Unprofessionell und nicht zeitgemäß geführtes Unternehmen mit sehr wenig Perspektive und schlechtem Arbeitsklima
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Hunde im Büro
Geräumiges Büro in schöner Lage
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Fluktuation war auffallend hoch – bei einem kleinen Team von etwa zehn Personen gab es innerhalb eines Jahres sieben Kündigungen. Das spricht für sich.
Kritik wurde oft als persönlicher Angriff verstanden, statt als konstruktiver Beitrag zur Weiterentwicklung. Eine offene Feedbackkultur war dadurch kaum möglich.
Das Verhalten des Teamleiters trug maßgeblich zu einer dauerhaft angespannten und teils belastenden Atmosphäre bei.
Auch das Thema Gehalt war enttäuschend: Zu Beginn wurde mit einer attraktiven Provisionsregelung geworben, die jedoch nach Ablauf der Frist ersatzlos wegfiel. Danach entsprach die Bezahlung nicht mehr der tatsächlichen Arbeitsleistung.
Hinzu kam eine permanente Unsicherheit über die eigene Zukunft im Unternehmen, die viele Mitarbeitende stark belastet und demotiviert hat. Eine solche Atmosphäre erzeugt Druck, aber keine nachhaltige Motivation.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeitern Vertrauen schenken und wirkliches Mitspracherecht einräumen - nur so schafft man eine wirkliche Verbindung und die vom GF gewünschte Loyalität
Mehr Kontinuität und Wertschätzung im Umgang mit Mitarbeitenden wären wünschenswert – kurzfristige Wechsel wirkten oft wenig nachhaltig.
Faires Gehalt und Provisionsregelungen für Sales-Mitarbeiter
Zusammenarbeit mit Unternehmensberatung hinterfragen
Leute in Führungspositionen kritisch hinterfragen, da diese mehr ihre eigenen Interessen als die des Unternehmens im Sinn haben
Arbeitsatmosphäre
Mitarbeitern wird vom Geschäftsführer und dem "Teamleiter" kein Vertrauen geschenkt, statt motivierenden und positiven Gesprächen, wird viel kontrolliert und nach Fehlern gesucht. Kritik wird nicht wirklich zielführend und konstruktiv kommuniziert, sondern unsachlich und teilweise auf sehr persönlicher Art und Weise.
Image
Das Unternehmen hatte nach außen ein positives Erscheinungsbild.
Work-Life-Balance
Zumindest im Sales hatte man feste Arbeits- und Pausenzeiten, was natürlich auch mit der Erreichbarkeit der Kunden zusammenhängt. Insgesamt sollte man hier trotzdem etwas flexibler sein. Besonders was Home Office betrifft, was nicht wirklich verbreitet ist.
Karriere/Weiterbildung
Statt auf fundierte Weiterbildungskonzepte oder individuelle Förderung zu setzen, wurde immer wieder auf externe Vertriebscoaches und Unternehmensberater zurückgegriffen – leider oft ohne erkennbare Qualifikation oder nachhaltigen Mehrwert. Inhalte wirkten häufig oberflächlich, wiederholten sich oder hatten eher motivatorischen Charakter als echten fachlichen Tiefgang. Teilweise hatten die eingesetzten Coaches fragwürdige Methoden, die mehr Verwirrung als Entwicklung schafften. Eine klare Strategie für berufliche Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens war nicht erkennbar, Aufstiegschancen gab es nur sehr begrenzt – wenn überhaupt.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist auf unterstem Niveau auch im Vergleich zu anderen Jobs in der Tourismusbranche. Im Vorstellungsgespräch wurde mit einer Provisionsvereinbarung gelockt, nach Antritt der Stelle wurde diese nie wieder erwähnt. Mitarbeiter-Benefits gibt es nicht, nach außen hin wird damit aber geworben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und es wurden auch soziale Projekte unterstützt. Bei der Zusammenstellung der Reisen wurde allerdings nicht wirklich Wert darauf gelegt, die Emissionen durch weniger Flüge gering zu halten. Auch die Schiffsreisen verursachen natürlich große Umweltbelastungen. Gerade deshalb sollte man Mitarbeitern Home Office ermöglichen, statt alle Kollegen mit teilweise sehr langem Anfahrtsweg jeden Tag ins Büro fahren zu lassen.
Kollegenzusammenhalt
Nimmt man den Geschäftsführer und den Teamleiter aus, war der Zusammenhalt innerhalb der Kollegen wirklich gut. Bei Fragen konnte man sich jederzeit an andere Kollegen wenden und es wurde einem immer geholfen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Teammitglieder wurden fair und mit Anerkennung behandelt.
Vorgesetztenverhalten
Leider habe ich die Führungsebene als wenig unterstützend und teilweise respektlos erlebt. Konstruktives Feedback war selten, stattdessen herrschte oft ein autoritärer Ton. Entscheidungen wurden intransparent getroffen und kaum kommuniziert, was zu Unsicherheit im Team geführt hat. Kritik wurde häufig persönlich genommen, was eine offene Fehlerkultur nahezu unmöglich gemacht hat. Vorschläge und Eigeninitiative wurden eher abgewertet als gefördert. Insgesamt habe ich mich durch das Verhalten der Vorgesetzten nicht wertgeschätzt gefühlt. Die Vorgesetzten erwarten volle Loyalität zum Unternehmen, im Gegenzug ist man jedoch nur eine Nummer und wird bei der nächsten Gelegenheit gekündigt. Loyalität ist keine Einbahnstraße.
Arbeitsbedingungen
Büroräume sind auf dem neusten Stand, freundlich und großzügig gestaltet. Technische Ausstattung ist in Ordnung.
Kommunikation
Es gibt regelmäßige Meetings innerhalb der Abteilungen und des gesamten Unternehmens, bei denen die Mitarbeiter über Neuigkeiten informiert werden. Leider werden hier oft die immer gleichen Phrasen und Motivationsreden wiederholt, anstatt die Mitarbeiter wirklich miteinzubeziehen und nach ehrlichem Feedback zu fragen.
Gleichberechtigung
Soweit ich das einschätzen kann, wurden Frauen gleichwertig behandelt und haben auch verantwortungsvolle Aufgaben und Positionen übernommen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren leider größtenteils monoton und wenig herausfordernd. Kreative Ideen oder neue Ansätze wurden kaum zugelassen, und eigenverantwortliches Arbeiten war kaum möglich. Statt Weiterentwicklung oder abwechslungsreicher Projekte gab es vor allem wiederkehrende Routinearbeiten. Insgesamt fehlte es an Gestaltungsspielraum, was langfristig eher demotivierend war.
