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Kaum echte Ausbildung, wenig Vertrauen und ein für mich problematischer Führungsstil

1,1
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Veranstaltungskaufmann in Mönchengladbach gemacht.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die sanitären Anlagen waren während meiner Zeit dort sauber und gepflegt. Mein Hund durfte mit ins Büro gebracht werden. Internet für die Arbeit war vorhanden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders negativ empfand ich den Führungs- und Kommunikationsstil. Der Umgang wirkte auf mich häufig autoritär, selbstbezogen und teilweise arrogant. Hinzu kamen Bemerkungen über Geschlechterrollen, LGBTQIA+ Themen und mein Körpergewicht, die ich persönlich teilweise als unangemessen oder abwertend empfunden habe.

Auch die Trennung zwischen privatem und beruflichem Umfeld empfand ich als wenig professionell. Teile der Büroräume, insbesondere die Küche, wirkten auf mich gleichzeitig wie private Wohn- beziehungsweise Lebensbereiche mit persönlichen Gegenständen und Fotos. Grundsätzlich ist das für mich kein Problem, insgesamt fehlte mir dadurch aber teilweise die klare Atmosphäre eines professionellen Arbeitsplatzes.

Kritisch fand ich außerdem den Umgang mit Datenschutz und IT. Auf einem von mir genutzten Arbeitsrechner waren nach meiner Wahrnehmung teilweise noch Accounts anderer Personen automatisch eingeloggt. Auch auf eine von mir gestellte Anfrage zu meinen personenbezogenen Daten erhielt ich sinngemäß lediglich die Aussage, dass ohnehin alles gelöscht worden sei. Das hat bei mir kein besonderes Vertrauen in den Umgang mit personenbezogenen Daten geschaffen.

Verbesserungsvorschläge

Mehr professionelle Ausbildungsstruktur, klare Lernziele und echte fachliche Anleitung. Außerdem sollte deutlich stärker auf einen respektvollen und sensiblen Umgang geachtet werden. Bemerkungen über Geschlecht, sexueller Orientierung, Körpergewicht oder andere persönliche Merkmale haben aus meiner Sicht im Arbeitsumfeld nichts verloren, auch wenn sie vom Absender möglicherweise nur als „Witz“ gemeint sind. Kritik und Grenzen von Mitarbeitenden sollten ernst genommen werden, statt sie abzutun.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre war für mich von wenig Vertrauen und viel Kontrolle geprägt. Selbstständiges Arbeiten war einerseits gefordert, andererseits bei Kundenkommunikation und anderen Aufgaben teilweise stark eingeschränkt.

Karrierechancen

Eine erkennbare fachliche Entwicklung oder einen strukturierten Ausbildungsplan konnte ich nicht feststellen. Für meine weitere Entwicklung zum Veranstaltungskaufmann habe ich aus dieser Tätigkeit nur wenig mitnehmen können.

Arbeitszeiten

Die normalen Büroarbeitszeiten waren grundsätzlich überschaubar und gingen meist bis ca. 17:30 bzw. 18:00 Uhr. Kritisch empfand ich allerdings den Umgang mit ÖPNV-Ausfällen. In solchen Situationen wurde von mir erwartet, den Arbeitsweg notfalls zu Fuß zurückzulegen, was für mich über eine Stunde pro Strecke und damit mehr als zwei Stunden Hin- und Rückweg bedeutete. Homeoffice war trotz digital erledigbarer Aufgaben keine Option. Auch Arzttermine musste ich teilweise absagen oder verschieben, weil auf meiner Anwesenheit zu den festen Arbeitszeiten bestanden wurde. Insgesamt empfand ich die Arbeitszeitgestaltung daher als wenig flexibel.

Ausbildungsvergütung

Da es sich bei mir um eine geförderte Umschulung handelte, ist dieser Punkt nur eingeschränkt vergleichbar mit einer klassischen Ausbildung. Zusätzliche Leistungen oder eine besondere finanzielle Unterstützung durch den Betrieb habe ich nicht erlebt.

Die Ausbilder

Eine strukturierte Ausbildung habe ich kaum erlebt. Mein Alltag bestand überwiegend aus E-Mails und Kundenakquise. Fachliche Anleitung, konkrete Lernziele und nachvollziehbare Erklärungen zu meiner Umschulung haben mir gefehlt.

Spaßfaktor

Durch die sehr einseitigen Aufgaben und die für mich angespannte Zusammenarbeit war der Spaßfaktor leider sehr gering. Eigene kreative Ideen wurden aus meiner Erfahrung häufig nicht aufgegriffen oder direkt verworfen.

Aufgaben/Tätigkeiten

Die tatsächlichen Tätigkeiten waren für eine Umschulung zum Veranstaltungskaufmann aus meiner Sicht viel zu einseitig. Hauptsächlich ging es um Kundenakquise und E-Mail-Bearbeitung. Praktische Veranstaltungsplanung und professionelle Projektarbeit habe ich kaum kennengelernt.

Variation

Im normalen Arbeitsalltag gab es für mich kaum Abwechslung. Viele Ideen für Marketing, Social Media oder Veranstaltungen kamen von mir selbst, wurden jedoch häufig aus Kosten- oder anderen Gründen nicht umgesetzt.

Respekt

Ich habe den Umgang mehrfach als wenig wertschätzend und teilweise sehr autoritär empfunden. Besonders bei Themen wie Arbeitsweg, persönlichen Grenzen und Foto- bzw. Videoaufnahmen hätte ich mir deutlich mehr Verständnis und Kommunikation auf Augenhöhe gewünscht.

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