden als nützen. Meiner Meinung nach wäre es für die Firmen und deren Zukunft wahrscheinlich besser, wenn die Verantwortlichen die Leitung abgeben und beruflich andere Wege einschlagen würden.
Arbeitsatmosphäre
Der Teamleiter der Typotron AG, zum Glück endlich gekündigt, war ein wahres Paradebeispiel für fehlende Führungskompetenz. Anstatt Verantwortung zu übernehmen oder Lösungen zu finden, hat er lieber andere mit den unangenehmen Aufgaben betraut. Und der Teamleiter der Ostschweiz Druck AG? Auch nicht viel besser. Es wird höchste Zeit, dass für diese Positionen endlich richtige Führungskräfte gefunden werden, die wirklich etwas von Führung verstehen, anstatt das Team in einem permanenten Chaos zu lassen.
Kommunikation
Kommunikation ist hier ein Selbstlernprojekt. Informationen werden nicht geteilt, sondern müssen wie Ostereier mühsam gesucht werden. Unterstützung gilt als Gerücht, Klarheit als Luxus. Wer gerne allein kämpft und sich alles selbst zusammenreimt, findet hier ideale Bedingungen.
Kollegenzusammenhalt
Kollegenzusammenhalt ist praktisch nicht existent. Jeder versucht, den Tag möglichst unauffällig zu überstehen und so schnell wie möglich nach Hause zu kommen – vor allem, um den Teamleitern der Ostschweiz Druck AG und der Typotron AG nicht länger ausgesetzt zu sein. Pünktlicher Feierabend gilt eher als theoretisches Konzept. Selbst wenn nichts zu tun ist, wird auf Krampf irgendeine Beschäftigung verteilt, Hauptsache Anwesenheit statt Sinn. Zusammenarbeit endet mit dem Feierabend, Solidarität bleibt ein Fremdwort.
Work-Life-Balance
Die verantwortliche Person für die Produktionsplanung hat offenbar eine sehr eigene Philosophie entwickelt:
Planen? Ja – aber bitte ohne Logik, Struktur oder Rücksicht. Aufträge landen dort, wo der Zufall sie hinpustet. Man könnte glatt glauben, es gäbe eine geheime Lostrommel, aus der Arbeitszeiten gezogen werden.
Besonders charmant wird es, wenn man höflich anmerkt, dass die Planung weder realistisch noch menschlich ist. Statt Dialog gibt’s dann den magischen Standardtrick: „Dann arbeite doch einfach am Wochenende.“ Offenbar die universelle Lösung für alles, von Unklarheiten bis zu Überlastung.
Wer also erleben möchte, wie man Menschen wie Schachfiguren verschiebt und dabei so tut, als wäre das völlig normal, sollte sich hier einmal umschauen. Satirisch betrachtet könnte man meinen, Empathie sei optional – Wochenendarbeit dagegen Pflicht.
Vorgesetztenverhalten
Besonders unter den Teamleitern war es schwer, Vertrauen aufzubauen. Aber zum Glück hat dieser eine „Fels in der Brandung“ endlich gekündigt und wird bald nicht mehr Teil der Firma sein.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben wären durchaus vorhanden. Leider werden sie durch schlechte Planung, kurzfristige Entscheidungen und unnötiges Chaos regelmäßig ruiniert. Was Potenzial hätte, endet meist in Frust statt Motivation.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ist hier offenbar eine Frage der Nähe zur Geschäftsleitung. Wer mit dem Chef joggen geht oder ihn zum Flughafen fährt, verbessert seine Chancen deutlich. Leistung, Qualifikation oder Fairness wirken dagegen eher zweitrangig.
Umgang mit älteren Kollegen
Mitarbeitende werden mit 60 Jahren von der Geschäftsleitung gekündigt. Unabhängig von Leistung, Erfahrung oder jahrzehntelanger Loyalität endet das Arbeitsverhältnis abrupt. Was bleibt, ist das Gefühl, ausrangiert zu werden – menschlich enttäuschend und respektlos gegenüber all denen, die diese Firma über Jahre mitgetragen haben.
Arbeitsbedingungen
Katastrophe.
Pünktlicher Feierabend existiert praktisch nicht. Stattdessen sind 12-Stunden-Schichten an der Tagesordnung und werden als selbstverständlich erwartet. Belastung wird normalisiert, Grenzen ignoriert.
Gehalt/Benefits
Nach der Probezeit wird eine Gehaltserhöhung in Aussicht gestellt. In der Realität entpuppt sich dieses Versprechen als leere Worte. Gespräche werden verschoben, Ausreden geliefert oder das Thema komplett ausgesessen. Was bleibt, ist das Gefühl, bewusst hingehalten und belogen zu werden.
Image
In den Sitzungen wird von der Geschäftsleitung mit bemerkenswerter Regelmäßigkeit auf die „hauseigenen“ Druckereien hingewiesen – kleine, fast schon liebevoll zusammengebastelte Hobby-Betriebe mit ein bis zwei Mitarbeitenden. Der Tonfall lässt dabei manchmal vermuten, man spreche über börsennotierte Weltmarktführer. Inhaltlich trägt diese ständige Selbstinszenierung kaum etwas bei, wirkt aber wie ein festes Ritual, das man offenbar braucht, um sich selbst etwas größer erscheinen zu lassen, als es die tatsächlichen Dimensionen hergeben.
Karriere/Weiterbildung
Karriere und Weiterbildung sind faktisch nicht vorgesehen. Entwicklung würde bedeuten, mehr Verantwortung und letztlich auch mehr Gehalt zu rechtfertigen – etwas, das von der Geschäftsleitung der Ostschweiz Druck AG und der Typotron AG um jeden Preis verhindert wird. Stillstand ist hier kein Zufall, sondern System. Wer wachsen will, steht sich selbst im Weg – oder sucht sich besser einen anderen Arbeitgeber.