Erst auspressen, dann austauschen – so fühlt sich Wertschätzung hier an!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Schöne Büros- sehr interessante Liegenschaften
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeitende werden verheizt, bis sie nicht mehr funktionieren. Massive Überlastung, chronischer Personalmangel, inkompetente Führung und eine Kultur aus Druck, Schuldzuweisungen und leeren Versprechen bestimmen den Alltag. Kritik wird ignoriert, Verantwortung weitergereicht und Wertschätzung nur nach aussen inszeniert. Wer nicht mehr mithalten kann, wird fallengelassen oder ausgetauscht.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte fachlich, methodisch und menschlich qualifizierte Führungskräfte einstellen beziehungsweise bestehende Führungskräfte konsequent weiterentwickeln. Entscheidend ist, dass Führung nicht nur über Positionen und Titel definiert wird. Führungskräfte müssen Verantwortung übernehmen, zuhören, Orientierung geben und die vom Top-Management kommunizierte Unternehmenskultur im Arbeitsalltag tatsächlich vorleben.
Ebenso dringend muss der Personalbestand aufgestockt werden. Die vorhandenen Ressourcen reichen aus meiner Sicht nicht aus, um gleichzeitig die bestehenden Altlasten abzubauen und das laufende Tagesgeschäft sorgfältig zu bewältigen. Solange überlastete Teams lediglich mehr Aufgaben und zusätzlichen Druck erhalten, werden sich Rückstände, Fehleranfälligkeit und Personalfluktuation weiter verschärfen.
Es braucht deshalb eine realistische Personalplanung, zusätzliche Stellen und klare Prioritäten. Bestehende Rückstände sollten mit einem konkreten und ausreichend finanzierten Massnahmenplan abgearbeitet werden. Erst wenn genügend personelle Kapazitäten vorhanden sind, können die Mitarbeitenden ihre Aufgaben wieder mit der erforderlichen Qualität erledigen und gleichzeitig einen verlässlichen Service gewährleisten.
Arbeitsatmosphäre
Zumindest im Bereich Bewirtschaftung ist für mich keine positiv gelebte Unternehmenskultur erkennbar. Das Top-Management spricht zwar regelmässig von gemeinsamen Werten und einer modernen Kultur, diese werden jedoch spätestens ab dem mittleren Management nicht mehr konsequent vorgelebt oder im Arbeitsalltag umgesetzt.
Statt Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung erlebe ich vor allem Druck, Schuldzuweisungen und das Weiterreichen von Verantwortung. Aufgaben werden zwischen Mitarbeitenden und Abteilungen hin- und hergeschoben, weil praktisch alle bereits überlastet sind und kaum noch Kapazitäten haben, andere zu unterstützen. Das ist aus meiner Sicht weniger ein Versagen einzelner Kolleginnen und Kollegen als vielmehr die Folge struktureller Überlastung und fehlender Führung.
Eine konstruktive Fehlerkultur, in der Probleme offen angesprochen und gemeinsam gelöst werden können, nehme ich nicht wahr. Statt nach Ursachen und nachhaltigen Lösungen zu suchen, steht häufig die Frage im Vordergrund, wem die Verantwortung für ein Problem zugeschoben werden kann. Dadurch entstehen Misstrauen und Abgrenzung. Jeder schützt sich selbst.
Gehalt/Benefits
Gehlat ist soweit ok.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsatmosphäre wird stark durch Überlastung, hohe Fluktuation, schlechte Kommunikation und mangelndes Vertrauen belastet. Viele Mitarbeitende versuchen trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, ihre Aufgaben zuverlässig zu erledigen. Der permanente Druck, die Unsicherheit und die fehlende Unterstützung führen langfristig jedoch zu Frustration und sinkender Motivation. Der häufige Wechsel von Mitarbeitenden erschwert zusätzlich den Aufbau stabiler Teams und einer positiven Zusammenarbeit.
Das Verhalten verschiedener Führungskräfte erlebe ich als wenig unterstützend und teilweise nicht wertschätzend. Aus meiner persönlichen Sicht fehlen bei diversen Führungskräften vom unteren bis zum mittleren Management wesentliche fachliche, soziale oder methodische Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle Mitarbeiterführung.
Gespräche über die hohe Arbeitsbelastung führen meiner Erfahrung nach nicht zu konkreten Lösungen. Entsprechende Hinweise werden teilweise ignoriert oder relativiert. Statt gemeinsam realistische Prioritäten und eine tragfähige Personalplanung zu entwickeln, wird zusätzlicher Druck aufgebaut. Dabei wurde sogar mit einem möglichen Stellenabbau gedroht.
Gleichberechtigung
Die Teams bestehen meiner Wahrnehmung nach überwiegend aus jüngeren Mitarbeitenden. Grundsätzlich ist positiv, dass auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger eine Chance erhalten und sich innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln können. Gleichzeitig werden jedoch teilweise Positionen mit Personen besetzt, denen aus meiner Sicht die dafür notwendige Ausbildung, Erfahrung oder fachliche Qualifikation fehlt. Die Auswahl- und Beförderungsentscheidungen sind für mich daher nicht immer nachvollziehbar.