Früher Vorzeigeunternehmen, heute weit entfernt von Mitarbeitenden und Kunden
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die zunehmende Distanz zwischen Geschäftsleitung und operativem Geschäft. Viele Mitarbeitende haben den Eindruck, dass weder ihre Anliegen noch die Bedürfnisse der Kunden ausreichend berücksichtigt werden. Der Verlust erfahrener Mitarbeitender hat zusätzlich wertvolles Know-how und langjährig aufgebaute Kundenbeziehungen gekostet.
Verbesserungsvorschläge
Die Geschäftsleitung sollte den direkten Austausch mit Mitarbeitenden und Kunden deutlich intensivieren. Entscheidungen sollten stärker auf den Erfahrungen der operativen Einheiten basieren. Zudem wäre es wichtig, langjährige Mitarbeitende und deren Wissen zu halten, anstatt wertvolle Erfahrung und bestehende Kundenbeziehungen zu verlieren. Das ist ein Peoplebusiness und wer das nicht versteht, versteht diese Branche nicht.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich in den letzten zwei Jahren massiv verschlechtert. Viele Mitarbeitende sind frustriert und fühlen sich von der Unternehmensleitung nicht ernst genommen. Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen nehmen zunehmend ab.
Image
Das Unternehmen hatte früher einen ausgezeichneten Ruf in der Branche. Heute entspricht die interne Situation aus Sicht vieler Mitarbeitender nicht mehr dem positiven Image, das nach aussen vermittelt wird.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war noch nie gut aber für das damals schöne Familienunternehmen hat man gerne mehr gemacht. Heute hat sich diese deutlich verschlechtert, da durch Personalabbau und hohe Fluktuation die Arbeitsbelastung für die verbleibenden Mitarbeitenden gestiegen ist.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten sind vorhanden, werden jedoch nicht immer gezielt gefördert oder mit klaren Entwicklungsperspektiven verbunden.
Gehalt/Benefits
Karriereperspektiven sind kaum erkennbar. Entscheidungen hinsichtlich Entwicklungsmöglichkeiten erscheinen oft wenig transparent. Es werden Mitarbeiter in der Führung befördert, welche nicht mal ein Assessment machen mussten. Somit spielt es ja offenbar keine Rolle ob diese MA die Fähigkeit haben, führen zu können. Die Zahlen alleine scheinen der GL zu reichen. Dies ist ein Armutszeugnis was im Übrigen jeder einzelne Mitarbeiter von aussen schon sieht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen kommuniziert soziale Verantwortung nach aussen, intern erleben viele Mitarbeitende jedoch eine andere Realität.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen ist nach wie vor eine Stärke des Unternehmens. Viele Mitarbeitende unterstützen sich gegenseitig, um die Defizite in den Prozessen und der Führung aufzufangen.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrene Mitarbeitende und ihr Wissen werden nicht ausreichend geschätzt. Mit dem Weggang langjähriger Kolleginnen und Kollegen geht wertvolles Know-how verloren.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung wirkt oft weit vom operativen Alltag entfernt. Viele Entscheidungen lassen den Eindruck entstehen, dass die Bedürfnisse von Mitarbeitenden und Kunden nicht ausreichend verstanden oder berücksichtigt werden. Man fragt sich, haben sie überhaupt eine Ahnung in welcher Branche sie sind und wie diese funktioniert?
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen haben sich durch ständige Veränderungen und eine hohe Belastung verschlechtert. Viele Mitarbeitende fühlen sich zunehmend unter Druck gesetzt.
Kommunikation
Die Kommunikation zwischen Geschäftsleitung und operativem Geschäft funktioniert unzureichend. Entscheidungen werden oft ohne nachvollziehbare Begründung getroffen, während Anliegen und Feedback aus den Niederlassungen kaum berücksichtigt werden.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich werden Mitarbeitende gleich behandelt. Allerdings fehlt häufig die Wertschätzung für langjährige Erfahrung und bewährte Leistungen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben können grundsätzlich interessant sein. Leider werden gute Ideen und Erfahrungen aus der Praxis häufig nicht genutzt oder sogar ignoriert.

