Die folgende Bewertung sollte als ernstzunehmendes Feedback betrachtet werden.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich finde das Thema Serviced Apartments äußerst spannend und die damit verbundenen Möglichkeiten sehr attraktiv. Die Außenwahrnehmung der Inhaberin und des Unternehmens vermittelt eine freundliche und verbindliche Atmosphäre.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich möchte einige wichtige Punkte ansprechen, die aus meiner Sicht erheblich zur Beeinträchtigung des Arbeitsklimas und der Mitarbeitermotivation beitragen. Es ist mir ein Anliegen, diese Themen konstruktiv und respektvoll zu erläutern.
In meiner Zeit bei Apartmentservice habe ich leider immer wieder problematische Verhaltensweisen meiner Arbeitgeberin beobachten müssen, die sich negativ auf die Arbeitsatmosphäre und die Motivation des gesamten Teams ausgewirkt haben. Dieses Verhalten umfasste nicht nur unklare Kommunikation, sondern auch häufige Kritik an der Arbeit der Mitarbeiter ohne konstruktives Feedback. Rückendeckung gibt es nur für ausgewählte Personen.
Um mit dieser Situation umzugehen, habe ich folgende Maßnahmen ergriffen:
1. Dokumentation: Ich hielt alle auffälligen Vorfälle schriftlich fest, um einen Überblick zu behalten und Muster zu erkennen.
2. Feedback geben: Ich äußerte meine Bedenken respektvoll bei meiner Chefin und nannte konkrete Beispiele für die Auswirkungen ihres Verhaltens.
3. Kollegen einbeziehen: Der Austausch mit Kollegen, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten, stärkte meinen Mut, das Thema anzusprechen.
4. HR einbeziehen: Als keine Besserung eintrat, wandte ich mich an die HR-Verantwortliche und bat um Unterstützung.
5. Selbstschutz: Ich achtete auf mein Wohlbefinden und suchte nach Alternativen, da die Situation belastend war.
6. Externe Unterstützung: Ein Coach half mir, meine Gedanken zu klären und meine beruflichen Ziele zu definieren.
Nach reiflicher Überlegung und unter Berücksichtigung all dieser Aspekte entschied ich mich, die Entscheidung meiner Arbeitgeberin anzunehmen und das Unternehmen zum Jahresende zu verlassen. Ich hoffe, dass meine Erfahrungen dazu beitragen können, das Bewusstsein für die Bedeutung einer positiven Unternehmenskultur zu schärfen. Mein Feedback zeigt alle bei der Arbeitgeberin angesprochenen Punkte und bietet dem Unternehmen eine wertvolle Gelegenheit zur Selbstreflexion und zur Implementierung von Veränderungen, die sowohl die Mitarbeitermotivation als auch die allgemeine Arbeitsatmosphäre nachhaltig verbessern können.
Verbesserungsvorschläge
Es war eine herausfordernde Zeit bei Apartmentservice, in der ich oft problematisches Verhalten und eine toxische Arbeitsatmosphäre erlebt habe. Unklare Kommunikation und mangelnde ehrliche Wertschätzung haben das Teamklima stark beeinträchtigt.
Ich hoffe, dass zukünftige Veränderungen eine positive Unternehmenskultur fördern und die Mitarbeitermotivation steigern. Die Zusammenarbeit hat mir wertvolle Lektionen über Teamdynamik und persönliche Grenzen gelehrt.
Ich wünsche dem Unternehmen und den noch verbleibenden Kollegen alles Gute für die Zukunft.
Arbeitsatmosphäre
Ein ernstes Thema, das nicht nur meine Arbeit, sondern auch mein persönliches Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt hat. Ich habe leider Erfahrungen mit sozialer Untergrabung und Gaslighting gemacht, die ich als äußerst belastend empfunden habe.
Soziale Untergrabung: Es ist frustrierend zu beobachten, wie eine Kollegin systematisch versucht, die Leistungen anderer zu schmälern oder zu diskreditieren. Oft geschieht dies subtil, durch abwertende Kommentare oder das bewusste Ignorieren von Beiträgen. Solche Verhaltensweisen schaffen ein toxisches Arbeitsumfeld, in dem Teamarbeit und Vertrauen stark leiden. Anstatt sich gegenseitig zu unterstützen, wird ein Klima der Rivalität gefördert, was die Produktivität und das allgemeine Arbeitsklima negativ beeinflusst. Ich habe den Eindruck, dass diese Dynamik von der Chefin nicht nur toleriert, sondern sogar unterstützt wird.
Gaslighting: Ein weiteres ernstes Problem ist das Gaslighting, das nicht nur ich, sondern auch andere Mitarbeitende und auch Ehemalige erlebt haben. In mehreren Situationen wurden meine Wahrnehmungen und Gefühle seitens der Arbeitgeberin in Frage gestellt, anstatt meine Bedenken ernst zu nehmen.
Image
Das Image des Unternehmens ist stark mit der Inhaberin verbunden, die ohne Zweifel die zentrale Figur im Unternehmen ist. Dies wird von allen Mitarbeitern deutlich wahrgenommen, da selbst die kleinsten Erfolge nach außen hin mit ihr in Verbindung gebracht werden. Leider führt dies dazu, dass es nicht nur an interner Wertschätzung der einzelnen Teammitglieder mangelt, sondern auch die persönliche Reputation leidet.
Work-Life-Balance
Leider habe ich festgestellt, dass es trotz vertraglichen Regelungen bezüglich der Überstunden diese häufig in Frage gestellt werden, was ein Gefühl der Unsicherheit hervorruft. Auch die vereinbarten Homeofficetage werden oft kritisch betrachtet, und die Erwartung einem Schichtdienstmodell zu folgen, obwohl vertraglich anders geregelte Kernzeiten bestehen, sorgt für zusätzliche Verwirrung.
Es scheint, als ob eine strukturierte Arbeitszeitplanung, die es ermöglicht, Beruf und Privatleben besser in Einklang zu bringen, nicht gewünscht ist. Stattdessen wird von den Mitarbeitenden Flexibilität erwartet, ohne dass dies in Form von Wertschätzung oder Anerkennung honoriert wird. Dies führt zu einer ungesunden Work-Life-Balance, die sich negativ auf die Motivation und das Wohlbefinden auswirkt.
Wer nach konkreten Erwartungen fragt, erhält oft keine klaren Antworten, sondern nur nicht verwertbare Vorwürfe. Diese unklare Kommunikation führt zu Verunsicherung und Frustration und hinterlässt das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.
Karriere/Weiterbildung
Eine gezielte Fortbildung ist nur dann möglich, wenn die Mitarbeitenden auch wirklich gesehen und bedarfsgerecht geschult werden. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die aktuelle Praxis, einen Katalog für Schulungen bereitzustellen, in dem jeder Mitarbeitende etwas auswählen kann, nicht zielführend ist.
Die bloße Aufforderung, Schulungswünsche anzumelden, führt oft dazu, dass individuelle Bedürfnisse und Entwicklungsziele übersehen werden. Stattdessen sollte ein strukturierter Ansatz verfolgt werden, der auf den tatsächlichen Anforderungen der Mitarbeitenden basiert.
Eine transparente Kommunikation über Weiterbildungsmöglichkeiten und eine regelmäßige Bedarfsanalyse könnten dazu beitragen, dass Schulungen effektiver und zielgerichteter gestaltet werden. Es wäre wünschenswert, dass die Arbeitgeberin mehr Engagement zeigt, um die Entwicklung der Mitarbeitenden aktiv zu fördern und somit auch die Motivation und Zufriedenheit im Team zu steigern.
Gehalt/Benefits
Die gezahlten Löhne in den verschiedenen Abteilungen liegen eher am unteren Ende der Gehaltsskala - ausgenommen Führungskräfte.
Es ist enttäuschend zu sehen, dass trotz der harten Arbeit und des Engagements der Mitarbeitenden die Löhne nicht angemessen sind. Viele Kollegen haben das Gefühl, dass die Leistungen nicht ausreichend gewürdigt werden.
Eine gerechte Entlohnung und ein respektvoller Umgang mit den Mitarbeitenden sind entscheidend, um ein produktives und motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen bzw. die Arbeitgeberin spricht oft über Umwelt- und Sozialbewusstsein, jedoch bleibt es häufig bei Worten, anstatt konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Auch wenn Initiativen wie ein CO2-Ausgleich für Veranstaltungen positiv sind, reicht dies in der heutigen Zeit nicht aus, um wirklich nachhaltig zu sein.
Gute Absichten sind zwar ein Anfang, aber sie müssen durch konkrete Taten unterstützt werden, um glaubwürdig zu sein. Papierloses Arbeiten ist hier (noch) ein Fremdwort.
Zusätzlich ist der Datenschutz im Unternehmen stark verbesserungswürdig. Es wird oft über jeden Mitarbeitenden und dessen persönliche Angelegenheiten, wie Gesundheit und private Lebensumstände, gesprochen, ohne dass die betroffenen Personen anwesend sind bzw. dem zugestimmt haben. Diese Art von „Tratsch und Klatsch“ schafft ein unbehagliches Arbeitsumfeld und untergräbt das Vertrauen zwischen den Mitarbeitenden und der Arbeitgeberin.
Ich wünsche mir, dass das Unternehmen sich ernsthaft mit diesen Themen auseinandersetzt und echte Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit, sozialer Verantwortung und Datenschutz macht.
Kollegenzusammenhalt
Trotz vieler Herausforderungen gibt es positive Aspekte im Team: Die engagierten Kollegen bemühen sich, die bestmögliche Arbeit zu leisten. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn die Arbeitgeberin dies anerkennen und die nötige Unterstützung bieten würde.
In meiner Zeit hier habe ich festgestellt, dass es zwei gespaltene Lager gibt, die die Atmosphäre und Zusammenarbeit stark beeinflussen. Auf der einen Seite stehen Mitarbeitende und einige Führungskräfte, die ein positives Arbeitsumfeld schaffen wollen. Auf der anderen Seite gibt es die Arbeitgeberin, die Büroleitung und eine freie Mitarbeiterin, die Kritik üben, anstatt sich mit ihrer eigenen Arbeitsweise und der Art ihrer Kommunikation auseinanderzusetzen.
Ein häufiges Problem sind die Schuldzuweisungen, die von der Arbeitgeberin und der Büroleitung an die Mitarbeitenden gerichtet werden. Anstatt konstruktive Lösungen zu suchen, liegt der Fokus auf der Benennung von Fehlern, was ein Klima der Angst und Unsicherheit schafft. Der teils respektlose Umgangston, öffentliche Anschuldigungen und ein mangelnder Dialog verschärfen die Situation zusätzlich und mindern die Motivation der anderen Mitarbeitenden.
Umgang mit älteren Kollegen
In einem gesunden Arbeitsumfeld sollte der Respekt gegenüber älteren Kollegen selbstverständlich sein. Ihre langjährige Erfahrung und ihre Perspektiven sollten nicht nur anerkannt, sondern aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Leider ist es oft so, dass ältere Mitarbeitende sich anpassen und zurücknehmen müssen, um akzeptiert zu werden. Hier gilt leider: Wer andere „anschwärzt“ oder „draufhaut“ wird besser behandelt. Dies ist nicht nur ungerecht, sondern schadet auch der Teamdynamik und der Unternehmenskultur insgesamt.
Vorgesetztenverhalten
Das größte Problem ist die mangelnde Einsichtsfähigkeit. Wenn konstruktives Feedback gegeben wird oder Verbesserungsvorschläge unterbreitet werden, wird dies oft ignoriert oder abgewiesen. Es scheint, als ob die Chefin nicht bereit ist, ihre Methoden zu hinterfragen oder neue Ansätze in Betracht zu ziehen. Dies hemmt nicht nur die persönliche Entwicklung der Mitarbeitenden, sondern auch die des gesamten Teams.
Die teilweise unstrukturierte Arbeitsweise führt außerdem dazu, dass wichtige Aufgaben und Projekte oft ins Stocken geraten. Interne Fristen werden nicht eingehalten, und es fehlt an einer klaren Priorisierung von Aufgaben. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Qualität der Arbeit und auf die Motivation des gesamten Teams sondern führt zu unnötigen Überstunden und damit verbundenen Nachtschichten.
Arbeitsbedingungen
Für viele Mitarbeiter ist die Erreichbarkeit des Büros ein großes Problem. Die langen Anfahrtswege kosten nicht nur Zeit, sondern auch Nerven, was sich negativ auf die Motivation auswirkt. Es wäre wünschenswert, alternative Arbeitsmodelle wie allgemeines Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten zu fördern, um den Mitarbeitern eine bessere Work-Life-Balance zu ermöglichen.
Ein weiteres großes Manko sind die Lärm- und Geruchsbelästigungen. Mit geöffnetem Fenster zu arbeiten, ist fast unerträglich, da aus dem Hinterhof unangenehme Gerüche aufsteigen und die Geräusche aus der benachbarten Musikschule die Konzentration massiv stören. Ein ruhiges und geruchsfreies Arbeitsumfeld ist für effektives Arbeiten unerlässlich, und hier besteht definitiv Handlungsbedarf.
Das Mobiliar ist an vielen Stellen zusammengewürfelt und wirkt durch zahlreiche Stehrümchens etwas in die Jahre gekommen und überladen. Ein aufgeräumtes und gut organisiertes Arbeitsumfeld trägt nicht nur zur Produktivität bei, sondern beeinflusst auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter positiv.
Kurzum, das Büro in Weißensee muss in vielerlei Hinsicht verbessert werden, um ein angenehmes und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen.
Kommunikation
Es fehlt an klaren Richtlinien und Zielen. Oftmals gibt es keine transparente Kommunikation darüber, was vom Team erwartet wird. Entscheidungen werden spontan getroffen, ohne dass Mitarbeiter in den Prozess einbezogen werden. Dies führt zu Verwirrung und Frustration, da man nicht weiß, in welche Richtung gearbeitet werden soll.
So wird man schnell zum Erfüllungsgehilfen und zur Frustabladestelle.
Gleichberechtigung
Es fehlt an klaren Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung.
Interessante Aufgaben
Leider muss ich feststellen, dass selbst die interessantesten Aufgaben in diesem Unternehmen zu einer großen Herausforderung werden können. Es herrscht ein starkes Gefühl von Kontrolle und Misstrauen, das die Mitarbeitenden demotiviert und ihre Kreativität hemmt. Anstatt ein Umfeld zu schaffen, das innovative Ideen fördert, entsteht häufig eine Atmosphäre, in der Mitarbeitende zögern, ihre Vorschläge zu äußern oder neue Ansätze auszuprobieren.
Die ständige Überwachung und das Fehlen von Vertrauen führen dazu, dass viele sich nicht trauen, ihre Gedanken und Ideen zu äußern. Dies hat nicht nur negative Auswirkungen auf die individuelle Zufriedenheit, sondern auch auf die gesamte Teamdynamik. Kreative Lösungen werden oft nicht nur ignoriert, sondern auch abgelehnt, ohne dass ihnen eine faire Chance gegeben wird.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der Mangel an konstruktivem Feedback. Wenn Mitarbeitende ihre Ideen präsentieren, fehlt es oft an wertschätzendem und unterstützendem Feedback, das sie dazu anregen könnte, weiterzudenken und zu experimentieren. Stattdessen wird häufig nur auf Fehler hingewiesen, was die Motivation weiter sinken lässt.
Eine Fehlerkultur gibt es nicht.