Ihr Unternehmen?

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Arktis 
Tours 
GmbH 
& 
Co.KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Unprofessionell und nicht zeitgemäß geführtes Unternehmen mit sehr wenig Perspektive und schlechtem Arbeitsklima

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf in Kempten gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Hunde im Büro

Geräumiges Büro in schöner Lage

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Fluktuation war auffallend hoch – bei einem kleinen Team von etwa zehn Personen gab es innerhalb eines Jahres sieben Kündigungen. Das spricht für sich.

Kritik wurde oft als persönlicher Angriff verstanden, statt als konstruktiver Beitrag zur Weiterentwicklung. Eine offene Feedbackkultur war dadurch kaum möglich.

Das Verhalten des Teamleiters trug maßgeblich zu einer dauerhaft angespannten und teils belastenden Atmosphäre bei.

Auch das Thema Gehalt war enttäuschend: Zu Beginn wurde mit einer attraktiven Provisionsregelung geworben, die jedoch nach Ablauf der Frist ersatzlos wegfiel. Danach entsprach die Bezahlung nicht mehr der tatsächlichen Arbeitsleistung.

Hinzu kam eine permanente Unsicherheit über die eigene Zukunft im Unternehmen, die viele Mitarbeitende stark belastet und demotiviert hat. Eine solche Atmosphäre erzeugt Druck, aber keine nachhaltige Motivation.

Verbesserungsvorschläge

Mitarbeitern Vertrauen schenken und wirkliches Mitspracherecht einräumen - nur so schafft man eine wirkliche Verbindung und die vom GF gewünschte Loyalität

Mehr Kontinuität und Wertschätzung im Umgang mit Mitarbeitenden wären wünschenswert – kurzfristige Wechsel wirkten oft wenig nachhaltig.

Faires Gehalt und Provisionsregelungen für Sales-Mitarbeiter

Zusammenarbeit mit Unternehmensberatung hinterfragen

Leute in Führungspositionen kritisch hinterfragen, da diese mehr ihre eigenen Interessen als die des Unternehmens im Sinn haben

Arbeitsatmosphäre

Mitarbeitern wird vom Geschäftsführer und dem "Teamleiter" kein Vertrauen geschenkt, statt motivierenden und positiven Gesprächen, wird viel kontrolliert und nach Fehlern gesucht. Kritik wird nicht wirklich zielführend und konstruktiv kommuniziert, sondern unsachlich und teilweise auf sehr persönlicher Art und Weise.

Image

Das Unternehmen hatte nach außen ein positives Erscheinungsbild.

Work-Life-Balance

Zumindest im Sales hatte man feste Arbeits- und Pausenzeiten, was natürlich auch mit der Erreichbarkeit der Kunden zusammenhängt. Insgesamt sollte man hier trotzdem etwas flexibler sein. Besonders was Home Office betrifft, was nicht wirklich verbreitet ist.

Karriere/Weiterbildung

Statt auf fundierte Weiterbildungskonzepte oder individuelle Förderung zu setzen, wurde immer wieder auf externe Vertriebscoaches und Unternehmensberater zurückgegriffen – leider oft ohne erkennbare Qualifikation oder nachhaltigen Mehrwert. Inhalte wirkten häufig oberflächlich, wiederholten sich oder hatten eher motivatorischen Charakter als echten fachlichen Tiefgang. Teilweise hatten die eingesetzten Coaches fragwürdige Methoden, die mehr Verwirrung als Entwicklung schafften. Eine klare Strategie für berufliche Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens war nicht erkennbar, Aufstiegschancen gab es nur sehr begrenzt – wenn überhaupt.

Gehalt/Benefits

Gehalt ist auf unterstem Niveau auch im Vergleich zu anderen Jobs in der Tourismusbranche. Im Vorstellungsgespräch wurde mit einer Provisionsvereinbarung gelockt, nach Antritt der Stelle wurde diese nie wieder erwähnt. Mitarbeiter-Benefits gibt es nicht, nach außen hin wird damit aber geworben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und es wurden auch soziale Projekte unterstützt. Bei der Zusammenstellung der Reisen wurde allerdings nicht wirklich Wert darauf gelegt, die Emissionen durch weniger Flüge gering zu halten. Auch die Schiffsreisen verursachen natürlich große Umweltbelastungen. Gerade deshalb sollte man Mitarbeitern Home Office ermöglichen, statt alle Kollegen mit teilweise sehr langem Anfahrtsweg jeden Tag ins Büro fahren zu lassen.

Kollegenzusammenhalt

Nimmt man den Geschäftsführer und den Teamleiter aus, war der Zusammenhalt innerhalb der Kollegen wirklich gut. Bei Fragen konnte man sich jederzeit an andere Kollegen wenden und es wurde einem immer geholfen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Teammitglieder wurden fair und mit Anerkennung behandelt.

Vorgesetztenverhalten

Leider habe ich die Führungsebene als wenig unterstützend und teilweise respektlos erlebt. Konstruktives Feedback war selten, stattdessen herrschte oft ein autoritärer Ton. Entscheidungen wurden intransparent getroffen und kaum kommuniziert, was zu Unsicherheit im Team geführt hat. Kritik wurde häufig persönlich genommen, was eine offene Fehlerkultur nahezu unmöglich gemacht hat. Vorschläge und Eigeninitiative wurden eher abgewertet als gefördert. Insgesamt habe ich mich durch das Verhalten der Vorgesetzten nicht wertgeschätzt gefühlt. Die Vorgesetzten erwarten volle Loyalität zum Unternehmen, im Gegenzug ist man jedoch nur eine Nummer und wird bei der nächsten Gelegenheit gekündigt. Loyalität ist keine Einbahnstraße.

Arbeitsbedingungen

Büroräume sind auf dem neusten Stand, freundlich und großzügig gestaltet. Technische Ausstattung ist in Ordnung.

Kommunikation

Es gibt regelmäßige Meetings innerhalb der Abteilungen und des gesamten Unternehmens, bei denen die Mitarbeiter über Neuigkeiten informiert werden. Leider werden hier oft die immer gleichen Phrasen und Motivationsreden wiederholt, anstatt die Mitarbeiter wirklich miteinzubeziehen und nach ehrlichem Feedback zu fragen.

Gleichberechtigung

Soweit ich das einschätzen kann, wurden Frauen gleichwertig behandelt und haben auch verantwortungsvolle Aufgaben und Positionen übernommen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren leider größtenteils monoton und wenig herausfordernd. Kreative Ideen oder neue Ansätze wurden kaum zugelassen, und eigenverantwortliches Arbeiten war kaum möglich. Statt Weiterentwicklung oder abwechslungsreicher Projekte gab es vor allem wiederkehrende Routinearbeiten. Insgesamt fehlte es an Gestaltungsspielraum, was langfristig eher demotivierend war.

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Arbeitgeber-Kommentar

Ingo Oswald, Geschäftsführer
Ingo OswaldGeschäftsführer

Hallo,

vielen Dank für deine Bewertung und das Feedback zu deiner Zeit in unserem Unternehmen.

Als zukunftsorientierter Betrieb nehmen wir deine Punkte gerne auf, setzen uns intern mit diesen selbstkritisch auseinander und stellen uns als Arbeitgeber auf den Prüfstand.
Denn auch aus leider im Rahmen der Probezeit aufgelösten Arbeitsverhältnissen können gute & wichtige Learnings gezogen werden – diese Offenheit & Selbstkritik sollte jedoch auf beiden Seiten vorhanden sein.
Die einseitige Einnahme der „Opfer-Rolle“ halten wir an dieser Stelle für ungeeignet.

Daher möchten wir deine Bewertung gerne mit einigen Kommentaren ergänzen:

Deine freien Anmerkungen erscheinen uns nicht wirklich in Relation zu dann vergebenen Sternen zu stehen – auch gut und positiv genannte Faktoren wie „Büroausstattung“ und der „Umgang mit älteren Kollegen“, den du als fair und wertschätzend einstufst, erhalten im Gegenzug nur 3 Sterne.

Probezeiten dienen Arbeitnehmer und Arbeitgeber dazu, sich einen realistischen Gesamteindruck im Berufsalltag zu machen. Arbeitsleistung & erhaltene Konditionen müssen für beide Seiten in Balance sein, hier geht es um erreichte Resultate und nicht den Tausch „Gehalt gegen Anwesenheit / Arbeitszeit“.

Mitarbeiter-Benefits wie die vorhandene betriebliche Altersvorsoge und betriebliche Krankenzusatzversicherung sind unseren Arbeitsverträgen klar geregelt – diese werden mit erfolgreichem Abschluss der Probezeit aktiviert! Mit Unterschrift war diese Regelung für dich bekannt und akzeptiert.

Auch stehen die Unternehmens- & Teamwerte „Ehrlichkeit“ und „Vertrauen“ für uns als Kriterium für den erfolgreichen Abschluss einer Probezeit.
In diesem Bereich sollten auch hier geäußerte Angaben der Realität entsprechen und keiner „kreativen und phantasievollen Auslegung“ zum Opfer fallen.

Dies trifft aus unserer Sicht auch für deine Bewertung in punkto „Umweltbewusstsein“ zu.
Als Reiseveranstalter für die Nordländer, Arktis und Antarktis sind wir auf Flugverbindungen angewiesen und diese werden genauso wie die lokalen Partner in den Ländern sinnvoll und überlegt ausgewählt.
Wir sind und unserer Verantwortung bewusst und haben aus diesem Grund seit vielen Jahren uns Nachhaltigkeitsprogramm „Heute für Morgen“ etabliert. Dabei werden die Flüge unserer Gäste zu 50% über die Organisation Atmosfair CO2-kompensiert und zusätzlich werden ökologische und soziale Projekte in den Zielgebieten und unserer Heimat Allgäu gefördert.
Die Teilnahme des gesamten Arktis Tours Teams an den jährlichen Allgäuer Clean Up Days von Patron e.V. gehört ebenfalls zum Engagement wie 3 zusätzliche Urlaubstage, die jeder Mitarbeiter für soziale und ökologische Tätigkeiten vom Betrieb erhält.

Wenn diese Maßnahmen, die dir vor Stellenantritt bekannt waren, gegen deine Werte, Moral und Umweltschutz-Gedanken sprechen (mit 2 Sternen bewertet), stellt sich für uns die Frage, wieso eine entsprechende Arbeitsstelle überhaupt angetreten wird.

Abschließend noch eine Anmerkung zum erwähnten Unternehmensberater und den Fortbildungsseminaren:
Dieser gehört zu den führenden Experten, wurde für seine Leistungen mehrfach national und international ausgezeichnet, u.a. mit dem renommiertesten deutschen Wirtschaftspreis – dem „Ludwig-Erhard-Preis“. Auch der eingesetzte Verkaufstrainer gilt als einer der besten Deutschlands. Die aus den angebotenen Fortbildungen erzielten Ergebnisse liegen aber immer sehr stark am Umsetzungswillen und der realen Leistungsbereitschaft des Mitarbeiters. Hier sollte eigener ausbleibender oder geringer Erfolg nicht durch die mangelnde Qualität der Trainer / Fortbildungen gerechtfertigt werden.

Für deinen weiteren beruflichen und privaten Lebensweg wünschen wir dir alles Gute.
Ingo Oswald,
Geschäftsführer Arktis Tours

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