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UMB 
AG
Bewertung

TopCompany6 Jahre
Mehrfachbewertung

Modernes Image, aber intern mit Herausforderungen

3,0
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei UMB AG in Volketswil gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Besonders positiv hervorzuheben ist das kollegiale Umfeld und der starke teaminterne Zusammenhalt, der den Arbeitsalltag angenehm gestaltet. Die Möglichkeit, zusätzliche Ferientage zu kaufen, bietet Flexibilität und wird sehr geschätzt. Mit der UMB Academy steht eine eigene Plattform zur Verfügung, die die fachliche und persönliche Weiterentwicklung unterstützt. Auch die neuen Büros und die moderne Arbeitsplatzgestaltung tragen zu einem angenehmen Arbeitsumfeld bei.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es fehlt an einer gemeinsamen Ausrichtung und einem einheitlichen Verständnis davon, wofür das Unternehmen steht. Unterschiedliche Kulturen, Tools und Arbeitsweisen innerhalb der Organisation erschweren die Zusammenarbeit und führen zu einem uneinheitlichen Auftreten. Micromanagement ist in einigen Bereichen noch stark verbreitet, was Eigenverantwortung und Vertrauen hemmt. Der zunehmende Produktivitätsdruck wirkt sich negativ auf die Arbeitsatmosphäre und die langfristige Entwicklung aus. Entscheidungen gehen teilweise in eine Richtung, die nicht mit modernen Führungsprinzipien übereinstimmt. Zudem befinden sich einige Personen in Führungsrollen, die eher als Manager agieren, statt echte Leadership zu leben. Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden kommt dabei oft zu kurz.

Verbesserungsvorschläge

Wenn das Unternehmen als moderne Arbeitgeberin wahrgenommen werden und die besten Talente gewinnen möchte, sollte dies auch intern konsequent gelebt werden.

Es wäre wichtig, sich vom Micromanagement und der klassischen Managerrolle zu lösen und stattdessen moderne Leadership-Prinzipien zu fördern. Strategische Entscheidungen sollten so getroffen werden, dass sie das Unternehmen als Ganzes stärken und ein gemeinsames Verständnis schaffen.

Eine klare und transparente Lohnstruktur würde zur Fairness und Motivation beitragen. Auch der Brand Promise "Creating Time" sollte intern stärker gelebt werden, um Raum für Innovation und Weiterentwicklung zu schaffen.

Die bestehenden Unternehmenswerte sollten überdacht und neu definiert werden, da sie aktuell nicht zur gelebten Realität passen und weder eingefordert noch aktiv vorgelebt werden.

Im Bereich Kundenorientierung wäre es hilfreich, den Fokus stärker darauf zu legen, was der Kunde wirklich braucht und nicht nur darauf, was intern die Produktivität steigert.

Arbeitsatmosphäre

In den letzten Jahren hat sich die Arbeitsatmosphäre leider spürbar verschlechtert. Es gibt nach wie vor einzelne Vorgesetzte, die Vertrauen schenken, Anerkennung zeigen und fair handeln. Das wird sehr geschätzt. Allerdings haben zahlreiche Veränderungen auf der Managementebene dazu geführt, dass das Miteinander gelitten hat. Statt einer gemeinsamen Ausrichtung entstehen zunehmend isolierte Bereiche und Einzelinteressen, was die Zusammenarbeit erschwert.

Image

Das öffentliche Image des Unternehmens stimmt nicht immer mit der internen Realität überein. Nach aussen wird ein modernes und fortschrittliches Bild vermittelt. Intern sind jedoch verschiedene Herausforderungen spürbar, insbesondere in den Bereichen Führung, Strategie und Kommunikation. Der Verlust einiger langjähriger und geschätzter Mitarbeitender hat das Vertrauen zusätzlich belastet. Die Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen hat sich spürbar verschlechtert, was sich langfristig auch negativ auf das externe Image auswirken kann.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist grundsätzlich in Ordnung, aber nicht optimal. Es gibt eine gewisse Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung, was positiv ist. Allerdings ist diese Flexibilität nicht in allen Bereichen und Teams gleich gegeben. Die Arbeitsbelastung kann je nach Abteilung und aktueller Situation stark schwanken, was die Balance zwischen Beruf und Privatleben erschwert. Homeoffice ist grundsätzlich möglich, wird jedoch nicht mehr überall gleich unterstützt. Der Trend geht zunehmend in Richtung Präsenz im Büro.

Karriere/Weiterbildung

Früher wurde auf Weiterbildung grossen Wert gelegt. Mit der UMB Academy wurde eine eigene Plattform geschaffen, die die fachliche und persönliche Entwicklung der Kollegen unterstützt. Für grössere Ausbildungen gab es, wie in der Branche üblich, entsprechende Vereinbarungen. In letzter Zeit wurde der Spielraum für Weiterbildungen jedoch spürbar eingeschränkt. Die Hürden für eine Genehmigung sind höher geworden, und Weiterbildungen ohne Kostenbeteiligung der Kollegen sind trotz vertraglicher Verpflichtung kaum noch möglich. Der Fokus liegt zunehmend auf der Produktivität, wodurch die langfristige Entwicklung der Kollegen in den Hintergrund rückt.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist im Branchenvergleich durchschnittlich und grundsätzlich fair, entspricht aber nicht immer der Verantwortung oder dem Aufwand einzelner Rollen. Sozialleistungen wie Pensionskasse, Unfallversicherung und weitere Standards sind vorhanden und solide.
Insgesamt ist das Paket in Ordnung, bietet aber noch Potenzial für Verbesserungen, insbesondere bei der Transparenz.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Sozialbewusstsein ist grundsätzlich vorhanden, aber nicht konsequent umgesetzt. Es gibt einzelne Initiativen, die auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung abzielen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt innerhalb einzelner Teams ist in der Regel sehr gut. Die Kollegen unterstützen sich gegenseitig und pflegen einen respektvollen Umgang. Teamübergreifend ist der Zusammenhalt jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Qualität der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teams hängt stark von der jeweiligen Führungskraft ab, insbesondere davon, wie offen kommuniziert wird und ob eine kooperative Kultur gefördert wird. In Teams mit engagierten und kommunikativen Teamleitern funktioniert die bereichsübergreifende Zusammenarbeit deutlich besser. Fehlt diese Führung, entstehen schnell isolierte Arbeitsweisen und Missverständnisse.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen ist verbesserungswürdig. Ihre langjährige Erfahrung und ihr Wissen werden zunehmend weniger wertgeschätzt. Besonders spürbar wird dies bei wichtigen Abgängen von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, bei denen wertvolles Know-how verloren geht.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten ist sehr unterschiedlich und stark von der jeweiligen Person abhängig. Es gibt einzelne Führungskräfte, die sich um ihre Mitarbeitenden bemühen, regelmässig Feedback geben und ein faires Miteinander fördern. Leider ist das nicht die Regel. Häufig fehlt es an Transparenz, Vertrauen, Wertschätzung und aktiver Kommunikation. Entscheidungen werden teilweise ohne Einbezug der Teams getroffen, was das Vertrauen zusätzlich beeinträchtigt.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt gut. Die technische Ausstattung ist modern und funktional, und die Arbeitsplätze sind ergonomisch eingerichtet. Insgesamt sind die Rahmenbedingungen solide und unterstützen ein produktives Arbeiten.

Kommunikation

Es ist oft schwierig, alle relevanten Informationen zu erhalten. Die Informationsbeschaffung liegt weitgehend in der Verantwortung der Kollegen, wobei die Inhalte an vielen verschiedenen Orten verstreut sind. Regelmässige Informationen zum Geschäftsgang werden intern gut und klar kommuniziert

Gleichberechtigung

Meines Erachtens wird Gleichberechtigung im Unternehmen gelebt. Kolleginnen und Kollegen werden unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft respektvoll behandelt und haben vergleichbare Chancen, sich weiterzuentwickeln.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind grundsätzlich abwechslungsreich und bieten in bestimmten Bereichen auch spannende Herausforderungen. Es gibt Möglichkeiten, sich in neue Themen einzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig hat sich die Vielfalt an interessanten Aufgaben im Laufe der Zeit verringert. Der Fokus liegt zunehmend auf der Vertiefung einzelner Themenbereiche, was den Gestaltungsspielraum einschränken kann.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.