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Alex
Bewertung

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Toxische Führungskultur, extremes Micromanagement und fehlende Wertschätzung

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Alexander Heitz Inhaber Alexander Heitz e.K. in Konstanz gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Weniger Micromanagement, weniger willkürliche Kritik und dafür mehr Vertrauen, Fairness und Wertschätzung wären ein Anfang. Vielleicht sollte die Führungsebene zunächst bei sich selbst anfangen und ihr eigenes Verhalten hinterfragen. Allerdings fühlen sich Verbesserungsvorschläge ohnehin hoffnungslos an, wenn man nicht den Eindruck hat, dass diese Menschen überhaupt bereit sind, Kritik anzunehmen oder etwas zu verändern.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Meine Erfahrung mit diesem Arbeitgeber war äußerst negativ. Neben extremem Micromanagement und einer toxischen Führungskultur waren es vor allem die Arbeitsbedingungen und der respektlose Umgang mit den Mitarbeitenden, die diesen Arbeitsplatz so belastend gemacht haben.

Unbezahlte Mehrarbeit und enormer Druck

Von uns wurde erwartet, täglich mindestens 15 Minuten vor dem offiziellen Arbeitsbeginn anwesend zu sein, ohne dass diese Zeit bezahlt wurde. Selbst wenn man bereits 15 Minuten früher da war, wurde teilweise verlangt, noch früher zu kommen. Gleichzeitig endete der Arbeitstag häufig nicht pünktlich. Meiner Erfahrung nach wurde diese zusätzliche Zeit weder angemessen vergütet noch offen infrage gestellt – offenbar auch aus Angst vor negativen Konsequenzen. Diese Praxis halte ich für inakzeptabel; ihre arbeitsrechtliche Zulässigkeit sollte geprüft werden.

Unwürdige Pausenbedingungen

Die Pausenbedingungen waren ebenfalls enttäuschend. Für Mitarbeitende stand lediglich ein winziger Lagerraum mit kleinen, unbequemen, teilweise kaputten Stühlen und Tischen zur Verfügung. Es gab kaum Platz, und im Sommer war es dort besonders unangenehm. Während die Storeleitung und bevorzugte Mitarbeitende ihre Pausen offenbar flexibler gestalten konnten, hatten andere deutlich weniger Spielraum.

Fehlende Unterstützung und schlechte Arbeitsbedingungen

Da keine Reinigungskräfte vorhanden waren, mussten wir die Räumlichkeiten selbst reinigen – einschließlich der Toiletten. Auch das Raumklima war problematisch: Im Sommer gab es keine ausreichende Kühlung, im Winter empfand ich die Heizung als unzureichend. Gleichzeitig musste man regelmäßig zwischen Innenbereich und Standbereich wechseln. Wenn man krank wurde, folgten häufig kritische Kommentare und intensive Nachfragen – teilweise bereits bei zwei Krankheitstagen. Dadurch entstand ein Klima, in dem man sich selbst bei Krankheit rechtfertigen musste.

Respektlosigkeit, diskriminierende Kommentare und Ungleichbehandlung

Besonders schwer wog für mich der zwischenmenschliche Umgang. Rassistische und sexistische Bemerkungen sowie abwertende Kommentare über Herkunft, Religion oder Körpergewicht wurden nach meiner Wahrnehmung im Arbeitsalltag toleriert. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Beschwerden konsequent aufgegriffen würden. Vielmehr entstand die Sorge, dass diejenigen Nachteile erfahren könnten, die solche Vorfälle ansprechen.

Hinzu kamen passiv-aggressives Verhalten, Gerede hinter dem Rücken und eine deutliche Ungleichbehandlung. Offenbar galten nicht für alle dieselben Maßstäbe. Persönliche Sympathien schienen teilweise wichtiger zu sein als Leistung und Fairness.

Micromanagement statt Vertrauen

Jede Kleinigkeit wurde kontrolliert, Entscheidungen wurden infrage gestellt und eigenständiges Arbeiten unnötig erschwert. Mitarbeitende sollten Verantwortung übernehmen, erhielten dafür aber kaum Handlungsspielraum. Engagement führte nicht unbedingt zu Anerkennung, sondern häufig zu noch mehr Kontrolle und Kritik. Konstruktives Feedback und nachvollziehbare Erwartungen fehlten aus meiner Sicht weitgehend.

Fazit

Ich habe dieses Arbeitsumfeld als respektlos, einschüchternd und extrem belastend erlebt. Es ist bedauerlich, dass engagierte Kolleginnen unter solchen Bedingungen arbeiten mussten. Gute Kolleginnen können strukturelle Probleme und eine problematische Führungskultur auf Dauer nicht ausgleichen.

Ich würde diesen Arbeitgeber aufgrund meiner Erfahrungen nicht weiterempfehlen.

Verbesserungsvorschläge

Es gab hilfsbereite und engagierte Kolleginnen, die trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen versucht haben, ein gutes Miteinander zu schaffen. Sie waren für mich der einzige wirkliche Lichtblick.


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