Ein untergehender Stern
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tatsächlich im Moment nichts mehr. Und das schmerzt, denn es war vor einigen Jahren sehr viel besser! Adecco leidet eklatant am ausgesprochenen Ziel Globaler zu werden. Nationale individuelle Notwendigkeiten kommen heute zu kurz.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die steigende Geringschätzung der Stammbelegschaft. Undank derer gegenüber die Adecco-Deutschland einst aufgebaut haben.
Verbesserungsvorschläge
Wieder zurück zum einst vorbildlichen Mitarbeiterumgang der Tochterfirma DIS AG. Hier hatte der Mitarbeiter das Gefühl wertgeschätzt zu werden, viele Kleinigkeiten die einst normal waren wurden, dem Kostendruck nachgebend, eingestellt. Die heutigen Sorgen der Mitarbeiter werden gering geredet und bagatellisiert.
Arbeitsatmosphäre
Wird allein durch den Zusammenhalt der näheren Kollegen getragen. Zutun durch die Vorgesetzten wurde die letzten Jahre gänzlich vermisst. Erst als jetzt die Mitarbeiterumfragewerte wirklich unterirdisch schlecht wurden, sah man sich endlich genötigt mit geeigneten Maßnahmen gegen zu steuern.
Image
Leider immer schlechter werdend! Durch den verschlafenen Ansatz das Geschäft in die Digitalisierung zu tragen, steht man heute den meisten Wettbewerbern weit hinter den Möglichkeiten. Kopfschütteln bei Kunden welche selbst einen sehr viel höheren Anspruch stellen.
Work-Life-Balance
Auch hier auf dem Papier vorbildlich! Mit mehreren Angeboten wird nach Außen dargestellt wie bemüht man ist, dass ein Ausgleich möglich ist. Zeitgleich werden Aufgaben in einer Menge verteilt, dass man ohne Überstunden seinen Pensum nicht gerecht wird. Informationsveranstaltungen über die Mittagspause zeigen, dass kein Respekt vorhanden ist, seinen Mitarbeitern eine Pause zuzustehen.
Karriere/Weiterbildung
Lange Zeit ein Sorgenkind bei Adecco. Die vier Sterne werden vergeben, weil hier wirklich erkennbar ist, dass man die Situation verbessern möchte. Erste Maßnahmenpakete wurde bereits gestartet.
Gehalt/Benefits
Aufgrund gänzlich fehlender Bewertungsgrundlagen ist eine faire Bezahlung schier unmöglich. Zwar werden zum Einstellungsmoment annehmbare Gehälter angeboten, die Entwicklung des Einkommens bleibt dann aber gänzlich auf der Strecke. Als Resultat dessen eine überdurchschnittliche hohe Fluktuation mit jedes Mal massivem Know-How-Verlust für das Unternehmen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
schwierig zu bewerten. Man ist bemüht, auch wenn es keine Anleitungen zu konkreten Umsetzungsanordnungen gibt. Papierloses Arbeiten, was längst technisch möglich wäre, scheitert an der dilettantischen Umsetzung zB eines Dokumentenmanagementsystems. Umsetzung seit mehreren Jahren im Gange, aber wegen Budgetnöten und mangelnder Durchsetzungskraft sehr zäher Fortschritt.
Kollegenzusammenhalt
Not schweißt zusammen! ...aber wenigstens ein Halt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ähnliches Bild, eigentlich sehr vorbildlich, aber leider mit stellenweise geringem Respekt der mitgebrachten Erfahrung der älteren Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
2 Blickwinkel...
Zum Einen das nicht müde werdende Versprechen, sich dafür einzusetzen Sachen die nicht in Ordnung sind, verbessern zu wollen.
Zum Anderen die pure Ohnmacht im Anschluss festzustellen, dass so gut wie nichts von den wichtigen Sachen verbessert werden konnte.
Arbeitsbedingungen
Hier halten sich pro und Contra die Wage. Aufwendige Genehmigungsprozesse, möchte man mit geeigneten Werkzeugen ausgestattet werden, bis hin zur Verweigerung geeigneter Tools. Neben teilweise sehr guten Geräten auf Stand der Zeit.
Kommunikation
Aus der Entfernung würde man glauben, dass man hier mehr Punkte erwarten sollte, denn es wird vorbildlich an der Ausgabe von Informationen gearbeitet. In vernünftigen Abstanden werden Zahlen und Ziele an die Wand gemalt. Betrachtet man allerdings den Anteil der wahren Informationen und den Umgang mit kritischen Fragen aus den reihen der Kollegen, ist schnell erkennbar, wie fadenscheinig und unehrlich manche Kommunikation ist.
Gleichberechtigung
Hier gibt es wenig zu beklagen, dem Thema Inklusion wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Warum einen punkt Abzug? Es kommt doch zu häufig zu klagen, dass Frauen im Gehaltsgefüge (bei wirklich gleicher Qualifikation und Aufgabengebiet) schlechter bezahlt werden.
Interessante Aufgaben
liegt natürlich immer im Auge des Betrachters. Interessant sind Aufgaben bei denen man spürt, dass die eigene hnadschrift die Aufgabe oder das Projekt erkennbar ist. Durch das strenge Korsett der Vorgaben der internationalen IT, welche die lokalen Nötr nicht kennt und nur den Weg "one Size fits all" verfolgt, verliert sich jegliches Interesse nach kurzer zeit.

