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1,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Marketing / Produktmanagement in Muttenz gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

1. Arbeitszeit und Fairness
Verpflichtende Aktivitäten wie Teamweeks, Events oder zusätzliche Aufgaben sollten transparent als Arbeitszeit erfasst und entsprechend kompensiert werden, insbesondere für Teilzeitangestellte. Eine klare und faire Regelung würde hier zu mehr Vertrauen und Motivation beitragen.

2. Fokus auf nachhaltige Mitarbeiterbindung
Die hohe Fluktuation deutet darauf hin, dass Mitarbeitende sich nicht langfristig gesehen oder wertgeschätzt fühlen. Es wäre sinnvoll, stärker in die Bindung bestehender Talente zu investieren, statt kontinuierlich neue Ressourcen aufzubauen und Wissen zu verlieren.

3. Wertschätzung und Leistungskultur
Anerkennung sollte nicht primär an Überstunden oder ausserordentliche Mehrarbeit geknüpft sein. Auch konstante, qualitativ hochwertige Arbeit verdient Sichtbarkeit und Wertschätzung.

4. Führungskultur und Kommunikation
Ein offener Umgang mit Feedback, auch kritischem, ist essenziell für eine gesunde Unternehmenskultur. Mitarbeitende sollten sich sicher fühlen, Grenzen zu kommunizieren, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.

5. Klare Trennung von freiwilligen und verpflichtenden Aktivitäten
Teamevents und gemeinsame Aktivitäten können wertvoll sein, sollten jedoch als freiwillige Angebote gestaltet werden. Ein authentisches Miteinander entsteht nicht durch Verpflichtung, sondern durch echte Motivation.

6. Arbeitsumfeld und Rahmenbedingungen
Themen wie Homeoffice, Arbeitsklima im Büro oder organisatorische Aufgaben (z. B. Reinigung, Zusatzdienste) sollten überprüft und professionell gelöst werden, um Mitarbeitende zu entlasten und ihnen den Fokus auf ihre eigentlichen Aufgaben zu ermöglichen.

7. Vergütung und Entwicklungsmöglichkeiten
Eine marktgerechte Bezahlung sowie die Berücksichtigung von Qualifikationen und Erfahrung sind zentrale Faktoren für Motivation und langfristige Bindung. Transparente Entwicklungsperspektiven könnten zusätzlich zur Zufriedenheit beitragen.

8. Glaubwürdigkeit in Nachhaltigkeit und Unternehmenswerten
Wenn Nachhaltigkeit Teil der Unternehmenskommunikation ist, sollte sie ganzheitlich gedacht und umgesetzt werden, auch im operativen Alltag und im Umgang mit Ressourcen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre wirkt häufig angespannt und wenig authentisch. Seitens des Leaderships wird versucht, ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl zu fördern, unter anderem durch verpflichtende Team-Lunches und Teamweeks. Diese Formate werden jedoch nicht von allen Mitarbeitenden als bereichernd empfunden. Gleichzeitig findet im Arbeitsalltag selbst vergleichsweise wenig direkter Austausch statt, teilweise wird sogar intern primär über digitale Tools kommuniziert, selbst bei räumlicher Nähe.
Im Grossraumbüro entsteht zudem häufig das Gefühl einer hohen Kontrolle, während Homeoffice eher zurückhaltend gehandhabt wird, aktuell ist ein Tag pro Woche möglich. Anerkennung erfolgt überwiegend im Zusammenhang mit zusätzlichem Engagement über die reguläre Arbeitszeit hinaus. Eine konstant gute Arbeitsleistung allein wird hingegen weniger sichtbar gewürdigt.

Image

Nach aussen hui, innen eher ernüchternd.

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist kaum erkennbar. Von Mitarbeitenden wird ein hohes Mass an Engagement und Identifikation mit der Unternehmensvision erwartet, während persönliche Bedürfnisse und Erholungszeiten wenig Raum erhalten. Der Fokus liegt stark auf Leistung und Verfügbarkeit. Zudem entsteht der Eindruck, dass Themen wie Überlastung oder gesundheitliche Grenzen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Mitarbeitende, die aufgrund von Erschöpfung oder Krankheit ausfallen, erleben teilweise wenig Verständnis im Arbeitsumfeld. Insgesamt wird ein hoher Leistungsdruck wahrgenommen, während individuelle Grenzen und Privatsphäre nicht immer ausreichend respektiert werden.

Karriere/Weiterbildung

Keine Aufstiegstmöglichkeit.

Gehalt/Benefits

Die Gehälter liegen bei den meisten im Bereich des Mindestlohns oder darunter, ausgenommen ist möglicherweise das Management. Qualifikationen oder Diplome werden dabei kaum berücksichtigt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach aussen werden nachhaltige Initiativen wie das Pflanzen von Bäumen, Spenden nach Nepal und das Sammeln von PET-Flaschen betont. Gleichzeitig wird KI sehr intensiv eingesetzt, etwa für Texte, Bildgenerierung und Stimmenverzerrung. In dieser Kombination wirkt das Nachhaltigkeitsengagement wenig konsistent.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt viele engagierte und kompetente Kolleginnen und Kollegen, die interne Dynamiken und Machtstrukturen kritisch reflektieren, einige haben das Unternehmen deshalb bereits verlassen. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass kritische Stimmen oder besonders leistungsstarke, aber zurückhaltendere Mitarbeitende teilweise weniger Gehör finden. Stattdessen werden Verhaltensweisen wie starke Anpassung oder ein hohes Mass an Zustimmung gegenüber dem Management eher begünstigt.
In einzelnen Fällen wirkt es zudem so, als würden Mitarbeitende unterschiedlich behandelt, was zu dem Gefühl von Ungleichgewicht führen kann. Insbesondere talentierte Personen mit klar kommunizierten Grenzen scheinen das Unternehmen häufiger zu verlassen, was langfristig einen Verlust an Know-how bedeuten kann. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass neben der fachlichen Leistung auch persönliche Nähe zum Management eine Rolle spielt, wenn es um Wahrnehmung und Handlungsspielräume geht.

Umgang mit älteren Kollegen

Es arbeiten dort überwiegend junge Menschen. Die „Ältesten“ sind mehrheitlich unter 40 und gehen oft nach kurzer Zeit wieder, da sie eher zu Kritik neigen. Jüngere Mitarbeitende lassen sich hingegen häufiger herumschubsen und beeinflussen.

Vorgesetztenverhalten

Sehr kritisch. Wenn Mitarbeitende Grenzen setzen und nicht alles mittragen, wird dies unter dem Deckmantel der „fehlenden Passung zur Firmenkultur“ sanktioniert, teilweise bis hin zu Kündigungsandrohungen. Die hohe Fluktuation spricht für sich: Teams müssen fast jährlich neu aufgebaut werden, wertvolles Wissen geht verloren, und nachhaltige Mitarbeiterbindung findet kaum statt.

Anstatt die Ursachen zu reflektieren und gute Mitarbeitende zu halten, wird der einfachere Weg gewählt und kontinuierlich neu rekrutiert, trotz der damit verbundenen Kosten und Verluste. Gleichzeitig sind Lohnerhöhungen kaum ein Thema, und eine Beteiligung der Mitarbeitenden am Unternehmenserfolg bleibt aus, selbst bei Gewinnen in Millionenhöhe.

Wertschätzung beschränkt sich häufig auf symbolische Massnahmen wie Obstkorb oder kostenlose Lunches, während strukturelle Anerkennung und faire Vergütung fehlen. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass finanzielle Ressourcen nicht im Sinne der Mitarbeitenden eingesetzt werden, sondern Prioritäten anders gesetzt werden.

Arbeitsbedingungen

Im Sommer ist es sehr heiss. Homeoffice ist nur an einem Tag möglich. Die Technik ist gut.

Kommunikation

Informationen zu Geschäftsergebnissen, Kennzahlen und Unternehmenserfolgen werden sehr präsent kommuniziert. Ebenso wird ausserordentlicher Einsatz, insbesondere Arbeit über die reguläre Arbeitszeit hinaus, stark hervorgehoben und im Firmenchat entsprechend gewürdigt. Dies kann dazu führen, dass kontinuierlich gute Leistungen im regulären Rahmen weniger sichtbar sind und von Mitarbeitenden als weniger wertgeschätzt wahrgenommen werden.

Gleichberechtigung

Im Management sind überwiegend Männer vertreten. Die wenigen Frauen dort treten kaum in Erscheinung und stimmen den meisten Entscheidungen zu, ohne sie offen zu hinterfragen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind grundsätzlich spannend. Allerdings wird neben dem Tagesgeschäft die Teilnahme an obligatorischen, mehrtägigen Teamevents sowie an verpflichtenden Teamlunches, oft in der Freizeit, erwartet. Zusätzlich übernehmen Mitarbeitende Aufgaben wie Büroreinigung, Küchendienst und weitere Ämtli. Dass ein grosses Multi-Millionen-Unternehmen keine externe Reinigungslösung einsetzt, ist schwer nachvollziehbar. Zudem wird erwartet, dass man bei grossen Events mithilft.

Die dafür aufgewendete Zeit wird nicht kompensiert. Besonders Teilzeitangestellte sind dadurch klar im Nachteil. Es wird ungern gesehen, wenn man nach einer Teamweek die zusätzliche Zeit gutschreiben lassen möchte, und häufig erfolgt auch keine entsprechende Anrechnung.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.